Weggang

Pfarrerehepaar Willmer verlässt in Etappen Coburg

Pfarrer Ulrich Willmer verlässt die Johanneskirchengemeinde, seine Frau, Pfarrerin Kerstin Willmer, folgt ihm ein Jahr später nach.
Pfarrer Ulrich Willmer verabschiedet sich am kommenden Sonntag aus der Johanneskirchengemeinde Hut/Wüstenahorn in Coburg. Foto: Martin Koch
 
von MARTIN KOCH
Die Johanneskirchengemeinde in den Coburger Stadtteilen Hut und Wüstenahorn nimmt am Sonntag, 25. September, Abschied von Pfarrer Ulrich Willmer. Der Gottesdienst beginnt um 17 Uhr in der Johanneskirche.
Es ist ein Abschied auf Raten. Bisher teilten sich das Pfarrer-Ehepaar Ulrich und Kerstin Willmer die Pfarrstelle an der Johanneskirche. Pfarrerin Kerstin Willmer bleibt der Gemeinde noch ein Jahr erhalten. Pfarrer Ulrich Willmer übernimmt im Oktober eine Pfarrstelle in der traditionsreichen Nürnberger Kirchengemeinde St. Johannis im gleichnamigen Stadtteil. Kerstin Willmer verlängert ihre Zeit in Coburg vor allem deshalb, weil Tochter Rahel 2017 noch ihr Abitur in Coburg machen will. Bis dahin sucht Kerstin Willmer freilich auch eine geeignete Pfarrstelle in oder um Nürnberg.


Pfarrer-Duo seit elf Jahren

Pfarrer Ulrich Willmer blickt schon mit etwas Wehmut auf die Zeit in der Johanneskirchengemeinde zurück. Seit elf Jahren ist das Ehepaar dort als Pfarrer-Duo tätig. Er freute sich über die vielen aktiven Gemeindeglieder: "Man ist hier kein Alleinkämpfer!" Er wünscht der Kirchengemeinde auf der Hut und in Wüstenahorn, dass sie ihre Aufgeschlossenheit bewahren möge.

Sehr positiv bewertet der scheidende Pfarrer die Aktivitäten rund um die "soziale Stadt Wüstenahorn" und sagt: "Ich freue mich, wenn es mit dem Bürgerhaus am Wolfgangsee vorangeht." Die soziale Stadt lebe vom Engagement vieler Menschen, dem Stadtteilarbeitskreis, den Vereinen, den Akteuren verschiedener Einrichtungen und der Wohnbau Stadt Coburg. "Dass die Wohnungen in der Fröbelstraße weiterhin bezahlbar sind, freut mich!", sagt er auch noch.


Gut entwickelt

Die beiden Kindertagesstätten Pfiffikus und Tausendfüßler hätten sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt, zieht er eine vorläufige Bilanz. "Es geht hier auch um Bildung und Zugang zu Bildung!" Gut gelungen sei auch das entstandene "Netzwerk evangelischer Kindertagesstätten", das inzwischen acht Kindergärten unter evangelischer Trägerschaft verbinde und Synergieeffekte möglich mache.

Mit Blick auf das spirituelle Leben der Pfarrei schätzt Ulrich Willmer das Feierabendmahl am Gründonnerstag, das die Gemeindeglieder zu einer kommunikativen Tischgemeinschaft vereine.
"Das ist der schönste Gottesdienst", sagt er. Verbundenheit komme auch in der Konfirmandenarbeit zum Ausdruck, wenn Jugendliche aus verschiedenen Schularten eine Gruppe bildeten.

Fest in guter Erinnerung wird Ulrich Willmer auch die 50-Jahr-Feier der 1964 eingeweihten Johanneskirche behalten. Da habe es Epochenabende zu verschiedenen Abschnitten der speziellen Johannes-Kirchengeschichte, ein Wiedersehen mit früheren Geistlichen, früheren Gemeindegliedern und Mitarbeitern gegeben.
"Die soziale Tradition ist da so richtig deutlich geworden", erinnert sich Pfarrer Willmer, "das war einfach schön!" Willmer lobt auch das gute Miteinander mit der Stadt Coburg, nicht nur bei den Aktivitäten rund um die "soziale Stadt Wüstenahorn". Immerhin ist der Dritte Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) Vorsitzender des Kirchenvorstandes Johanneskirche.

Die Amtseinführung von Pfarrer Ulrich Willmer in Nürnberg findet am Sonntag, 9. Oktober, um 10 Uhr in der dortigen Friedenskirche statt.
Newsletter kostenlos abonnieren





Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:
Benutzer     Passwort    

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.