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Region  // Coburg

Tradition

In der Ruhe liegt der Treffer - beim Anschießen der Wildenheider Schützen

Mit dem Anschießen an drei Tagen ist die Schützengesellschaft Waldfriedensee Wildenheid jetzt in das neue Schützenjahr gestartet.
Sportschützin Birgit Resch genießt die Stunde für sich mit Stille und Konzentration. Foto: Manja von Nida
 
von MANJA VON NIDA
50 Schuss hat jeder Aktive fürs Anschießen, jeder Treffer davon könnte der Königsschuss werden. "Wenn der neue König ausgerufen wird, ist das der Höhepunkt in unserem Vereinsleben. Das ist immer sehr schön feierlich, mit einer Königstafel", freut sich Birgit Resch schon auf den kommenden Samstag bei der Schützengesellschaft (SG) Waldfriedensee in Wildenheid. Die Sportschützin steht am Schießstand im Schützenhaus und präpariert sorgfältig das Luftgewehr. Auf der Zuganlage saust die Schießscheibe in die Position. Aus zehn Metern Entfernung wird an den automatischen Zugständen geschossen. Sechs weitere Sportschützen tun das gleiche, auch mit dem Luftgewehr. Nur Patrick Moreddu hält eine Luftpistole in seiner Hand und zielt. Mucksmäuschenstill ist es, absolute Ruhe, alle sind hochkonzentriert. Die Stille wird nur von "Psch-Psch"-Geräuschen unterbrochen, wenn die Patronen die Zielscheiben treffen.


Über den Nachbarn zum Schießen gekommen

Als 15-Jährige hatte Birgit Resch den Schießsport für sich entdeckt, durch ihren Nachbarn Edgar Reißenweber. Das war vor über 30 Jahren. "Damals war der Edgar Schützenkönig und meinte, wir jungen Leute könnten doch feiern und sollten unbedingt zum Feiern mitkommen. Das haben wir uns damals doch nicht zweimal sagen lassen. So bin ich zum Schießsport gekommen. Es hatte mir richtig Spaß gemacht und das ist bis heute so", ist Birgit Resch noch immer fasziniert. Als Jugendliche trainierte sie in der Jugendklasse. Bereits nach zwei Jahren wurde ihr Eifer mit der Jungschützenköniginnen-Würde gekürt. In der Erwachsenenklasse strahlte sie auch schon zweimal als Schützenregentin. "Das macht das viele Training", verrät sie. Der Schießsport fasziniere sie nicht nur, er bereichere sie sogar und fühle sich wie Autogenes Training und Yoga zugleich an: "Diese Ruhe dabei gefällt mir, ich muss abschalten und mich konzentrieren. Ich kann mich einfach entspannen, bin eine ganze Stunde für mich allein, keiner spricht mich an und niemand will was von mir. Das ist ein wertvolles Gefühl."
Am Schießstand ist jeder für sich. Umso mehr schätzt Resch die Vereinsgeselligkeit. "Diesen Zusammenhalt genieße ich dann und die sich daraus entwickelnden Freundschaften geben mir sehr viel".


Pistolenschütze Patrick Moreddu war schon Schützenkönig

Pistolenschütze Patrick Moreddu kann in diesem Jahr kein Schützenkönig werden, denn diese Würde hatte er bereits vorletztes Jahr. Da sind die nächsten drei Jahre für ihn gesperrt, so lauten die Regeln. Doch letztes Jahr war er Vizekönig an der Seite von Königin Alexandra Korzyk. Durch seinen Onkel Stefan Knauer kam Patrick als 14-Jähriger vor zehn Jahren zum Schießsport. Die Eltern wussten ihren Patrick im jugendlichen Alter bei den Sportschützen gut aufgehoben. Selbst nach zehn Jahren ist der junge Mann voller Begeisterung dabei. "Mir gefällt das Gesellschaftliche hier und natürlich das Sportliche." "Selbst die ausgeflipptesten Typen werden bei uns ganz ruhig", sagt Übungsleiter Alexander Schramm. "Da ist richtiger Respekt davor, weil man mit der geladenen Waffe richtig umgehen muss. Das ist schließlich kein Spielzeug und da werden viele schon ganz ruhig", gibt Schramm seine Erfahrung wieder. Gemeinsam mit Stefan Gerrischen nimmt Schramm die Jungen unter seine Fittiche. Beim Schießsport werden Meisterschaften ausgetragen, es gibt Rundenwettkämpfe in verschiedenen Gau-Klassen sowie in der Oberliga.

Zu Pfingsten feiern die Wildenheider Schützen ihr Schützenfest. "Wir sind die Einzigen in Neustadt, die noch einen Schützenumzug machen, wenn auch in kleinerem Rahmen. Damit möchten wir uns in der Öffentlichkeit auch präsentieren", erzählt Birgit Resch.
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