Rödental
Bausenat

Froschgrundradweg führt wieder über die Itz

Die Metallbrücke bei Waltersdorf für Radler und Fußgänger ist fertig. Sie ersetzt die marode gewordene Betonbrücke.
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Mit der neuen Brücke über die Itz, kann der Radweg zum Froschgrundsee wieder wie gewohnt genutzt werden. Foto: Rainer Lutz
Mit der neuen Brücke über die Itz, kann der Radweg zum Froschgrundsee wieder wie gewohnt genutzt werden. Foto: Rainer Lutz
Ist sie nun schön, wenigstens nicht hässlich oder doch hässlich? Darüber lässt sich angesichts der neuen Brücke für Radler und Fußgänger über die Itz bei Waltersdorf gewiss streiten. Über den Preis eher nicht. Die Metallkonstruktion kostete 30 000 Euro zuzüglich der Fundamente. Jede andere Variante wäre viel teurer gekommen - und negatives Echo ist, zumindest bei der Verwaltung, bisher nicht angekommen, wie Bürgermeister Marco Steiner (FW) bei der Sitzung des Bausenats der Stadt erklärte.
Stark genug, um einen Pkw oder leichteren Transporter zu tragen, wäre die Brücke. Das soll sie aber nur in Ausnahmefällen. Deswegen ist sie mit Pfosten abgesperrt. So können nur Radler und Spaziergänger passieren. Damit ist der Radweg von Rödental Zentrum zum Froschgrundsee wieder wie gewohnt befahrbar. Die Betonbrücke, die an der Stelle früher über die Itz führte, war bereits längere Zeit für Autos gesperrt, weil sie über die Jahre marode geworden war. Schwere Fahrzeuge, etwa Holztransporter für die Forstwirtschaft, mussten schon da über Forst- und Flurwege an und abfahren. Im Vorfeld der Entscheidung für die Bauweise der neuen Brücke hatte die Feuerwehr Bedenken angemeldet. Sollte sie im Gebiet um Gereuth zu einem Waldbrand gerufen werden, müsste sie eventuell einen erheblichen Umweg fahren.


Siedlung mit Problemen

Nicht zum ersten Mal bereitet dem Bausenat die Siedlung aus Wochenendhäusern in Weißenbrunn Kopfzerbrechen. Der Besitzer eines bisher unbebauten Grundstücks in dem Gebiet hatte eine Bauvoranfrage eingereicht und wollte wissen, ob er auf seinem Grundstück ein Wochenendhäuschen bauen darf. Die fragliche Parzelle ist eine von vier, die in einer Reihe liegen. Eine Zusage, so die Meinung im Senat, würde automatisch auch den anderen Baurecht einräumen.
Die meisten der Hütten, die dort errichtet wurden, stammen aus den 70er Jahren. Damals hatte die Gemeinde Froschgrund die Bebauung erlaubt. Seither entstanden weitere Bauten. Teilweise baute man ohne Genehmigung oder anfangs genehmigte Häuschen wurden erheblich erweitert. 2010 verlangte die Rechtsaufsicht am Landratsamt einen Bebauungsplan und die Erschließung des Gebiets. Das hätte hohe Kosten für die Grundeigentümer bedeutet. Erschlossen wurde nicht. Aber es soll eben auch keine weitere Bebauung erfolgen. Daher lehnte der Senat die neuerliche Voranfrage ab.


Platz zum Parken

Es ist einer der Punkte mit denen die Rödentaler Innenstadt werben kann. Parkplätze stehen reichlich zur Verfügung. Viele sind gebührenfrei oder kosten zumindest für ein oder zwei Stunden nichts. Für Berufstätige gibt es günstige Dauerausweise, wenn sie die zeitlich begrenzten Parkplätze auf Parkdecks oder in Tiefgaragen ganztägig nutzen wollen. Was den Senat nun beschäftigte, war nicht die Höhe der Gebühren. Es ging um die Ausnahmen davon. So bekommen bisher etwa Lehrer der Grundschule Mitte Nachlass mit der Begründung, dass es an anderen Schulen kostenlose Parkplätze gibt. Das sieht Elmar Palauneck (CSU) nicht ein: "Eigentlich müssen alle gleich zahlen, das Argument, dass Lehrer an anderen Schulen nicht zahlen, kann ich nicht gelten lassen."
Dem stimmte der Senat zu. Die Höhe der Gebühren bleibt also gleich, gilt aber jetzt für alle ohne Ausnahme. Auf Parkdecks kostet eine Jahreskarte 140 Euro, in Tiefgaragen 280 Euro.


Wie viel Pfeil darf es sein?

Die Grünpfeile an der Kreuzung am Ortseingang Rödentals von Dörfles-Esbach aus kommend beschäftigten den Senat nicht zum ersten Mal. Dort hatte es Probleme gegeben, weil etwa die Ausfahrt aus der "Möbelstadt" in Richtung Coburg nur als Rechtsabbiegespur ausgezeichnet ist. "Viele Autofahrer halten sich nicht daran, dass sie dort anhalten müssen, ehe sie abbiegen", stellte Marco Steiner fest. Das führte dazu, dass Linksabbieger aus Richtung Waldsachsen nicht in Richtung Dörfles-Esbach weiter kamen und noch in der Kreuzung standen, wenn die Hauptachse wieder Grünlicht bekam.
Zuletzt waren probeweise die Abbiegepfeile bis auf den für die Rechtsabbieger aus Richtung Waldsachsen abgebaut worden. Das hat sich bewährt. Weil die Grünpfeil-Abbieger von Waldsachsen in Richtung Oeslau Fußgänger auf dem Überweg gefährden könnten, wird nun auch dieser entfernt.


Unterschriften gegen 50 Kmh

Immer wieder war der Stadt vorgeworfen worden, dass mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer in Einberg Ost, die entsprechend überwacht wurde, nur "Abzocke" der Autofahrer betrieben werde. Daher fasste der Bausenat vor einigen Monaten den Beschluss, die Beschränkung aufzuheben. Das führte nun umgehend zu Protesten von Anwohnern, die die Regelung unbedingt zurück haben wollen. Sie sehen die Sicherheit in dem Bereich gefährdet, wenn 50 Stundenkilometer erlaubt sind. Am Montag wurde dem Senat eine Liste mit mehreren Hundert Unterschriften dazu übergeben. In einer der nächsten Sitzungen wird das Thema auf die Tagesordnung kommen, versicherte Marco Steiner.
Damit ist einer Entscheidung des Gremiums jedoch nicht vorgegriffen. Es könnte auch bei der Freigabe bleiben.


Zellenfreie Stadt

Die Telekom hat der Stadt mitgeteilt, dass die letzten verbliebenen Telefonzellen in Rödental abgebaut werden. Dem zu widersprechen fehlten dem Senat die Argumente. Die Umsätze der noch vorhandenen Zellen sprechen für sich. Es wurden kaum noch fünf Euro im Monat erreicht. Aus Rentabilitätsgründen könnten nur noch Notruftelefone installiert werden.
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