Vereinsleben

Sammler- und Briefmarkenfreunden Neustadt diskutieren über ihre Zukunft

Die Jugend zeige kein Interesse, sich aktiv in einen Verein einzubringen, bedauerte Vorsitzender Grempel, bei der Hauptversammlung der Sammler- und Briefmarkenfreunde Neustadt.
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften (von links): Zweite Bürgermeisterin Elke Protzmann, Arno Fleischmann (15 Jahre), Manfred Springer, Klaus Scheler (beide 25 Jahre) und Vorsitzender Burkhard Grempel Foto: Manja von Nida
 
von MANJA VON NIDA
Wer daheim Sammlerschätze deponiert, deren Wert nicht kennt und sich fragt, ist es nun Kunst oder doch Krempel, für den lohnt sich ein Besuch bei den Neustadter Sammler- und Briefmarkenfreunden (SuB). Mehrmals im Jahr zeigen sie ihre Präsenz und organisieren Ausstellungen und Tauschbörsen.

Zur "Figuren- und Blechspielzeugbörse" im Herbst sei das Schätzen und Einordnen von Sammelschätzen bei Besuchern sehr gefragt gewesen, informierte Vorsitzender Burkhard Grempel bei der Hauptversammlung. Dieses Angebot wollen die SuB-Freunde Neustadt verstärkt ausbauen. Dazu gab es viel positive Resonanz.
In groben Zügen erinnerte Grempel an die Vereinsaktivitäten im letzten Jahr, bevor Zweite Bürgermeisterin Elke Protzmann (CSU) Mitglieder für ihre langjährige Treue würdigte. Manfred Springer und Klaus Scheler erhielten für ihre 25-jährige Mitgliedschaft Urkunden und Ehrennadeln. Arno Fleischmann bekam diese Auszeichnung für 15 Jahre. Riste Risteski und Gabi Zeitler wird diese für ihre 15-jährige Mitgliedschaft nachgereicht. "Langjährige Mitgliedschaften sind ein großes Plus für Vereine. Sie könnten Motivation für Jüngere sein, in einer Gemeinschaft etwas zu bewegen. Mit euren Aktivitäten zählt ihr zum festen Bestandteil im Stadtkalender", dankte Protzmann.

Von den 47 Mitgliedern werden 25 und ein Jugendlicher im Landesverband geführt, weitere 21 seien dem Verein unterstellt, informierte Burkhard Grempel.


Ausstellungen machen Mühe

Ausstellungsleiter Klaus Bauer berichtete von den Ausstellungen, die mit mühevoller Arbeit verbunden gewesen seien, und bedauerte, dass im neuen Post-Point keine Ausstellungen mehr möglich seien.

Figuren-Beirat Hans-Dieter Thein sagte, der Schwerpunkt bei der Figuren- und Blechspielzeugbörse habe wieder bei den Spielfiguren der Firmen Hausser-Elastolin, Lincol, Durso, Duro, verschiedenen DDR-Herstellern und anderen Produzenten gelegen. Am 30. Oktober sei die Börse unter gleichen Bedingungen vorgesehen.

Thein teilte noch mit, er werde sich als Figuren-Beirat zurückziehen. Und dann begann eine Diskussion um die Zukunft des Vereins. Die Jugend zeige kein Interesse, sich aktiv in einen Verein einzubringen, bedauerte Vorsitzender Grempel. "Die Kinder sind übersättigt. Sie können gar nicht begreifen, was das ist", fügte Manfred Schirner hinzu. Thorsten Kotschy schlug vor, Neustadt sollte exquisite Sammlungen wie die einmalige Weltmarke Hausser zum Erhalt archivieren. "Wenn Neustadt da kein Geld investiert, geht hier viel Kultur verloren. Das ist in Coburg katastrophal, das ist eine Schande. Wenn eine Stadt nichts unternimmt, verschwinden solche Sachen auf nimmer Wiedersehen", sagte Kotschy.
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