Coburg
Baukulturwochen

Sanierung: Bürger bestimmen im Steinweg

Zum Auftakt der Planungen für die Steinwegsanierung möchte die Stadt ihre Bürger einbeziehen. Ein Veranstaltungsort soll ein besonderes Zeichen setzen.
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Der Steinweg war bereits im Jahr 1982 schon einmal Sanierungsgebiet. Foto: Simone Bastian
Der Steinweg war bereits im Jahr 1982 schon einmal Sanierungsgebiet. Foto: Simone Bastian
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Es dauert mitunter Jahre, ein Viertel oder gar eine Stadt zu sanieren. Oftmals fühlen sich die betroffenen Bürger bei der Planung zu wenig eingebunden. Mit den Coburger Baukulturwochen sollen sie aber die Chance bekommen, ihr Wohngebiet aktiv mitzugestalten. Den bundesweiten "Tag der Städtebauförderung" nahm die Wohnbau Stadt Coburg (WSCO) zum Anlass, zusammen mit der Hochschule Coburg ein Programm aufzustellen, bei dem die Bewohner mitwirken können, um die Steinwegvorstadt zu erneuern.

Zurzeit ist die Stadt in sechs Sanierungsgebiete aufgeteilt, erklärt Christian Meyer, Geschäftsführer der WSCO. "Es gelingt uns, Schritt für Schritt unsere schöne Stadt noch schöner zu machen", sagt er. Auf den "großen Wurf" hofft er indes im Steinweg, vor allem mit der Umgestaltung des Schlick-Areals (Steinweg 29).


Ein "augenfälliger Missstand"

Bis zum Startschuss der Baukulturwochen am 18. Mai soll das Gebäude für Veranstaltungen hergerichtet sein: "Das ist ein ganz wichtiges Signal", sagt er. "Wir sehen den Ort als Impuls für den gesamten Steinweg", ergänzt Mario Tvrtkovic , Professor an der Hochschule Coburg.

Dass das Schlick-Gebäude einen solch hohen Stellenwert hat, kommt nicht von Ungefähr. Schließlich zählt auch die Regierung von Oberfranken die "langjährige innerstädtische Brache zu den augenfälligsten städtebaulichen Missständen im Quartier", teilte Sprecher Oliver Hempfling mit.


Wöchentlicher "Stadtsalon"

Nun sollen dort in den kommenden Wochen mehrere Vorträge, Ausstellungen und Diskussionen zur Baukultur und Stadtentwicklung stattfinden. Tvrtkovic legt besonderen Wert auf den "Stadtsalon", bei dem jeden Mittwoch ab 19 Uhr über unterschiedliche Themen, wie etwa Wohnungsbau oder Mobilität, informiert und diskutiert wird.

Der wichtigste Termin ist gleichzeitig der Schlusspunkt der Reihe: In einer gesonderten Veranstaltung am 29. Juni, stellen sich die drei Coburger Bürgermeister den Anliegen, die ihre Bürger in den Wochen vorher eingebracht haben.


Plattform für alle Bürger

Ebenso legt Trvtkovic den Bewohnern den 19. Mai ans Herz, an dem die oberfränkische Regierung das Förderprogramm für die Sanierung der Steinwegvorstadt vorstellen wird. Dazu beginnen auch die sogenannten "vorbereitenden Untersuchungen", die letztendlich die Ziele der Stadtsanierung festlegen sollen.

Nach den Baukulturwochen will Meyer das Schlick-Gebäude aber weiterhin nutzen, denn es stehe voraussichtlich mindestens für die nächsten zwei bis drei Jahre zur Verfügung. Das bestätigte auch der Regierungssprecher. So möchte Tvrtkovic den "Stadtsalon" dort monatlich weiterführen: "Wir wollen hier eine Plattform bieten - nicht nur für das Fachpublikum, sondern für jeden Bewohner." Außerdem könne er sich vorstellen, die Räume für weitere Zwecke wie Seniorentreffs oder Bürgerversammlungen, zu nutzen.

Vom 18. Mai bis zum 29. Juni finden verschiedene Veranstaltungen der Coburger Baukulturwochen auch im Stadtpunkt Fugenlos und an der Hochschule Coburg statt.
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