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Gedankenspiele von Michael Stoschek: So hätte sich Coburg entwickeln können!

In einer Glosse hatte Tageblatt-Redakteurin Simone Bastian über die mögliche Entwicklung in einem "Parallel-Coburg" geschrieben. Michael Stoschek nimmt dazu Stellung - mit einer eigenen Version, wie sich Coburg in den letzten Jahren hätte entwickeln können
Michael Stoschek Foto: Archiv/Barbara Herbst
 

Der Stoschek-Gastkommentar im Wortlaut:

"Bedauerlicherweise ist in der Realität und nicht im "Universum" die Coburger Stadtkasse inzwischen leer und auch den OB-Job möchte heute kaum jemand gerne machen.

Aber nun zum anderen Coburg: Weil der jugendliche Elan von OB Kastner bereits nach zwei Amtsperioden nachließ, wählten die Coburger Bürger im Jahre 2002 den früheren Rödentaler Bürgermeister Gerhard Preß zum Stadtoberhaupt. Seine exzellenten Verbindungen zur bayerischen Staatsregierung und zur Wirtschaft nutzt er, um neue Akzente in der Coburger Politik zu setzen: Anstelle der Ausgaben für Sport, Spaß und Unterhaltung werden die Stadtfinanzen unter dem neuen Stadtoberhaupt für Zukunftsinvestitionen, das heißt für Wirtschaftswachstum, für neue Arbeitsplätze und für die Stärkung der Innenstadt eingesetzt.

Preß akzeptiert das Bürgerbegehren gegen die Handelsansiedlung auf der Lauterer Höhe ebenso wie zum Neuen Innenstadtkonzept. Weil die Kaufkraft nicht aus der Stadt abgezogen wurde, gibt es ein pulsierendes Leben im Stadtzentrum und keine leer stehenden Immobilien. Ein breit gefächerter Einzelhandel, inklusive der Lebensmittelversorgung, macht die Innenstadt für Jung und Alt attraktiv und bewohnbar.

Durch eine Garage unter dem Schlossplatz gelangen die Besucher auch im Winter trockenen Fußes in das Landestheater. Das Theater ist gut frequentiert und benötigt weniger Mittel der Stadtkasse. Die Schlossplatzgarage fördert darüber hinaus Handel und Gastronomie im Stadtzentrum, natürlich ist sie privat finanziert.

Die Multifunktionshalle am Anger und das neue Kongresshotel im Rosengarten sind die moderne Attraktion in der ansonsten kultur- und geschichtsträchtigen Stadt. Durch die Mehrfachnutzung für Sport-, Musikveranstaltungen, Betriebsversammlungen, Tagungen und Ausstellungen ist sie genauso wirtschaftlich wie die Arena in der Nachbarstadt Bamberg. Zu Bamberg hält Coburg übrigens rege wirtschaftliche und kulturelle Kontakte zum beiderseitigen Nutzen.


Mehrere Hundert Arbeitsplätze geschaffen
Das neue Veranstaltungszen trum am Anger hat durch die Kaufkraft seiner regionalen und überregionalen Besucher mehrere Hundert Arbeitsplätze geschaffen.

Die mit dem Neuen Innenstadtkonzept verbundene Schulsporthalle hat längst die marode Angerturnhalle ersetzt. Durch die neue Gestaltung von Anger und Rosengarten, die Ketschenvorstadt mit renovierten und bewohnten Häusern und den neu gestalteten Albertsplatz ist bis zum Markt- und Theaterplatz ein städtebauliches Kleinod entstanden. Tagungsteilnehmer, die das erste Mal Coburg besuchen, kehren mit ihren Familien als Touristen zurück. Natürlich hat das neue Hotel den Tourismus stark belebt.

