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Startup

Grüber Gründer mit starkem Partner

MeinWoody bekommt über eine halbe Million Euro und pflanzt damit Hanf. Das junge Unternehmen bekommt eine Finanzspritze von einem Investor aus Österreich.
Wo früher unter erheblicher Belastung für die Umwelt blaue Farbe hergestellt wurde, hat sich jetzt ein Unternehmen niedergelassen, das genau das Gegenteil als Geschäftsziel hat. MeinWoody möchte besonders nachhaltig und umweltfreundlich produzieren. Foto: Rainer Lutz
 
Das Unternehmen MeinWoody mit seinem Sitz in Grub am Forst ist vor fünf Jahren angetreten, die Welt ein Stück weit zum Guten zu verändern. Die Gründer verkaufen ihre "Woodys" und verfolgen damit kein geringeres Ziel als eine Revolution der bisherigen Konsumgütergesellschaft. Ihr Lösungsansatz dafür scheint einfach: Sie schaffen Kreislaufprodukte anstelle von Wegwerfprodukten.
MeinWoody möchten Mensch und Natur wieder näher zusammenbringen und so eine Perspektive für eine gemeinsame Zukunft schaffen. Die Vision hinter dem Startup ist es, eine riesige Samenbank aus biozertifizierten und gentechnisch unverändertem Saatgut aufzubauen, die für jeden zugänglich und nutzbar ist.
Für ihr Vorhaben brauchen die Jungunternehmer Platz. Deshalb sind sie inmitten von viel Wald und Natur in ein geschichtsträchtiges altes Fabrikgebäude gezogen, wo ehemals das "königliche Blau" für die Textilindustrie hergestellt wurde, die alte Blaufabrik in Grub am Forst.


Lebenswerte Umwelt schaffen

Der Geschäftsführer Ozan Durukan hat sich vorgenommen, eine Perspektive für eine lebenswerte Zukunft zu schaffen und mit seinem Unternehmen einen gesamtgesellschaftlichen Mehrwert zu generieren. Sein Credo: "Die Natur muss wieder näher an den Menschen". Vor sechs Jahren kam ihm so die Idee der "Woodys". Das sind speziell entwickelte Anpflanzsets für Bäume, Kräuter, Salat, Blumen und Gemüse. Mit Hilfe der Woodys kann jeder Bäumchen oder Lebensmittel problemlos zu Hause anpflanzen und das auch ohne Garten. "Jeder sollte seine eigenen Woodys pflanzen können", so Ozan Durukan. Alle verwendeten Materialien sind zu 100 Prozent nachhaltig und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Was Ozan Durukan herstellt und verkauft, hinterlässt auf der Erde eine positive Bilanz, das ist ihm wichtig.
Der Startschuss für MeinWoody fiel, wie es bei vielen Startups inzwischen üblich ist, mit einer Crowdfunding-Kampagne. Damit schaffte es Ozan Durukan etwa 300 Unterstützer von seiner Idee zu überzeugen und so den Grundstein der heutigen Seed Evolution GmbH zu legen. Inzwischen ist aus der ursprünglichen Idee ein ökologisch und nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen mit insgesamt sieben Mitarbeitern gereift.
Ozan Durukan arbeitet stetig daran, seine Produkte und Prozesse noch ökologischer und nachhaltiger zu gestalten. Aus diesem Grund entwickelte er einen speziellen Hanffasertopf für seine Woodys. Der Plan war es, mit Hanf einen regionalen Rohstoff mit hervorragenden pflanzenphysiologischen Eigenschaften zu verwenden und diesen regional zu produzieren.
Doch schnell bemerkt er, dass seine neueste Idee gar nicht so einfach umsetzbar war. "In Deutschland wird zwar viel Hanf angebaut, aber kaufen kann man ihn nicht. Schon gar nicht in den Mengen, die wir benötigen" so Ozan. "Die Landwirte produzieren nur für bestimmte Unternehmen und nicht für einen offenen Markt, das stellte uns vor eine große Herausforderung."
Die Lösung dafür fand er nicht in Deutschland, sondern bei den Nachbarn in Österreich. Dort lebt einen Landwirt der an die Idee der Woodys glaubt. Er ist so überzeugt davon, dass er seine Produktion extra auf Hanffasern umstellt. Als wäre das nicht schon genug, investiert der Landwirt zusätzliche 590 000 Euro in das junge Unternehmen.
Für Ozan Durukan war es immer klar, dass er für MeinWoody keinen klassischen Investor haben möchte. Zum einen finanzierte sich das Unternehmen bereits von selbst, zum anderen brauchte er jemanden, der an seine Vision glaubt und nicht nur an Geld. "Natürlich müssen wir davon leben können, aber sieh dir an was wir hier machen" betont Ozan immer wieder. "Wir arbeiten ökologisch, nachhaltig und fair. Wir brauchen Partner für unser Ziel, keine Geldgeber."
Mit positivem Interesse verfolgt auch Martin Schmitz als Wirtschaftsförderer des Landkreises die Entwicklung des Grüber Startups. "Ich sehe mit Freude, wie längst auch bei uns im Coburger Land eine ganz neue Unternehmergeneration ankommt. Junge, kreative Menschen, wie die Macher von MeinWoody, beleben den Wirtschaftsraum mit ihren innovativen und teils frechen Gründungsideen. Das darf ruhig weiter Schule bei uns machen!"
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