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Flugzeugabsturz: Wurde der Pilot vor Landung in Coburg gewarnt?

In der "Süddeutschen Zeitung" (Bayern-Ausgabe) wurde am Dienstag Fluglehrer Maximilian Walch aus München zitiert, dass der Pilot der Unglücksmaschine per Funk aufgefordert worden sei, einen anderen Flugplatz anzufliegen.
Am 02.11.2013 kam es in Coburg auf dem Flugplatz Brandensteinsebene zu einem tragischen Absturz, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Archivfoto: News5 / Herse
 
von SIMONE BASTIAN
Die Piper Seneca mit drei Menschen an Bord stürzte am 2. November beim Landeanflug auf die Coburger Brandensteinsebene in äußerst schlechtem Wetter am Bausenberg ab. Keiner der drei überlebte. Zwei der Toten kamen aus Coburg, einer aus Fürth. Doch das Zitat sei falsch, sagte Walch auf Anfrage des Coburger Tageblatts. "Ich kann nichts über eine Sachlage berichten, wo ich nicht dabei war."

Abgesehen davon, hätte niemand den Piloten auffordern können, einen anderen Flugplatz anzufliegen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Coburg, Anton Lohneis. "Der Tower in Coburg darf nur durchgeben, wie das Wetter ist", erläuterte Lohneis. Solange ein Flugplatz geöffnet ist, sei es Sache der Maschinenbesatzung, ob sie die Landung versucht oder nicht, bestätigte auch Martin Köppl von der Deutschen Flugsicherung. Die Ursache für den Absturz versucht die Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig zu ermitteln.

Dort liegen alle Mitschnitte und die Abschriften des Funkverkehrs mit der Unglücksmaschine vor. Enthalten sie auch eine Warnung vor der Landung? "Die Daten sind noch nicht so analysiert, dass wir da Auskunft geben könnten", sagt Jens Friedmann, einer der Sprecher der BFU. Neben den Funkprotokollen hat die BFU auch die Radaraufzeichnungen der Deutschen Flugsicherung angefordert, auch wegen der Wetterverhältnisse, die zum Zeitpunkt des Absturzes am Flugplatz Brandensteinsebene herrschten. Außerdem liegen die Wrackteile zur weiteren Untersuchungen in einem Braunschweiger Hangar.

Ein erster Zwischenbericht zum Flugzeugabsturz werde im November-Bulletin der BFU erscheinen, sagt Jens Friedmann. Doch genaue Ergebnisse werde dieser Zwischenbericht vermutlich nicht enthalten. "Wir müssen uns die Zeit nehmen, die Fakten sauber zusammenzutragen", betont Friedmann, der selbst ebenfalls Flugunfälle untersucht.

Vier Tage nach dem Unfall, am 6. November, hatten Coburger Staatsanwaltschaft und die Polizei ein erstes Ermittlungsergebnis präsentiert: Demnach befand sich das Flugzeug im korrekten Landeanflug auf den Coburger Flugplatz, bis es zu weit nach rechts geriet, auf Höhe der Bauschuttdeponie einen Baum streifte, noch weiter nach rechts drehte und wenige hundert Meter entfernt in den Wald stürzte. Nach Aussage von Piloten, die sich zu dieser Zeit am Flugplatz aufhielten, war die Maschine nicht zu sehen gewesen - die Wolken hingen zu tief.

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