Zwischen der IHK und der Stadtspitze bestehen enge fachliche und persönliche Beziehungen. So hat die Stadt den Vorschlag des IHK-Präsidenten aufgenommen, Coburg nicht nur als Wirtschafts- und Kulturstandort mit guten Verkehrsverbindungen bei Straße, Schiene und Luftverkehr zu vermarkten. Zwischen den drei Bädern Rodach, Colberg und Staffelstein und einer neuen Abteilung des Klinikums wurde ein Konzept entwickelt, welches hinsichtlich modernster Gesundheitsvorsorge in Verbindung mit einem hochwertigen kulturellen Angebot bundesweit einmalig ist.

Aufgrund der beschriebenen positiven Gesamtentwicklung der Stadt Coburg unter OB Gerhard Preß bemerkt auch die Landkreisbevölkerung die Vorteile guter Beziehungen nach München und wählt Jürgen W. Heike zum Landrat. Die jahrzehntelangen Differenzen zwischen der Stadt und dem Landkreis gehören der Vergangenheit an, dafür gibt es durch eine sinnvolle Arbeitsteilung zwischen Stadt und Landkreis eine echte
win-win-Situation.

Schließlich sind die städtischen Finanzen stabil, nachdem alle Firmen wegen der Attraktivität des Standorts in neue Arbeitsplätze investieren.

Coburg - eine lebens- und liebenswerte Stadt."


Zur Person
Michael Stoschek ist Vorsitzender der Brose-Gesellschafterversammlung und war einst Mitinitiator des neuen Innenstadtkonzepts, das eine umfassende Stadtumgestaltung bedeutet hätte. Diesen Gastkommentar hat er als Privatperson verfasst.


Coburg - eine lebens- und liebenswerte Stadt.


Michael Stoschek
Brose-Gesellschafter


Kommentare

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  • community  Egon12 Diesen Post kommentierenkommentieren

    Herr SMan kennt ja den H. S.
    und dies passt zu ihm - mal sehn wie lange es noch mit BBaskets gut geht

    (1)
  • community  Ulfbert Diesen Post kommentierenkommentieren

    ZurSituation in Coburg speziell kann ich nichts sagen.

    Mich würde allerdings schon interessieren, wieso keiner der angeblichen Herren mit "exzellenten Beziehungen zur bayerischen Staatsregierung" diese dazu nutzt, dass die systematische Gehirnwäsche der Bevölkerung durch das Haus der bayerischen Geschichte, durch die Bezirksheimatpfleger und den bayerischen Heimatverein unterbunden wird.

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  • community  billy1 Diesen Post kommentierenkommentieren

    Oberbürgermeister StoschekHerr Stoschek soll den neuen Oberbürgermeister machen. Da kann er einiges aus der freien Wirtschaft einbringen. Das OB-Gehalt kann er der Stadt spenden, weil er dieses "Trinkgeld" nicht braucht. Politik und Wirtschaft sind dann eins. Davon können nur alle profitieren.

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  • community  eggileinchen Diesen Post kommentierenkommentieren

    Gott bewahre,bloß das nicht. So viel sinnfreien Blödsinn in einem Artikel habe ich noch nie gelesen. Dieser Stoschek konnte sich gegen unseren OB nie durchsetzen und das trägt er ihm wahrscheinlich ewig nach. Schlechter Verlierer!

    (0)
  • community  straf11raum77 Diesen Post kommentierenkommentieren

    Und außerdeemUnd außerdem sollte C.L. noch Bundeskanzlerin werden, sowieso alle Parteien außer der CSU verboten werden, Coburg außerdem in Brose-City umbenannt und die Veste abgerissen, damit endlich die Brandensteinsebene als Superflugplatz genutzt werden kann.

    Ehrlich, von so einem wirklich unbestrittenen sehr guten Unternehmer hätte man schon ein klein bisschen mehr Geist erwarten dürfen. Dieser Mann wird sein Leben lang seinen fast schon blindwütigen Hass auf Kastner und allen Coburgern die nicht mit der CSU sympathisieren einfach nicht mehr los, oder hat er vielleicht das Datum (01.04..) verwechselt?

