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Auftritt

So begeistert der junge Geiger Elin Kolev in Coburg

Mit erstaunlicher Reife des Ausdrucks und instrumentalem Können beeindruckten zwei junge Künstler die zahlreichen Zuhörer beim ersten Konzert des "Verein" im neuen Jahr: der Geiger Elin Kolev und der Pianist Uram Kim.
Der junge Geiger Elin Kolev beeindruckte das Publikum beim Coburger "Verein" mit seiner technischen Brillanz und seiner Musikalität. Foto: Jochen Berger
 
von GERHARD DEUTSCHMANN
makellosem Ton und Strich sowie sauberer Intonation präsentiert sich der junge Geiger Elin Kolev, dabei bescheiden und gelassen wirkend im Auftreten, durchwegs sympathisch und ohne Virtuosen-Allüren.


Beeindruckend auch sein Partner am Flügel, der stets aufmerksam, fingerfertig und auf gleicher Wellenlänge tätig ist. Eine erfreuliche musikalische Symbiose. Ein umfangreiches und anspruchsvolles Programm mit Werken aus Klassik, Romantik und Impressionismus haben sie mitgebracht, das recht abwechslungsreich und schlüssig aufgebaut ist.


Markanter Beginn ist die 3. Violinsonate c-Moll von Edward Grieg. Hier kann Elin Kolev sogleich energischen Zugriff und lyrischen Schmelz auf seinem tragfähigen Instrument demonstrieren. Mit blühendem, expressivem Ton gelingt ihm die Romanza im Stil der Lyrischen Stücke. Im temperamentvollen Finale vereinigen sich Violine und Klavier zu lebendigem Musizieren. Introvertierter Gegensatz hierzu das folgende Adagio KV 261 E-Dur, mit warmer, sensibler Tongebung stilsicher intoniert.


Wild und ungestüm

Wiederum ein Gegensatz ist die virtuose "Tzigane" von Maurice Ravel, ein verkappter ungarischer Csardas mit ausgedehntem, der Violine allein vorbehaltenem langsamen und dem mit brillantem Klavier immer mehr gesteigerten raschen Teil. Mit großem Ton und virtuoser Technik, aber auch dem nötigen Schmelz meisterte Elin Kolev das wirkungsvolle Werk, dabei ebenso unterstützt von dem überlegenen Pianisten Uram Kim.


Im Jahre 1853 schrieben Robert Schumann, sein Schüler Albert Dietrich und Johannes Brahms eine Sonate für ihren Freund, den Geiger Joseph Joachim, die sie nach dessen Devise "Frei, aber einsam" F-A-E Sonate nannten. Brahms schrieb den 3. Satz, ein leidenschaftliches Scherzo mit lyrischem Trio, das die beiden jungen Künstler ebenso temperamentvoll und sinnerfasst wiedergaben.


Als Hauptwerk des Abends erklang sodann die große Violinsonate A-Dur von César Franck mit lyrischer Intensität im ersten, wild und ungestüm im zweiten, verinnerlicht im dritten und elegant-flüssig im letzten Satz dargeboten. Eine Meisterleistung, an der beide Interpreten gleichen Anteil hatten.


Zwei Zugaben

Einen lockeren Ausklang des gewichtigen Abends bildeten dann die gefälligen Stücke "Liebesfreud" und "Liebesleid" von Fritz Kreisler, spritzig und mit tonlicher Delikatesse vorgetragen.


Die jungen Künstler wurden lebhaft und anhaltend gefeiert und bedankten sich dafür mit zwei Zugaben - dem virtuosen "Tambourin chinoise" von Fritz Kreisler und der besinnlichen "Meditation" aus "Thais" von Jules Massenet.


Die nächsten Konzerte beim "Verein"


18. April "Die Rhein-Sirenen" - Ein Film- und Fernsehabend der besonderen Art

13. Juni Alliage Quintett - "Dancing Paris" mit Werken von Erik Satie, Darius Milhaud, George Enescu, Germaine Tailleferre, George Gershwin und Aaron Copland.

Veranstaltungsort Jeweils am Montag (20 Uhr) im HUK-Foyer Bertelsdorfer Höhe
Eintritt frei für Mitglieder des "Verein", Gästekarten im Vorverkauf bei der Buchhandlung Riemann sowie an der Abendkasse. Bei freier Platzkapazität erhalten Schüler und Studenten freien Eintritt.

Kartenvorverkauf bei Riemann am Markt. Erstmals in dieser Saison ist aber auch eine Karten-Reservierung über die Homepage www.verein-coburg.de möglich.

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