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Neustadt hat eine flotte Flotte unter Spannung

Elektrofahrzeuge sind ein Mittel, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in der Mobilität zu überwinden. Gegen ganz banale Pannen, wie einen platten Reifen, sind aber auch sie nicht gewappnet. Diese Erfahrung hat Marco Höhn, Energieberater der Stadtwerke Neustadt, jetzt machen müssen.
Wenn Schwimmmeisterin Daniela Maier kurze Dienstwege zwischen Hallen- und Freibad zu erledigen hat, dann benutzt sie das Elektrofahrrad und ist von der elektrischen Unterstützung begeistert.
 

Auf der Dienstfahrt mit dem Elektrofahrrad vom Freibad zum SWN-Verwaltungsgebäude bleibt Marco Höhn mit einem Platten stehen - glücklicherweise in der Nähe von Zweirad Martin.
Die Stadtwerke Neustadt (SWN) verfügen über eine kleine Flotte an Elektromobilen: zwei E-Fahrräder, ein E-Roller und ein E-Auto. Kunden der Stadtwerke können die Elektrofahrzeuge kostenlos testen. Probefahrt termine können vereinbart werden unter der Telefonnummer 0   95   68/8   52   51.
"Häufig testen Ehefrauen das Elektrofahrrad, weil sie beim Radfahren ihrem Mann nicht mehr hinterherkommen", sagt Marco Höhn und grinst. Beim E-Fahrrad fallen die dickeren Radnaben auf. "Vorn drin ist der Motor, hinten die Schaltung", erklärt der Fachmann. Unterm Sattel ist die Batterie verstaut. Über Schalter am Lenkrad kann der Motor aktiviert werden, drei Leistungsstufen sind zuschaltbar. Schon bei der ersten spürt man die Motorunterstützung, und bei der dritten hat man das Gefühl, jeden Berg spielend bewältigen zu können.
Der Motor regelt bei 25 Stundenkilometern ab. Das Aufladen dauert eineinhalb Stunden, derzeit stehen in der Umgebung acht Ladestationen zur Verfügung. Mit einer Ladung schafft man rund 90 Kilometer. Mit einem Preis von 1600 Euro ist solch ein E-Fahrrad aber kein Schnäppchen.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis sieht beim E-Roller schon etwas günstiger aus. Er ist nur wenig teurer als ein konventioneller mit Benzinmotor. Er verfügt über zwei Batterien, eine im Fußbereich, die andere zusammen mit dem separaten Ladeteil unter der Sitzbank. Mit maximal 45 Stundenkilometern fährt man etwa 70 Kilometer weit. Dann ist zwei Stunden Laden angesagt. "Die Fahrleistungen sind gut", versichert Höhn.
Der Elektro-Citroën ist etwa doppelt so teuer wie ein baugleicher Nicht-Stromer. Dafür sind die Fahrtkosten mit drei Euro pro 100 Kilometer fast zu vernachlässigen. Eine Batterieladung reicht für bis zu 150 Kilometer. Im Winter verkürzt sich die Strecke, wenn Lüfter, Licht und Heizung eingeschaltet sind. "Wir haben unsere Elektrofahrzeuge seit über einem Jahr, und es gab keine Probleme", freut sich Marco Höhn. "Der einzige technische Defekt bisher war der platte Reifen am Fahrrad."

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