Verdacht

Preisabsprachen: Kartellvorwürfe gegen Brose

Der Autozulieferer ist angeblich ins Visier der Wettbewerbshüter geraten. Er soll mit anderen Firmen illegal Preise abgesprochen haben.
Foto: Jochen Berger
 
von MATTHIAS LITZLFELDER
Gegen den Autozulieferer Brose soll es Ermittlungen der EU-Wettbewerbsdirektion und des US-Justizministeriums wegen illegaler Preisabsprachen gegeben haben. Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge werfen die Wettbewerbshüter Brose vor, mit anderen Zulieferern die Preise für Türschlösser abgesprochen zu haben. Zu den Geschädigten dieser Absprachen zähle demnach unter anderem der US-Autokonzern General Motors.


EU-Kommission hält sich bedeckt

Laut "Bild am Sonntag" soll auch schon eine Durchsuchung zur Sicherung von Beweismitteln beim fränkischen Autozulieferer stattgefunden haben. Brose-Sprecher Peter Lehnert wollte sich auf Anfrage zu dem Thema nicht äußern. Auch ein Sprecher der EU-Kommission hielt sich bedeckt: "Es gibt verschiedene Verfahren gegen Autozulieferer. Die sind noch nicht abgeschlossen. Ich kann so eine Meldung weder bestätigen noch dementieren." Im Übrigen nenne die Behörde während des Verfahrens grundsätzlich keine Firmennamen.


Leoni musste schon zahlen

Die Wettbewerbshüter haben schon vor einigen Jahren damit begonnen, gegen mögliche Kartelle in der Automobilindustrie vorzugehen. Anfang 2010 war der Nürnberger Autozulieferer Leoni ins Visier der Ermittler geraten. Mitte 2013 verhängte die EU gegen das Unternehmen ein Bußgeld. Leoni musste 1,38 Millionen Euro Strafe zahlen.
Brose beschäftigt weltweit inzwischen rund 24 000 Mitarbeiter. An den fränkischen Standorten Coburg, Hallstadt, Bamberg und Würzburg sind es mehr als 7000 Menschen.
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