Fussball-Bayernliga Nord

Lange Gesichter in Frohnlach

Der VfL kassierte die höchste Punktspielpleite in seiner Vereinsgeschichte. Beim 0:8 gegen Viktoria Aschaffenburg mussten viele Stammspieler ersetzt werden.
Die Mienen sprechen Bände: Ratlosigkeit herrschte beim VfL Frohnlach nach dem 0:8-Debakel am Samstag gegen Viktoria Aschaffenburg. Dass es eine schwere Saison in der Fußball-Bayernliga werden würde, war jedem klar, auch dem Sportlichen Leiter Michael Werner. Fotos: Heinrich Weiß
 
"Selbst in Bestbesetzung ist es für uns in dieser Saison bereits schwierig zu punkten, was jedoch keinesfalls leichter wird, wenn uns gleich acht oder neun potenzielle Stammspieler fehlen", sah VfL-Cheftrainer Oliver Müller einen Grund für die deftige 0:8-Heimpleite im Duell mit der nach einem kürzlichen Trainerwechsel wiedererstarkten Viktoria aus Aschaffenburg in der eigenen Personalmisere begründet.
Einen besseren Einstand für sein bayerisches Trainerdebüt hätte sich der neue Coach auf der Bank des letztjährigen Viertligisten, Jochen Seitz, dagegen wohl nicht vorstellen können.
War es doch in der 6. Spielminute bereits Jonas Fritsch, der von Björn Schnitzer mutterseelenallein auf Rechtsaußen bedient, für die frühe Führung zu Gunsten der Gäste sorgte - der Anfang eines Debakels, wie es der VfL Frohnlach wohl noch nie erlebte.
Wenn die Kicker vom Schönbusch ernst machten, brannte es sofort lichterloh in der zumeist überforderten Hintermannschaft der Hausherren, die sich gegen die insgesamt wenig geforderte SV-Abwehr offensiv dagegen zumeist auf verlorenen Posten befanden. Ohne etatmäßige Angreifer konnten die Gastgeber so kaum für eigene Entlastung sorgen, woran auch die von Müller zur Pause vorgenommenen Umstellungen nur wenig änderten.


Nicht einmal das Ehrentor

Während sich auf Seiten der Einheimischen im Laufe der Begegnung nicht nur auf den Rängen die ersten Anzeichen von Resignation breitmachten, feuerten sich die Seitz-Schützlinge weiterhin energisch an. Resultat dieser gegenseitigen Unterstützung waren Treffer am Fließband. Unterbrochen worden wäre diese Serie beinahe von Maximilian Pfadenhauer, der sich zumindest einmal dem Ehrentreffer zaghaft annäherte (73.), ehe der glänzend aufgelegte Daniele Toch den aus VfL-Sicht bitteren Schlusspunkt markierte (85.).
"Diese herbe Klatsche zu verdauen wird schon ein bisschen dauern", vermisste dabei allerdings nicht allein Müller die ganz große Gegenwehr bei seinen quantitativ dezimierten und qualitativ limitierten Youngstern. Dieses Spiel wird in der kommenden Trainingswoche sicherlich Thema sein, wobei der 48-jährige Pädagoge schon unmittelbar nach Abpfiff unmissverständlich klarmachte: "Ich kann nur hoffen, dass es sich bei diesem Auftritt heute um eine Eintagsfliege handelte"!


VfL Frohnlach - SV Viktoria Aschaffenburg 0:8 (0:2)

VfL Frohnlach: Edemodu - Kühn, Pfadenhauer, Hartmann, Rebhan, Lauerbach (ab 51. Autsch), Fischer, Scheler, Alles, Weinreich, Göhring (ab 80. J. Werner).
Trainer: Oliver Müller.

SV Viktoria Aschaffenburg: Neuberger - Galm, Schnitzer, Toch, Wittke, Schmidt, Kallina, Fritsch (ab 70. Koukalias), Cheron, Trippel (ab 77. Traut), Häuser (ab 67. Aydin).
Trainer: Jochen Seitz.
SR: Söllner (Schonungen).
Tore: 0:1 Fritsch (6.), 0:2 Schnitzer (30.), 0:3 Fritsch (50.), 0:4 Toch (58.), 0:5 Aydin (70.), 0:6 Koukalias (75.), 0:7 Koukalias (78.), 0:8 Toch (85.).
Zuschauer: 125.

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