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Der HSC Coburg verkaufte 550 Dauerkarten

Mit der Aktion "2 für 1" wollen die Coburger den Ligarekord von 2529 Zuschauern schon zum Saisonstart auf über 3000 verbessern. Künftig werden die Heimspiele um 19.30 Uhr angepfiffen. Gegen SC Magdeburg II sind die drei Neuzugänge Drude, Riha und Roth dabei. Torhüter Steins und Karapetjan fallen dagegen aus.
Die treusten Fans kommen seit Jahren mit pauken und Trompeten. Im Vorfeld verkaufte der HSC bereits 550 Dauerkarten.
 

"Mission 2. Liga - wir greifen an" unter diesem Motto steht die Spielzeit 2012/2013 für den HSC 2000 Coburg in der 3. Liga Ost. Die Verantwortlichen des HSC, allen voran Vorstandssprecher Stefan Apfel, betonen dabei immer wieder, das ein Aufstieg nicht planbar und von vielen Faktoren abhängig ist.

Obwohl er auch gestern während der ersten offiziellen Pressekonferenz der neuen Spielzeit betonte: "Wir wollen keinen unnötigen Druck aufbauen" - ist jedem klar, dass es in dieser Saison für die "Gelb-Schwarzen" vom 1. Spieltag an nur um den 1. Platz gehen kann. "Schließlich wäre es doch ein Witz, wenn wir uns jetzt hinstellen und sagen würden, dass wir wieder Fünfter werden wollen", räumt der ehemalige Torhüter ein.

Apropos Torhüter. Auf dieser Position könnten die Coburger Handballer ein Problem bekommen. Dann nämlich, wenn Raimonds Steins länger ausfällt. Derzeit laboriert er an einer Wirbelsäulen-Verletzung. Damit spaßt man bekanntlich nicht und deshalb steht der reaktionsschnelle Keeper am Samstag nicht unter der Latte. Mit dem SC Magdeburg II erwartet der HSC zum Saisonstart gleich eine Mannschaft, die mehr als eine Standortbestimmung für die Coburger sein dürfte. Im vergangenen Jahr in der Nord-Liga beheimatet, "ersetzen" sie jetzt in der 3. Liga Ost die TSG Münster, die in die Süd-Liga umgruppiert wurde. Die "Yongsters", so wird die Bundesliga-Reserve genannt, wurde letztes Jahr immerhin Achter. Für HSC-Coach Hrvoje Horvat eine große Unbekannte, zumal sich im Team personell einiges bewegt hat: "Das geht aber allen Mannschaften vor dem Auftakt so. Ich habe zwar ein paar Infos von Max Drude bekommen, aber ich will mal abwarten, wie das Spiel läuft".

Generell ist "Cveba" froh, dass es nach sechs Wochen intensivem Training und Vorbereitung nun "endlich los geht." Die Coburger testeten am vergangenen Dienstag gegen den Bayernligisten TSV Lohr ein letztes Mal, gewannen mühevoll mit 34:28. Trotzdem ist Horvat insgesamt zufrieden: "Ich will immer 13 bis 15 Trainingsspiele. Eines hat sich gezeigt, meine Optionen auf den einzelnen Positionen sind im Vergleich zur letzten Saison deutlich mehr geworden." Das ist besonds wichtig, da Hajck Karapetjan und Johan Andersson an kleinen Blessuren laborieren, am Dienstag nur Zuschauer waren. Karapetjan kann neben Steins nicht spielen, doch der "schnelle Schwede" ist mit dabei. Schnell deshalb, weil Anderson bekannt für viele frühe Tore ist.

Horvat, der auch eine defensive 6:0-Abwehr einstudieren ließ, weiß aber, dass der Gegner mit seinem jungen Team einen schnellen Ball pflegt, da dürfte sich an deren System nicht viel geändert haben.
Aber auch beim HSC ist man nun wieder mehr auf das schnelle Spiel nach vorne orientiert. Tomas Riha, vorzugsweise in der Abwehr eingesetzt, hatte zumindest am Dienstag ein Auge dafür, wenn es schnell nach vorne gehen sollte. Da wurde nicht gleich auf Dominik Kelm gewechselt, sondern der Konter mitgelaufen. Auch Maximilian Drude und Sebastian Roth zeigten sich sehr gut integriert.

Außerdem rechnen die Verantwortlichen der Coburger mit "mehrtausendfacher Unterstützung". Zum Saisonstart wurde unter "2 für 1" eine besondere Ticketaktion gestartet. Jeder Besitzer eines gekauften Tickets (Tages-; Dauer-; VIP und Sponsorenkarte) darf eine weitere Person "umsonst" mitbringen.
Man will den Drittliga-Zuschauerrekord somit auch im Hinblick auf die Aktion in Rimpar kommende Woche ausbauen.

Anwurf bei den Samstagsspielen ist nun immer um 19.30 Uhr. Zudem haben die Coburger seit dem 24. September 2011 in eigener Halle nicht mehr verloren - auch da steht also etwas auf dem Spiel. Auf jeden Fall soll eines nicht passieren - ein solcher Auftakt wie im vergangenen Jahr, als für den HSC 2000 nach vier Spieltagen 0:8 Punkte zu Buche standen.

Doch Horvat sieht sich diesmal viel besser gerüstet, vertraut zunächst als "erster Sechs" seinem Stammpersonal aus dem vergangenen Jahr mit Göhl, Dobardzijev, Cehajic, Andersson, Kirchner und Kelm, den in der Abwehr Riha ersetzt.

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