Coburg
Vereinsgründung

In die Coburger Wirtschaft soll die Digitalisierung einziehen

Ein breites Netzwerk aus Firmen, Start-ups, Hochschule, Stadt und Landkreis Coburg sowie IHK fördert die Wirtschaft bei der Digitalisierung.
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Symbolfoto: vege/fotolia.com
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27 Unternehmen aus Stadt und Landkreis Coburg, Industrie- und Handelskammer, Hochschule sowie der Landkreis und die Stadt Coburg haben am Montag den Verein Zukunft.Coburg.Digital gegründet. Der Verein steht der gleichnamigen GmbH zur Seite, beide begleiten und fördern den Weg der Coburger Wirtschaft in die digitale Zukunft. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde der 35-jährige Philipp Steinberger gewählt. Er ist Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Rödentaler Firma Wöhner GmbH & Co. KG Elektrotechnische Systeme.

"Es wäre der größte Fehler, sich in der digitalen Welt abzuschotten", sagte Steinberger nach seiner Wahl im Bildungszentrum der IHK. Die Digitalisierung schreite in allen Bereichen des Lebens immer schneller voran. "Dies eröffnet den Unternehmen neue Geschäftsfelder, gleichzeitig können aber etablierte Geschäftsmodelle unter erhöhten Anpassungsdruck geraten", skizzierte IHK-Präsident Friedrich Herdan die Situation. Um Chancen der Digitalisierung zügig zu nutzen, hat sich mit der Initiative "Zukunft.Coburg.Digital" ein Netzwerk etabliert. Die im April 2017 gegründete Zukunft.Coburg.Digital GmbH hat die Aufgabe, das Netzwerk operativ zu managen, Projekte im engen Schulterschluss mit Unternehmern umzusetzen und die Budgetverantwortung gegenüber dem bayerischen Wirtschaftsministerium als Fördermittelgeber zu tragen. Der jetzt gegründete Verein ist für die Kofinanzierung aus privaten Mitteln zuständig.


Anteil an Förderung

Die Vernetzung über die Region hinaus wird durch eine vorübergehende Partnerschaft mit dem Digitalen Gründerzentrum Bamberg gestärkt. Das Coburger Netzwerk hat so Anteil an den Fördermitteln für das Digitale Gründerzentrum und erhält bis zu 550.000 Euro im Zeitraum 2017 bis 2023. Der Verein finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge der Unternehmen und Wirtschaftskammern und stellt damit die Drittmittel für vom Freistaat geförderte Netzwerkaktivitäten sicher.

Mit den finanziellen Zusagen von Stadt und Landkreis (für 2017 jeweils circa 70.000 Euro), den Unternehmerbeiträgen (insgesamt 102.000 Euro) sowie Fördermitteln (100.000 Euro) und weiteren Erträgen (17.000 Euro) stehen im ersten Jahr bis zu 359.000 Euro zur Verfügung.

Nach den Worten von Philipp Steinberger "ist die digitale Transformation eine der bedeutendsten Herausforderungen für Unternehmen, unabhängig von Branche, Unternehmensgröße und Marktsegment". Zukunft.Coburg.Digital solle die Erfahrung der etablierten Unternehmen mit der Geschwindigkeit und der Kreativität von Start-ups zusammenbringen, ein Netzwerk bieten und mit zielgerichteten Projekten bei der digitalen Transformation unterstützen. Dabei werden digitales Wissen zur Lösung innerbetrieblicher Aufgaben vermittelt und Mitarbeiter qualifiziert und das eigene Geschäftsmodell mit Blick auf die Digitalisierung überprüft. "Deutschland hinkt aktuell der Umsetzung hinterher und vergibt dabei wichtige Zukunftschancen", ist sich Philipp Steinberger sicher.
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