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HSC Coburg jubelt nach einer sehr engen Kiste
Der HSC steigerte sich nach der Pause und zwang den Gastgeber Bernburg zu Fehlern. 30:29-Erfolg war am Ende auch etwas glücklich.
"Was nur drei Auswechselspieler, das ist aber wenig. Da muss man ja froh sein, wenn wir nicht absteigen." Wenig zuversichtlich äußerte sich so schon vor dem Spiel ein Fan des SV Anhalt Bernburg ob der Personalmisere bei seiner Mannschaft. Denn die sowieso schon schwache Personaldecke bei den Bernburgern wurde durch den Ausfall von Toni Pajung weiter ausgedünnt.
HSC musste weiteren Ausfall verkraften
Aber auch die Coburger waren ja nicht ohne Sorgen in den Salzlandkreis gereist. Nach Keeper Raimonds Steins und Hajck Karapetjan hatte auch der HSC mit Mirza Cehajic einen weiteren Ausfall zu verkraften.
Coburg konnte durch seines breiten Kaders dennoch aus dem Vollen schöpften und das gab letztendlich den Ausschlag für den knappen 30:29-Erfolg. Aber bis das soweit war, war Zittern angesagt. Denn obwohl die HSCler viereinhalb Minuten vor dem Ende mit 29:26 führten, wurde es noch einmal eng. Die Möglichkeit zum 30:26 wurde vergeben und dann ging es ganz schnell. Innerhalb kürzester Zeit waren die Gastgeber auf einen Treffer herangekommen, Tor Nummer 30 für den HSC durch Johan Andersson beruhigte da nur kurzzeitig.
Nur drei Coburger auf dem Feld
Zwar blockte der Schwede den folgenden Angriff, doch nach einem Wechselfehler und zwei weiterer Zeitstrafen standen die Coburger plötzlich nur noch mit drei Feldspielern auf dem Feld.
Zwar hatte Horvat zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff mit einer Auszeit versucht, die Nerven seiner Spieler zu beruhigen, aber im Bernburger Hexenkessel war das nach dieser kräftezehrenden Partie nicht einfach. Elf Sekunden waren dann nach dem Anschlusstreffer der Bernburger noch zu spielen, im Handball eine Ewigkeit. Gegen die anwerfenden drei HSCler bot Bernburg sieben Feldspieler auf und eroberte nicht gerade regelgerecht den Ball. HSC-Linksaußen Sebastian Kirchner: "Die haben Ronny Göhl und mich von hinten geschoben, da musste der Ball fast verloren gehen." Eben genau das passierte und Bernburg hatte dann noch drei Sekunden und immer noch drei Mann Überzahl auf dem Feld.
Dritte Auszeit
Mit der Nutzung der neuen Regelung auf eine dritte Auszeit rief SV-Coach Christian Pöhler seine Mannen zusammen und es gab klare Anweisungen, wohin der Ball nach Wiederfreigabe des Spiels gehen sollte, nämlich auf die rechte Seite. Die drei Sekunden könnten zum erfolgreichen Abschluss reichen. Aber es kam anders, der Ball wurde ungenau gespielt und der Rest ging im grenzenlosen Coburger Jubel unter.
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Statistik
SV Anhalt Bernburg gegen
HSC Coburg 29:30 (17:14)
SV Anhalt Bernburg: Artur Gawlik, Mantas Gudonis - Martin Hofmann (5), Steffen Cieszynski (10/4), Kilian Kraft, Enrico Lampe (5), Frank Grohmann (6/1), Sven Petersohn (2), Martin Wartmann (1), Andreas Steinbrink, Tobias Rindert.
Zeitstrafen: 7. - Siebenmeter: 6/5.
HSC 2000 Coburg: Havard Martinsen, Jonas Faber - Lukas Lutz, Kenny Schramm (2), Ronny Göhl (4), Dejan Dobardzijev (3), Johan Andersson (10/6), Nicola Franke, Dominic Kelm (2), Sebastian Kirchner (2), Andreas Wolf, Tomas Riha (1), Maximilian Drude, Sebastian Roth (6).
Zeitstrafen: 6. - Siebenmeter: 7/6.
SR: Daniel Beyer (Chorin) / Mike Höhne (Eberswalde).





















