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1. Hadball-Bundesliga

HSC Coburg verliert mit einem Tor in Hannover

Die Coburger Handballer zeigten am Sonntag eine starke Leistung beim TSV Hannover-Burgdorf, hatten jedoch in der Schlussphase Pech.
Da staunten selbst die Fans des TSV Hannover, als Coburgs sprunggewaltiger Rechtsaußen Florian Billek am Torwart vorbei einnetzte. Fotos: Iris Bilek
 
von RALPH BILEK
Mit leichter Verspätung wegen eines zwei Kilometer langen Staus nur fünf Kilometer vor dem Ziel kam der HSC 2000 Coburg etwas verspätet in der Swiss-Life-Hall beim TSV Hannover-Burgdorf am Sonntag an. Beim Blick auf die Aufstellung des Gegners gab es die erste Überraschung, denn Ex-Nationalspieler Sven-Sören Christophersen stand nach seiner fast dreimonatiger Verletzungspause nicht nur auf dem Spielformular, sondern gleich in der Abwehrmitte.
"Er muss uns helfen", so Bürkle. Und das tat er - zwei Sekunden vor dem Abpfiff "räumte" er Florian Billek in der Luft stehend ab und kassierte eine wenig schmerzhafte Zeitstrafe. Für die Coburger gab es nur Freiwurf aus zwölf Metern und es blieb beim aus Coburger Sicht bitteren 28:29-Endstand.
Hannover war in der Schlussphase einfach cleverer. Morten Olsen "fädelte" am Arm von Philipp Barsties ein, der eine Zeitstrafe bekam, auf der anderen Seite spielten Lex und Co. den Ball in solchen Situationen oft weiter und weg war er.
Mit einem überragenden Nico Büdel präsentierte sich der HSC erneut mit einem Gegner auf Augenhöhe um doch wieder mit leeren Händen dazustehen. Die ersten Minuten gehörten den Coburgern, die zunächst sehr konzentriert agierten. Doch nach dem 0:2 kamen die ersten Fehler, die Hannover im Stile einer Top-Mannschaft eiskalt bestrafte.
Innerhalb von vier Minuten drehten sie das Blatt. Mit schnellen Vorstößen brachten sie die Coburger in Verlegenheit, die aus einer doppelten Überzahl mehr hatten machen müssen. Doch die Gastgeber verteidigten geschickt und zeigten auch im Angriff die richtigen Spielzüge.
Vor allem Morten Olsen war Dreh- und Angelpunkt und schaffte Freiräume für seine Nebenleute. Doch der HSC ließ sich nicht beirren und wartete im Angriff auch immer wieder mit Überraschungen auf. So Stefan Lex, der zwei Mal mit verdeckten Hüftwürfen Erfolg hatte und dafür sorgte, dass sein Team nach 20 Minuten wieder selbst in Führung lag.
Jens Bürkle sah jetzt den Zeitpunkt für eine Auszeit gekommen, nach der der nächste Hüftwurf, diesmal von Nico Büdel, zum 10:12 in den Maschen des Hannoveraner Gehäuses zappelte, das nun von Martin Ziemer gehütet wurde. Doch es ging wechselhaft weiter - auch weil Sebastian Weber beim Stand von 11:12 nach einem sensationellem Anspiel von Büdel ob des Freiraums am Kreis wohl so überrascht war, dass er nur Aluminium traf und die Coburger mit dem Konter im Gegenzug den Ausgleich kassierten.
Da war sie - die fast obligatorische Schwächephase der Coburger, die nun neun Minuten ohne Torerfolg blieben. Denn mit einem 5:0-Lauf drehte der TSV die Partie erneut, profitierte dabei von zahlreichen Gastgeschenken. Florian Billek vergab frei von Außen, Adnan Harmandic verursachte ein Stürmerfoul, Girts Lilienfelds, erst 60 Sekunden auf dem Feld, kassierte eine Zeitstrafe.
Das spielte den alles andere als sicheren Gastgebern in die Karten. Erst Nico Büdel erlöste quasi mit dem Pausenpfiff sein Team mit einem Gewaltwurf, der alle Optionen für Durchgang Zwei ließ.
Den eröffnete Billek mit dem Anschlusstreffer und mit einem "Steal" brachte er sein Team zum 16:16-Ausgleich. Immer öfter suchte Hannover nun sein Heil mit schnellen Abschlüssen, nutzte dabei auch zwei Stürmerfouls von Stefan Lex gegen eine sehr geschickt verteidigende TSV-Abwehr. Innerhalb von 100 Sekunden musste Coburg drei Gegentreffer hinnehmen.
In einer anschließenden Zeitstrafe schafften es die nun konzentriert agierenden "Recken" mit viel Übersicht Coburg auf Distanz zu halten. Zudem steigerte sich Ziemer im Gehäuse. Beim 23:22 war Coburg wieder auf Tuchfühlung, aber eine diskussionswürdige Zeitstrafe stoppte die HSC-Aufholjagd. Das diskutierte Gorr auch mit dem dritten Offiziellen an der Seitenlinie. Sein Team ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und führte zwei Minuten vor dem Abpfiff mit 28:27 - das Ende war deshalb umso bitterer.