    (2)
  • community  Doc-Holiday Diesen Post kommentierenkommentieren

    So nicht ganz richtigDas ist eine persönliche Sache zwischen Stoschek und Kastner. Dabei geht es um eine Frau. Mit CSU etc. hat das nichts zu tun. Mit dem Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD!!!) kann er ja auch...

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  • community  eggileinchen Diesen Post kommentierenkommentieren

    Diese Geschichteist so alt wie Methusalem und nicht mehr relevant.

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  • community  Melvin Diesen Post kommentierenkommentieren

    Preß? Das kann doch nicht der Ernst von Herrn Stoschek sein!> Gute Kontakte zur Staatsregierung und Wirtschaft:
    Haben diese guten Kontakte Goebel oder Zapf irgendwie voran gebracht?
    Das einzige dauerhafte was Preß hinterlässt ist eine vollkommen überdimensionierte Ortsumgehung von Rödental. Schön für alle Coburger und Neustadter, da braucht man sich das Elend in Rödental nicht mehr ansehen.

    > gegen die Handelsansiedlung auf der Lauterer Höhe...
    Preß hat die "grüne Wiese" doch praktisch erfunden! Angefangen mit Mediamarkt, Aldi, Toyfactory, Adler, Dehner... fortgesetzt mit Admira Center und noch mehr Supermärkten. Nicht irgendwo im Zentrum von Rödental, wo es die eigenen Bürger einfach erreichen können, sondern am Ortsrand, damit es die Coburger nicht all zu weit haben.

    > Das Theater ist gut frequentiert und benötigt weniger Mittel der Stadtkasse.
    Das Coburger Landestheater ist im Vergleich mit ähnlichen Theatern eigentlich gut besucht. Und kaum eines der Theater, die ich kenne hat einen kostenlosen Parkplatz für alle Besucher direkt vor der Tür. Keine 50 Meter zu laufen!
    Wie viele zusätzliche Besucher soll da eine Tiefgarage bringen? Wieviel Geld spart das der Stadt- und Landeskasse? Schließlich teilen sich Coburg und Bayern die Kosten. Und wieviel kostet im Gegenzug die Tiefgarage? Und wie viel zahlen die Bürger drauf, weil alle Parkhäuser die Gebühren erhöhen, um die Wirtschaftlichkeit für die Tiefgarage zu erreichen?
    > natürlich ist sie (Die Schlossplatzgarage) privat finanziert.
    Warum hat sie dann noch niemand gebaut? Ich dachte so funktioniert Marktwirtschaft? Wenn ein Markt da ist, wird ihn auch jemand bedienen.

    > Die Multifunktionshalle am Anger und das neue Kongresshotel im Rosengarten sind die moderne Attraktion...
    Siehe Schlossplatztiefgarage Abschnitt Marktwirtschaft. Deutschland ist voll mit nicht ausgelasteten Kongresshotels in mittelgroßen Städten. Das Kongresshotel wird nur einen Investor finden, wenn Firmen wie Brose eine Abnahmegaratie für Räume geben

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  • community  Maedels Diesen Post kommentierenkommentieren

    Preß?Herzlichen Glückwunsch zu diesem Kommentar! Den sollte jeder lesen!

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  • Handelsansiedlung auf der Lauterer Höhe......Fakt ist, den Mediamarkt wollte man in Coburg gar nicht haben. Die Coburger Elektronik-Händler sind seinerzeit Sturm gelaufen gegen eine Ansiedlung in Coburg.
    Im Zentrum von Rödental gibt es sehr wohl Supermärkte: EDEKA, Tegut, Lidl,REWE und Norma.
    Eine Ortsumgehung ist für die Anwohner in Rödental sehr wohl sinnvoll, bei ca. 30- 35.000 Fahrzeuge am Tag bevor es die Umgehung gab.
    Gegen unternehmerische Fehlleistungen oder verschwindende Märkte kann auch ein Bürgermeister nichts.
    Man sollte sich mit den Fakten vertraut machen bevor man etwas unsinnig kommentiert.
    Der Rest sind Coburger Befindlichkeiten.

    (3)

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