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Höchstspannungsleitung

Michelbach will Redwitzer Stromtrasse ertüchtigen

Der Coburger Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach schlägt vor, im Zuge der Energiewende die Trasse zwischen Redwitz und Remptendorf aufzustocken.
Wenn es nach dem Coburger Bundestagsabgeordneten Hans Michelbach geht, soll das Redwitzer Umspannwerk bald Ziel einer erweiterten Höchstspannungsleitung werden. Foto: Berthold Köhler
 
von BERTHOLD KÖHLER
Der Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach (CSU) hat sich in der Diskussion um den Bau zusätzlicher Stromtrassen mit einem Schreiben an Jochen Homann, den Präsidenten der Bundesnetzagentur gewandt.
Michelbachs Vorschlag: Sollte es tatsächlich notwendig sein, noch mehr Strom von Nord- nach Süddeutschland zu leiten, dann sollte dies mit der bereits bestehenden Höchstspannungstrasse zwischen Remptendorf und Redwitz geschehen. Sogar einen Titel für dieses Projekt hat Michelbach schon gefunden: P 44 mod. ONT. "ONT" - das müsse nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten heißen: "Ohne neue Trasse." Damit wäre die Aufstockung der "Frankenleitung" von Schalkau über Rödental, Dörfles-Esbach, Sonnefeld und Weidhausen zum Umspannwerk Redwitz vom Tisch.
"Viele Gespräche", berichtete Michelbach, habe er in den letzten Wochen mit Ministerien und Vertretern der Netzbetreiber geführt. Dabei sei ihm deutlich ge gemacht worden: "Die Leistung, die transportiert werden muss, ist bereits festgeschrieben." Dementsprechend zeigte sich Michelbach, wenn auch nicht begeistert, überzeugt davon, dass bei der Fortschreibung des Netzentwicklungsplanes im Frühjahr eine weitere Leitung zwischen Schalkau und dem Knotenpunkt bei Grafenrheinfeld im Landkreis Schweinfurt auftauchen wird: "Da verhandelt niemand mehr."
In P 44 mod. ONT sieht Michelbach die einzige Möglichkeit, weiteren Kahlschlag beim Bau einer neuen Trasse durchs Coburger Land zu verhindern. Deshalb schreibt Michelbach an Homann: "Ich bin überzeugt, dass diese günstige Alternative auch für Ihre Aufgabenstellung als Bundesnetzagentur auf jedem Fall besser ist, als lange Verzögerungen und Rechtsstreitigkeiten im Zuge neuer Planfeststellungsverfahren."
Marco Steiner (Freie Wähler), dem Rödentaler Bürgermeister, wäre es ohnehin lieber, wenn überhaupt keine neue Stromtrasse gebaut würde. Der jüngst bekannt gewordene Netzstresstest von Tennet bestärkt jedenfalls Steiner in seiner Einschätzung: "Tennet macht derzeit nicht den Eindruck, als ob es mit ganzem Herzen an P 44 hängt. Wo auch immer..." Da stimmt ihm Amtskollege Markus Mönch (parteilos) aus Weidhausen zu. Deshalb ist er über den Vorstoß von Michelbach auch nicht total glücklich. "Er hat etwas von Verschiebebahnhof", sagte Mönch. Sollte Redwitz-Remptendorf ausgebaut werden, treffe es halt andere Regionen stark - unter anderem anderem Lichtenfels. "Wir sollten dafür kämpfen, dass gar nichts kommt", fordert der Weidhäuser Bürgermeister deshalb.
Informationen unserer Zeitung zufolge gibt es auch beim Netzbetreiber Tennet Zweifel, ob der Bau einer weiteren Trasse dem (östlichen) Landkreis zuzumuten ist. Der Netzbetreiber überlegt deshalb angeblich, zumindest der Trasse P 44 mod. im kommenden Netzentwicklungsplan nicht mehr höchste Priorität einzuräumen. Wäre dies der Fall, könnten die Kommunen entlang der Trasse im Frühjahr aufatmen. bk

zum Thema "380kV-Trasse Coburg"

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