Gleismuthhausen
Feuerwehr

Feuerwehr-Jugend meister Katastrophenszenario in Gleismuthhausen

Die Jugendlichen fackelten bei einem Katastrophenszenario nicht lange, sondern machten souverän ihre Aufgaben.
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Einsatzleiterin Lea Marie Spindler und Jugendwart Christian Hückmann in Gespräch Foto: Desombre
Einsatzleiterin Lea Marie Spindler und Jugendwart Christian Hückmann in Gespräch Foto: Desombre
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Einer Katastrophe glich das Übungsszenario, das die Stadt Seßlach am Samstagnachmittag nachstellte, damit die Jugendfeuerwehren der Stadt ihren Ausbildungsstand und ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen konnten. Die rund 50 Nachwuchsfeuerwehrler erwarteten ein nach starken Regenfällen abgerutschter Hang, ein überfluteter Keller und einige verletzte Anwohner, die es zu bergen galt. Christian Hückmann (Merlach) und Manuel Brasch (Dietersdorf) hatten sich dies einfallen lassen und Lea-Marie Spindler aus Gemünda mit der Einsatzleitung betraut.


Alleine geht's nicht

Das Motto war: "Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit." Die Feuerwehren kämen von der Meinung "Mein Feuer - dein Feuer" ab, weil keine Wehr mehr in der Lage sei, alleine tätig werden zu können, sagte Manuel Brasch. Ganz schön anstrengend war für die Jungen und Mädchen das Füllen der Sandsäcke, um damit zu verhindern, dass das Wohnanwesen geflutet wird. Rasch installierten die jungen Leute einen Lichtmast und ebenso so schnell stellten sie das Zelt für die Unterbringung der Verletzten auf.


Helfen ist die Motivation

"Weil's mir Spaß macht", sei sie zur Feuerwehr gegangen, sagte Lena Weinkauf aus Rothenberg. Ihr Nachbar sei bei der Feuerwehr engagiert und habe bei den vielen Festen im Ort immer mitgeholfen. Das habe sie neugierig auf die Feuerwehr gemacht, und im Notfall wolle sie auch anderen helfen. "Ich kann nur jedem empfehlen, zur Feuerwehr zu gehen", sagte die 16-jährige Schülerin der Wirtschaftsschule.
Seit vier Jahren ist Max Bösel bei der Jugendfeuerwehr Merlach dabei. "Ich will anderen helfen", lautet auch seine Motivation.


Bürgermeister: "Was ihr leistet, trägt Früchte im Landkreis"

Großen Respekt zollte Seßlachs Bürgermeister Martin Mittag (CSU) den Jugendlichen. Sie seien nicht nur engagiert bei der Sache, wenn es um Pokale gehe. "Was ihr leistet, trägt Früchte im Landkreis", sagte Mittag.
"Es hat Spaß gemacht, den Jugendlichen bei ihrer Arbeit zuzusehen", stellte Kreisbrandinspektor Reinhard Hartung heraus. Die Hauptakteure der Übung hätten nach den Worten des stellvertretenden Kreisjugendwartes Stefan Püls eine hervorragende Leistung gezeigt. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Jugendfeuerwehren sei Hand in Hand gegangen. Die Jugendfeuerwehr Hafenpreppach habe sich Landkreisübergreifend sehr gut in diese Übung eingeklinkt, betonte Kreisbrandmeister Johannes Kempinski. Bei der Feuerwehr werde eben jeder benötigt.

Den Jugendleistungsmarsch 2016 hatten die Feuerwehren Oberelldorf, Lechenroth, Merlach, Gemünda und Autenhausen gewonnen. Nun spendeten sie den Erlös in Höhe von 415 Euro der Jugendfeuerwehr der Stadt Seßlach anlässlich der Übung.
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