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Die Schule wird umbenannt - dem Ministerium zuliebe

Vor einem formaljuristischen Problem stehen Gemeindeverwaltung sowie Elternbeiräte und Lehrer der Weitramsdorfer Schule. Hintergrund sind neue Vorschriften, die vom bayerischen Kultusministerium im Zuge der Mittelschulreform herausgegeben wurden. Am Montagabend musste sich auch der Gemeinderat im Rathaus mit dem Problem befassen.
Nein, nein - so nicht. Das Kulturministerium wünscht, dass die Weitramsdorfer Schule einen neuen Namen bekommt. Foto: Kurt Hinner
 

Hintergrund: Als das Schulhaus vor etwa vier Jahren grundlegend saniert, eingeweiht und namentlich Hermann Grosch (dem Initiator des Schulbaues) gewidmet wurde, stand der "von oben" abgesegnet Name an der Wand: "Hermann-Grosch-Volksschule".

Anweisung der Regierung


Dieser Formulierung wurde schon damals seitens der Regierung von Oberfranken (in Vertretung des bayerischen Kultusministeriums) widersprochen. Die Kommune wurde strikt angewiesen, hinter das Wort "Volksschule" noch die Bezeichnung "Grundschule" - in Klammern gesetzt - einzufügen. Dieser Regierungsanweisung wurde Folge geleistet - die Schule firmiert in allen Dokumenten noch heute wie gewünscht.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Gemeinde nun erneut angeschrieben und angewiesen, den Schriftzug im Sinne der neuen Mittelschulverordnung nochmals umzubenennen. "Hermann-Grosch-Grundschule" solle die Gemeinde die Einrichtung nun nennen. Zu dieser Entscheidung gab es keine weitere Ergänzung - aber immerhin Mitteilung, dass der Sachaufwandsträger (also die Kommune) die dadurch entstehenden Kosten selbst zu tragen habe.

Kritik im Gemeinderat


Dazu wurde aber Kritik im Gemeinderat laut. Diese begann schon damit, dass man den mit der Namensänderung befassten Gremien beim besten Willen nicht vermitteln könne, welchen Wert die Auswechslung einiger Buchstaben und die Streichung zweier Klammern haben soll. Noch mehr ärgerte den Gemeinderat die Übernahme der Kosten durch die Gemeinde. Die Kosten für die neue Beschilderung dürften sich nach Schätzung von Bürgermeister Christian Gunsenheimer (Freie Wähler) auf bis zu 2000 Euro belaufen. Eine Investition, die nach dem Konnexionsprinzip von der Kommune nicht erzwungen werden dürfe.

Nach ausführlicher Aussprache folgten sämtliche Gemeinderäte dem Beschlussvorschlag Gunsenheimers, der Regierung mitzuteilen: Die Namensänderung wird vollzogen. Der Gemeindekasse dürfen dadurch allerdings keine Kosten entstehen.

Urnenwiese


Der vom stellvertretenden Bürgermeister Joachim Hahn (ÜPWG) eingereichte Antrag, eine Urnenwiese auf dem Friedhof Weidach zu schaffen, wurde vom Gemeinderat positiv aufgenommen. Da jedoch die nötigen Einzelheiten (Ort und Maße der Fläche, Kosten, Gestaltung) noch nicht vorlagen, wurde die Verwaltung angewiesen, die Sache noch einmal im Bauausschuss vorzuberaten. Die endgültige Entscheidung über die Neuerung wird dann der Gemeinderat später treffen.

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  • community  gkwtd1 Diesen Post kommentierenkommentieren

    Bürokratische SesselfurzereiSeit Jahrzehnten wird bei allen schulischen Schreiben und Dokumenten, auch bei Zeugnissen, hinter den Schulnamen in Klammern die Rechtsform gesetzt. So hieß die Schule früher "Volksschule Weitramsdorf (Grund- und Hauptschule)". Nach dem Verlust der Hauptschule, der Sanierung und der verdienten Namensänderung in "Hermann-Grosch-Volksschule" war die neue Rechtsform "(Grundschule)". Warum der Begriff "Volksschule" nun auf einmal verschwinden soll, muss irgendein Beamter des Kultusministeriums erklären, Schließlich ist die Grundschule die einzige Schulart, die vom ganzen "Volk" besucht wird. Und dass auf den Kosten für die Namensänderung die Gemeinde sitzen bleibt, dafür wird die Kultusbürokratie schon sorgen. Man sollte einmal ausrechnen, welche Gesamtkosten den Kommunen bayernweit entstehen! Wie der Tagespresse zu entnehmen war, hat die Gemeinde Dörfles-Esbach einschließlich der Schulleitung diesen unnötigen Bürokratismus zu Recht abgelehnt!

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