Innovation

Lob für Biokraftstoff "Made in Coburg"

Das Projekt Diesel R33 stieß auf der Grünen Woche in Berlin auf großes Interesse.
Großes Interesse gab es bei der Grünen Woche am innovativen Biokraftstoff Diesel R33 aus Coburg.  Foto: Messe Berlin
 
Seit August läuft in Coburg das Projekt Diesel R33, bei dem das Technologietransferzentrum Automotive der Hochschule Coburg (TAC) einen neuen Biokraftstoff testet. Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin stieß die Idee jetzt auf großes Interesse.

Insgesamt 410 000 Besucher strömten bei der Grünen Woche, der weltgrößten Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau, durch die Hallen des Berliner Messegeländes. Als Aussteller mit dabei war auch das große Forschungsprojekt Diesel R33 des Technologietransferzentrums Automotive der Hochschule Coburg. Der neue Biokraftstoff wird seit August in einem breit angelegten Kooperationsprojekt mit einer Flotte aus 280 Fahrzeugen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Nutzungsart getestet. An dem Projekt sind Fahrzeuge von Hochschule, CEB, SÜC, HUK-Coburg, Lasco, Autohaus Bender und OVB beteiligt.

Das Forschungsprojekt des TAC präsentierte sich auf der Grünen Woche in Berlin im Rahmen der Fachschau nature.tec. "Es ist schön, wie positiv die Leute reagiert haben", erzählt Doktorandin Kristin Götz, die das TAC in Berlin vertreten hat. Besucher konnten sich über die technische Leistungsfähigkeit und die Zusammensetzung des Biokraftstoffs informieren. Diesel R 33 enthält eine Mischung aus 7 Prozent Biodiesel - hergestellt aus oberfränkischem Altspeiseöl und 26 Prozent hydriertem Pflanzenöl. Ganz besonderen Wert legen die Forscher des TAC auf die Umweltverträglichkeit des neuen Kraftstoffs. So untersuchen sie dessen Nachhaltigkeit und setzen Rohstoffe ein, die nicht die Nahrungsmittelpreise in die Höhe treiben. Ein Fahrzeug der Testflotte fährt zum Beispiel mit hydriertem Algenöl.

Am Messestand machten auch viele Politiker Halt, wie etwa Rita Schwarzelühr-Sutter, Staatssekretärin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Sie lobte: "Das ist die Zukunft!" Ihre Kollegin Maria Flachsbarth aus dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft zeigte ebenfalls großes Interesse an den Erfahrungen mit Diesel R33. ct

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