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Melchior-Franck-Kreis mit Liebesliedern als alter Zeit

Musik aus alter Zeit erklingt am Sonntag bei einer Matinee im Riesensaal von Schloss Ehrenburg. "Wie gern wär ich bei dir" lautet das Motto des Programms mit dem Melchior-Franck-Kreis unter Leitung von Knut Gramß. Mitveranstalter ist die Kulturabteilung der Stadt Coburg.
Dieser Gedenkstein am Rande des Schlossplatzes erinnert an den ehemaligen Coburger Hofkapellmeister Melchior Franck. Sein Schaffen steht im Mittelpunkt einer Matinee mit dem Melchior-Franck-Kreis im Riesensaal der Ehrenburg. Beginn: 11 Uhr.Foto: Archiv / Jochen Berger
 

Melchior Franck, um 1580 in Zittau geboren und 1639 in Coburg gestorben, war deutscher Komponist an der Stilwende von der Spätrenaissance zum Frühbarock. 1603 trat er im Dienste des Herzogs Johann Casimirs die Stelle des Hofkapellmeisters an, die er bis zum seinem Lebensende innehatte. Das Ensemble wurde 1964 gegründet und besteht derzeit aus 23 Mitgliedern, die die Werke alter Musik in originaler Spielweise und mit historischen Instrumenten authentisch aufführen. Gespielt werden neben den Werken Francks auch Werke von Francks Zeitgenossen.


Früheste Zeugnisse deutscher Liebeslyrik



Eröffnet wird das Konzert von den beiden frühesten Zeugnissen deutscher Liebeslyrik: "Du bist min, ich bin din" und "Kume, kum Geselle min" aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Weiter geht es mit französischen Chansons von Orlando di Lasso "Bonjour, mon coeur" und "Je l'aime bien", dem deutschen Lied der Lutherzeit, "Ach Elslein, liebes Elselein, wie gern wär ich bei dir", und italienischen Liebesliedern von Claudio Monteverdi "Si, ch'io vorrei morire" und "Sfogava con le stelle".


"Geistliche Gesäng und Melodeyen"



Aus der Sammlung "Geistlicher Gesäng und Melodeyen" (Coburg 1608) des Coburger Hofkapellmeisters Melchior Franck werden zwei Hohelied-Motetten gespielt und von Jacob Meiland "Wie eine Rose unter den Dornen".
Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf beim Coburger Tageblatt (Hindenburgstraße 3a), Restkarten an der Tageskasse.

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