Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Atelierinitiative

Neues Kunstprojekt in Coburg: "OAse1"

Drei Coburger Künstlerinnen leben ein neues Kunstformat und wünschen sich spartenübergreifende Nachahmer in ganz Oberfranken. Vier Wochen lang öffnet jeweils mittwochs "OAsis1" in der Goethestraße.
Vera Schnitzer, Gitta Hofrichter und Kerstin Amend-Pohlig (von links) in ihrer Kunst-Oase. Fotos: Carolin Herrmann
 
Ein Ort der Erfrischung, der Erholung, der Ruhe und Gemeinschaft in sonst wüstem Land, das ist eine Oase. Eine künstlerische Oase haben gestern Abend drei umtriebige Coburger Künstlerinnen eröffnet, Kerstin Amend-Pohlig, Gitta Hofrichter und Vera Schnitzer.

"Kunst geht vor"

Draußen rauscht der Verkehr der Goethestraße vorbei, doch hier in den zwei kleinen Räumen des Ateliers von Kerstin Amend-Pohlig herrscht erstaunliche Ruhe. Hier haben die drei "ein neu es Kunstformat für Coburg" ausgerufen, genannt "OAse1". Hier sollen vier Wochen lang jeweils mittwochs Kunstgenuss, Begegnung, Performance ihre Wirkung tun. Von 18 bis 21 Uhr einfach reinkommen, Kunst und Künstler entdecken, jetzt unter dem Motto "Kunst geht vor".

Dann, wünschen sich die Ini tiatorinnen, könnten und sollten auch an anderen Orten in Coburg oder über den Berufsverband Bildender Künstler in Oberfranken Künstler möglichst der verschiedenen Sparten mit einander und mit der Öffentlichkeit in Kommunikation treten. Projekte, etwas Neues, etwas Lebendiges sollte entstehen, formuliert Kerstin Amend-Pohlig den Gedanken.

Unterschiedliche Formen und Stile

Wie jetzt in der Goethestraße, schräg gegenüber dem Parkhaus Zinkenwehr. Da hat die Kommunikationsdesignerin Amend-Pohlig ihre Malereien und Materialcollagen mediengrafisch weiterentwickelt zu großformatigen, leuchtenden Bildern aus schwungvollen Li nien und warm strahlenden Farben. Gitta Hofrichter wiederum, früher Lehrerin für technisches Zeichnen und Werken, experimentiert seit Jahren mit Materialien und Möglichkeiten. Das verdichtete Wort mag sie besonders.

Da hängt das Bild "Mona Lisa-Pralinés", in dem Kerstin Amend-Pohlig die geheimnisvolle Ausstrahlung des täglich tausendfach angestarrten Gemäldes im Louvre auf ihre Weise aufgefangen hat. Gitta Hofrichter hat dazu ein Gedicht verfasst. Geschrieben auf großer Tafel daneben, korrespondiert es über das eigene Medium hinweg. An den Abenden, an denen die OA se1 geöffnet ist, führt Gitta Hofrichter diese Beziehung weiter in kleiner Performance, Bewegung und Musik, jeweils zur vollen Stunde.

Lesbares und Unlesbares

Auch Kerstin Amend-Pohlig hat eine weitere kleine Aktion vorbereitet, symbolisch vermittelnd zwischen den Besuchern. Zudem darf man ihr im Nebenraum, dem eigentlichen Mal-Ort, in die vielen fertigen und unfertigen Bilder gucken.

Für einen Gegenpol sorgt Vera Schnitzer mit ihren Schriftbildern, vor Jahren entstanden aus Korrespondenzen, verschickten und verhinderten, unlesbar geworden auf großem Acrylbild, aber präsent.
Dem Bedürfnis nach Handlichem ist Vera Schnitzer mittlerweile mit ihren "Downgrades" nachgekommen, kleinen Unikaten in vielerlei Darstellungen, die nun auch ganz günstig zu erwerben sind.

Lesbares und Unlesbares also, schwungvoll Bewegtes, aber eingefangen im bildhaften Moment. - Dem "A und O dieses OAsen-Kunstprojektes" nachspüren dürfen alle auf lebendige Kunst Neugierige wieder am nächsten Mittwoch.

Die Initiative OAse1 - Ausstellung, Performance, Begegnung. Kunst- und Designatelier Amend-Pohlig in Coburg, Goethestraße 7 (schräg gegenüber zum Parkhaus Zinkenwehr), jeweils Mittwoch, 19. und 26. März sowie 2. April, 18 bis 21 Uhr.

Kerstin Amend-Pohlig ist in Coburg aufgewachsen, hat in München Kommunikationsdesign studiert, arbeitet als Me diendesignerin und freie Künstlerin in Coburg mit eigenem Atelier seit 1993.

Gitta Hofrichter in Coburg geboren, wohnt in Weitramsdorf, früher als Lehrerin für technisches Zeichnen und Werken tätig, hat schon immer gerne geschrieben. "Irgendwann kam das Bedürfnis, daraus etwas zu verarbeiten. Da hab ich halt ein Büchlein gemacht". Aus Lyrik, vor allem auch in Form des japanischen Haiku, Fotografie und Collage entstanden anmutige kleine Kunstwerke, etwa ihr Bändchen "augenblicklich".

Vera Schnitzer ist in Landshut aufgewachsen, hat Kunsterziehung in München studiert und kam 1990 in den Coburger Raum, wo sie seither als freischaffende Künstlerin arbeitet


noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.