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Region  // Coburg

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Museum lieber nach Coburg!

Teile des Deutschen Museums München sollen nach Nordbayern ausgelagert werden. Jetzt bringen Coburger als möglichen Standort das "Band der Wissenschaft" ins Gespräch.
Ein bisschen Coburg befindet sich bereits im Deutschen Museum - in Person des Unternehmers und Erfinders Andreas Flocken, der das erste Elektromobil baute. Nun gibt es die "einmalige Chance", Teile des Deutschen Museums dauerhaft nach Coburg zu holen. Foto: Deutsches Museum
 
Wenn Rupert Appeltshauser das Wort "Museum" hört, wird er hellhörig. Doch im aktuellen Fall reagiert der Vorsitzende der Initiative Stadtmuseum Coburg außerdem noch verärgert. Warum? Weil er der Meinung ist, dass Bayerns Finanz- und Heimamtminister Markus Söder (CSU) ein bisschen zu sehr an die eigene Heimatstadt Nürnberg denkt.
"Nach der Zusage der Bayerischen Staatsregierung für einen neuen Uni-Campus auf dem ehemaligen AEG-Gelände in Nürnberg plant Herr Söder nun
auch noch eine Dependenz des Deutschen Museums in seiner Heimatstadt", schreibt Rupert Appeltshauser in einer Presseerklärung. Und weiter: "Bei allem
Verständnis für seinen Lokalpatriotismus: Hier muss im Sinne der Ausgewogenheit auch über andere Standorte nachgedacht werden!" Denn Nürnberg und die Region seien mit dem Industriemuseum Lauf/ Pegnitz, dem Museum für Industriekultur im alten Tafelwerk und dem Verkehrsmuseum der DB in Nürnberg in dieser Hinsicht "schon bestens versorgt". Jetzt noch ein Ableger des Deutschen Museums München - "da ist es wirklich an der Zeit, auch in Nordfranken den Finger zu heben", ist Rupert Appeltshauser der Meinung. "Neue Anstöße für Kultur, Bildung und Wissenschaft sind dort nicht minder wichtig!"
Coburg würde für eine solche Einrichtung "ausgezeichnete Voraussetzungen" bieten, schreibt Appeltshauser in seiner Erklärung. "In Stadt und Region, das heißt auch unter Einschuss Thüringens, lassen sich wesentliche Kapitel der Geschichte des Handwerks, des Gewerbes, der Industrie beziehungsweise der technischen Innovation beispielhaft darstellen." Appeltshauser: "Denken wir dabei nur an die Geschichte der Metallverarbeitung, des Verkehrswesens, der Spielzeugindustrie, der Herstellung von Glas und Keramik oder an die zahlreichen Pionierleistungen auf dem Gebiet des Fahrzeugbaus, der Fliegerei, der Elektrotechnik oder alternativer Energien!" Im Deutschen Museum in München befinde sich schon ein Modell von Flockens erstem Elektroauto. Das Gebiet des ehemaligen Herzogtums Sachsen- Coburg und Gotha sei zudem eines der Zentren der Arbeiter- und Sozialbewegung im Deutschland des 19. Jahrhunderts gewesen.
Und Appeltshauser wird noch deutlicher: "Wenn das Museum und Herr Söder daran denken, Objekte nach Franken auszulagern, welcher bessere Ort als Coburg könnte sich denn bieten?" Im Bereich des alten Schlachthofes stehe im Rahmen des "Bandes der Wissenschaft" ein "hervorragend geeignetes Gelände" zur Verfügung. Allerdings dränge die Zeit, denn Konzeptentwürfe für die Verlagerung von Teilen des Deutschen Museums nach Nürnberg seien schon in Bearbeitung, so Appeltshauser. "Wenn Coburg die einmalige Chance für eine möglichst vielfältige Gestaltung des ,Bandes der Wissenschaft' nutzen will, ist Eile dringend geboten." ct


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