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Region  // Coburg

Energie

In Coburg steigen die Strompreise

Die SÜC nehmen auch eine Neustrukturierung der Doppeltarifmessung vor.
Symbolfoto Foto: dpa
 
Früher galt die Faustformel: Nachts ist Strom billiger als am Tag. Viele Haushalte haben sich deshalb für eine sogenannte Doppeltarifmessung entschieden, um von diesem Unterschied profitieren zu können. Doch nicht zuletzt die Energiewende hat die Rahmenbedingungen auf dem Strommarkt völlig verändert. Auch die Städtischen Werke Coburg (SÜC) sehen sich deshalb zu einer "Tarifanpassung" gezwungen und kündigen zugleich eine Neustrukturierung der Doppeltarifmessung an.


Etwa 3000 Kunden betroffen

Wie die SÜC mitteilen, werden von dieser Umstrukturierung etwa 3000 Kunden - das entspricht sieben Prozent - betroffen sein. Vornehmlich solche, die mit Strom heizen. Alle betroffenen Kunden werden jetzt angeschrieben und würden auf Wunsch eine "umfassende Beratung" erhalten.

Ab dem 1. April 2017 wird es bei der SÜC eine Preisstaffelung bei der Doppeltarifmessung geben: Je mehr Strom für den niedrigeren Nachttarif bezogen wird, umso geringer wird die Differenz zum höheren Tagestarif. "Wir beschaffen Nachtstrom kaum günstiger als Tagstrom", erklärt SÜC-Geschäftsführer Wilhelm Austen, "also können wir ihn auch nicht mehr pauschal günstiger an unsere Kunden abgeben. Außerdem müssen wir den seit Januar 2017 erneut stark gestiegenen Steuern, Umlagen und Netznutzungsentgelten Rechnung tragen." Zur weiteren Erklärung der Preiserhöhung weisen die SÜC in ihrer Mitteilung auch noch auf folgende Hintergründe hin: Die Welt der Stromerzeugung habe sich verändert.


Folge der Energiewende

Vor der Energiewende seien es vornehmlich die konventionellen Großkraftwerke gewesen, aus denen die deutschen Energiekunden ihren Strom bezogen, die die Struktur des Strompreises diktierten. Während tagsüber teure Spitzenlastkraftwerke den Preis bestimmten, seien es nachts Grundlastkraftwerke gewesen, die sich nicht so schnell abschalten lassen.

Daher sei es den Verbrauchern seinerzeit "schmackhaft" gemacht worden, ihren Stromverbrauch in die sogenannten Schwachlastzeiten zu verlagern. Das sei mit einem niedrigeren Preis und einer geteilten Verbrauchsmessung, am Tag und eben in der Nacht, geschehen. Doch: "Diese Zeiten sind vorbei", schreibt die SÜC. Die Energiewende bringe es mit sich, dass die Atomkraftwerke eins nach dem anderen abgeschaltet werden. Stattdessen werde der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien wie Sonne oder Wind immer größer. Sonne aber scheine nicht in der Nacht. Strom, der nachts verbraucht wird, sei deshalb kaum billiger als Strom, der tagsüber verbraucht wird - weil der hauptsächliche Stromproduzent eben kein Spitzenlastkraftwerk mehr sei. Auch der Strompreis an der Börse werde immer mehr durch erneuerbare Energien bestimmt.
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