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Minister versteht Coburger Nöte

Mehr als das Wohlwollen des Ministers war nicht drin. Aber das kann schon eine ganze Menge wert sein, wenn die Stadt Coburg mit der Regierung von Oberfranken und der Obersten Baubehörde des Freistaats um Städtebaufördermittel verhandelt.
Coburgs OB Norbert Kastner, Verkehrsminister Peter Ramsauer und Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach (von links): Ramsauer besichtigte die Brandstelle Herrngasse und den Schlossplatz.
 

Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU), meist als Verkehrsminister bezeichnet, führte am Freitag nach der Einweihung der Rödentaler Ortsumgehung noch ein Gespräch im Coburger Rathaus. Mit am Tisch: der Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach (CSU), der den Termin organisiert hatte, Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD), Regierungspräsident Wilhelm Wenning und Willibald Fehn, Geschäftsführer der Coburger Wohnbau, die auch für die Stadtsanierung zuständig ist.
Problem der Stadt: Sie könnte sofort mehrere Anträge auf Städtebaufördermittel stellen. "Zehn Millionen Euro", sagte Hans Michelbach. Doch so viel Geld ist gar nicht im oberfränkischen Topf. Wie aber der Freistaat die Mittel auf die Regierungsbezirke verteilt und wie dann die Bezirksregierungen die Mittel weitergeben, muss dem Bundesminister egal sein. Aber immerhin wurde vereinbart, dass die Stadt mit Bezirk und Land sozusagen nachverhandeln kann.
Im Anschluss besichtigte Ramsauer kurz die Brandstelle in der Herrngasse. Die Schäden dort werden von den Versicherungen gedeckt - eine Zusatzhilfe ist hier nicht nötig. Dann führte der Spaziergang durch das Sanierungsgebiet Ketschenvorstadt (hierhin fließen derzeit die meisten Fördermittel). Ramsauer nutzte die Gelegenheit, beim Bieranstich des Coburger Vogelschießens dabei zu sein. Aber bis Mitternacht, so hatte er noch im Rathaus gescherzt, wolle er denn doch wieder zuhause im Chiemgau sein.

Mehr zum Thema Städtebaufördermittel in der Printausgabe des Coburger Tageblatts vom 28./29. August.

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