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1. Handball-Bundesliga

HSC 2000 Coburg erst pfui, dann hui...

Die Coburger zeigten nach einer schwachen ersten Hälfte und einem klaren Rückstand eine Energieleistung in Minden, doch es reichte nicht.
Adnan Harmandic fand in der Anfangsphase öfters eine Lücke in der Mindener Deckung. Fotos: Iris Bilek
 
von RALPH BILEK
Warum nicht gleich so? Der HSC 2000 Coburg zeigte gestern Abend in Minden eine starke zweite Halbzeit, gewann diese auch mit 13:11, doch die "Sünden" aus Durchgang eins waren damit nicht ausgebügelt. Weil die "Gelben" fast 15 Minuten ohne eigenen Torerfolg blieben, verloren sie am Ende mit 23:20 (12:7).
Ausschlaggebend dafür war eine HSC-Torflaute zwischen der 10. und 25. Minute. Genau 14 Minuten und 39 Sekunden blieb die Mannschaft von Jan Gorr ohne eigenen Torerfolg. Doch die Coburger bäumten sich nach der Pause mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, kämpften sich mehrmals bis auf einen Treffer heran. Der so wichtige Ausgleich gelang ihnen aber nicht, trotz bester Möglichkeiten. Das nutzte Minden zum 23:20-Sieg.
Die Partie begann aus Coburger Sicht gleich gut, denn Kulhanek konnte einen Strafwurf parieren. Zwei Tore von Adnan Harmandic, die ganz präzise neben dem Pfosten einschlugen und Nico Büdel brachten den HSC mit 3:1 in Führung. Konzentriert arbeiteten sie in Abwehr und Angriff, lagen aber beim 6:5 erstmals in Rückstand.
Und dann war mächtig Sand im Getriebe im Spielaufbau. Da wurde zu riskant agiert, Pässe gespielt, wo der Nebenmann abgeschirmt war und Minden zeigte sich in der Abwehr bestens eingestellt. "Die haben da richtig Beton angerührt", so Gorr nach der Partie, "und wir haben keine Lösungen gefunden."
War der HSC endlich mal durch wie Lilienfelds beim Stand von 7:5 oder Coßbau beim Stand von 11:6, scheiterten beide an TW Eijlers. Die Coburger Zuschauer wähnten sich zu diesem Zeitpunkt wohl schon in der Veranstaltung, die am kommenden Donnerstag in der Kampa-Halle steigt, wenn Comedian Markus Krebs mit seinem Programm "Permanent Panne" hier gastiert. Sebastian Weber erlöste seine Mannschaft dann mit dem sechsten Treffer.
Aber auch nach dem Wechsel war Minden zunächst präsenter, erhöhte auf 14:8. Nach drei schnellen HSC-Toren in Folge zog GWD-Coach Frank Carstens aber schnell die Bremse, nahm eine Auszeit um den Coburger Schwung erst einmal zu bremsen. Denn plötzlich war deren Spiel schnell, präzise und erfolgreich.
Auf zwei Treffer kämpften sich die Coburger, die nun den Kopf endlich wieder "oben" hatten heran. Endlich hatten sie auch das Glück des Tüchtigen, als Billek abzog und Eijlers der Ball durch die Hände rutschte, obwohl er im richtigen Eck stand. Wenig später war der HSC nach einem Treffer von Riehn der Anschluss gelungen.
Allerdings wollte der Ausgleich nicht fallen, mehrere Optionen dazu ließ Coburg liegen. Davon nach 48 Minuten beim Stand von 18:17 zwei 1000prozentige als erst Billek beim Konter scheiterte und Coßbau den Nachwurf an die Latte knallte. Die Aufholjagd hatte Kraft gekostet. Der Ausgleichstreffer wäre ungemein wichtig gewesen, aber so bekam Minden, auch begünstigt von einer harten Zeitstrafe gegen Kelm wieder Oberwasser und erhöhte den Abstand auf drei Treffer.
Auch der Torwartwechsel bei ihnen zu Sonne-Hansen kam zur richtigen Zeit, nicht nur durch einen parierten Strafwurf gegen Coßbau. Doch der war beim Stand von 19:18 so etwas wie der Anfang vom Ende der HSC-Aufholjagd. Einmal mehr hatte sich Coburg nicht belohnt für eine kämpferisch tolle Leistung.


Stimmen zum Spiel

HSC-Trainer Jan Gorr: "Unterm Strich hat es nicht gereicht mit der tollen Moral das Pendel auf unsere Seite ausschlagen zu lassen. Vor der Pause hat Minden in der Deckung Beton angerührt, wir haben es zu oft über den Kreis probiert. Das haben wir in der Pause analysiert und besser gemacht."
HSC-Vorstandssprecher Stefan Apfel: Die Hypothek aus der ersten Halbzeit war zu groß. Die Partie haben wir da verloren, nicht nach der Pause. Wir werden weitermachen und den Kopf nicht hängen lassen."
GWD-Trainer Frank Carstens: "Wir haben die beiden Punkte, das ist das Wichtigste. Der große Vorsprung, den wir uns vor der Pause erarbeitet haben war unser Vorteil."
HSC-Spieler Stefan Lex: "Wir haben die Big Points nach der Aufholjagd, die viel Kraft gekostet hat, nicht gemacht."

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