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Spendenaktion

Hardy träumt von einer Reise nach New York

Der Spastiker Hartmut Reder (54) hat einen großen Traum. Unsere Initiative "Franken helfen Franken" will helfen, seinen Wunsch zu erfüllen.
Die Vorfreude ist groß. Hartmut Reder ist so dankbar, dass es Menschen gibt, die ihm helfen wollen, seinen Traum zu verwirklichen. Foto: Ronald Rinklef
 
von CHRISTIANE LEHMANN
Unabhängigkeit! Es gibt wohl kein besseres Symbol dafür als die Freiheitsstatue in New York. Umso weniger überrascht es, dass Madame Liberty für so viele Menschen ein begehrtes Reiseziel ist. Für Hartmut Reder verkörpert sie seinen großen Traum. Der Spastiker und mehrfach behinderte Mann wünscht sich von ganzem Herzen, einmal über den großen Teich zu fliegen und die Statue aus der Nähe zu sehen.
Wer "Hardy", wie er genannt wird, trifft, mag zunächst darüber verständnislos den Kopf schütteln. Wie kann ein Mann, der in einem Liegendrollstuhl sitzt, kaum sprechen und seine Körperfunktionen nicht kontrollieren kann, nur ernsthaft mit dem Gedanken spielen? Doch wer den 54-Jährigen besser kennenlernt, spürt schnell, dass Hardys Traum mehr ist als ein Hirngespinst. Unabhängigkeit ist für ihn, dessen Leben aus vielen Abhängigkeiten besteht, ein Glücksgefühl.


Mut und Lebensfreude

Die Heilerziehungspflegehelfer am Privaten Beruflichen Schulzentrum in Coburg jedenfalls hat er mit seiner Lebensfreude und seinem Mut überzeugt. Lorenz Friedrich aus der Klasse HepH 15 im vergangenen Schuljahr war nach mehrere Gesprächen mit ihm überzeugt: "Jeder soll die Möglichkeit haben, auch mal in die Ferne zu reisen."
Zusammen mit seiner Klasse haben sich die Schüler auf die Fahne geschrieben, Hardys Traum zu ermöglichen. Eine große Spendenaktion riefen die Heilerziehungspflegehelfer ins Leben. Fürs Tageblatt schrieben sie im Sommer im Rahmen unseres Klassenprojekts "Klartext" eine große Reportage, um auf ihr Anliegen und den besonderen Menschen Hartmut Reder aufmerksam zu machen.
Spendenbriefe an verschiedene Stiftungen und Organisationen gingen raus. Doch die Resonanz war gering. In den Absagen hieß es, dass nur Kinderprojekte unterstützt werden, oder Menschen in Not geholfen werden soll. Nun, Hardy ist weder ein Kind noch in Not. Hardy ist ein Mann, der rund um die Uhr auf fremde Hilfe angewiesen ist. Einer, der wenig vom Leben erwartet, aber der sein Leben liebt und voller Dankbarkeit dafür ist. "Ich habe schon so viel Schönes erlebt", sagt er vor der Klasse. Keiner habe ein leichtes Leben. Die Initiative der Klasse rührt ihn. "Allein dafür, dass ihr es versuchen wollt, bin ich schon so dankbar!"
Der Weg nach New York wird kein leichter sein, da sind sich alle Beteiligten einig. Obwohl die Schüler der Klasse mittlerweile ihren Abschluss gemacht haben, besteht das Projekt weiter. Die jetzige Klasse HepH 16 hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hardys Ziel weiter zu verfolgen. Zusammen mit der Lehrerin Ulli Luthardt, die auch bei der Offenen Behindertenarbeit Oberfranken aktiv ist, sammeln die Schüler Spenden und kümmern sich um die Organisation.
Denn eine der größten Hürden ist der Flug. Hardy kann nur in seinem Liegendrollstuhl befördert werden. Für viele Fluglinien ist das nicht machbar. Doch nach mehreren Anfragen signalisierte mittlerweile Delta Airlines, dass es möglich ist - wenn auch nur in der 1. Klasse. Mindestens zwei Betreuer müssen Hardy auf seiner einwöchigen Reise begleiten, da er Tag und Nacht Hilfe braucht. "Wenn wir das Geld bis 2017 nicht zusammen bekommen, dann eben 2018", gibt sich Annett Heinze, die stellvertretende Schulleitung der Fachschulen Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe zuversichtlich.
Rund 25 000 Euro werden für die Reise benötigt - wobei die Schüler darauf bedacht sind, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Hauptsache der Transport und die Unterbringung ist barrierefrei. Für Ulli Luthardt steht fest: "Es ist für jeden eine Bereicherung, Menschen wie Hartmut kennenzulernen. Sein Lebensmut ist ansteckend."
Das Tageblatt möchte mithelfen, dass Hardys Traum in Erfüllung geht und bittet deshalb um Spenden für "Franken helfen Franken".

Die Aktion "Franken helfen Franken"

Spendenaktion Das Coburger Tageblatt und "Franken helfen Franken" möchten Hartmut Reder über die Offene Behindertenarbeit Oberfranken unterstützen und bitten um Spenden. Bitte geben Sie als Verwendungszweck "Hardys Traum" an.

Kostenlos Jeder für "Franken helfen Franken" gespendete Euro geht an den guten Zweck, die Verwaltungskosten übernimmt die Mediengruppe Oberfranken, der das Coburger Tageblatt angehört.

Idee
Die Mediengruppe Oberfranken erreicht über ihre Zeitungen Coburger Tageblatt, Fränkischer Tag, Bayerische Rundschau, Saale-Zeitung und Die Kitzinger sowie ihre Internetangebote viele Menschen. Das will sie nutzen, um mit Hilfe des Spendenvereins "Franken helfen Franken" Hilfsbedürftige in verschiedenen Teilen Frankens zu unterstützen.

Spendenkonto
Sparkasse Bamberg; IBAN: DE 62 7705 0000 0302 1945 01
BIC: BYLADEM1SKB

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