Stimmen zum Spiel

HSC-Trainer Jan Gorr: "Wir sind sehr enttäuscht, dass wir mit unserer wahnsinnig couragierten Leistung, die auch handballerisch gut war, keine Punkte mitnehmen. Immer wieder haben wir es geschafft, Hannover nicht davonziehen zu lassen, am Ende waren es ein, zwei Ballverluste zu viel."

HSC-Geschäftsführer Steffen Ramer: "So wie die Partie gelaufen ist, ist es bitter dass wir keine Punkte mitnehmen. Wir haben eine Leistung abgeliefert, mit der so keiner gerechnet hat."

TSV-Trainer Jens Bürkle: "Wir haben einen glücklichen Sieg gelandet. Coburg hat eine Riesenleistung gezeigt und sehr geduldig agiert, wir haben zu viele technische Fehler gemacht." rbi

TSV Hanover-Burgdorf - HSC Coburg 29:28 (15:13)
TSV Hannover-Burgdorf: Martin Ziemer, Malte Semisch - Torge Johannsen, Joakim Andre Hykkerud, Lars Lehnhoff (5/1), Kai Häfner (3), Fabian Böhm (5), Runar Karason, Erik Schmidt, Morten Olsen (3), Sven-Sören Christophersen (1), Timo Kastening (10), Dominik Kalafut (2).
Trainer: Jens Bürkle.

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Oliver Krechel - Philipp Barsties, Lukas Wucherpfennig, Dominic Kelm (1), Sebastian Weber (1), Stefan Lex (4), Steffen Coßbau (2/2), Florian Billek (5), Till Riehn, Nico Büdel (13/2), Adnan Harmandic (1), Girts Lilienfelds, Romas Kirveliavicius (1). Trainer: Jan Gorr.

Strafminuten: 12 (Schmidt 4, Böhm 4, Christophersen, Lehnhoff) - 10 (Kirveliavicius, Lilienfelds, Barsties 4, Riehn).
Siebenmeter: 1/1 - 4/4.
Beste Spieler: Olsen, Kastening - Büdel, Barsties.
SR: Lars Geipel / Markus Helbig. - Zuschauer: 3720.

Spielfilm: 1:2 (4.), 3:3 (7.), 3:4 (8.), 6:4 (10.), 7:6 (13.), 9:8 (16.), 10:12 (21.), 12:12 (25.), 15:12 (30.), 15:13 (HZ), 16:14 (32.), 16:16 (36.). 19:16 (38.), 19:17 (40.), 21:18 (42.), 21:19 (44.), 23:20 (47.), 23:22 (49.), 24:23 (50.), 25:25 (53.), 25:26 (54.), 26:27 (55.), 27:28 (58.), 29:28.

zum Thema "HSC 2000 Coburg"

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