LKR Coburg
Naturschutz

Es tut sich was im Grünen Band

Das Grüne Band geht nach der langen Zeit der Planung mit erteiltem Förderbescheid jetzt in die Umsetzungsphase.
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Ein Paar betrachtet ein Info-Banner zum Naturschutzgroßprojekt "Das Grüne" Band, dass während der Auftaktveranstaltung der Projektphase II aufgestellt worden war. Foto: Rainer Lutz
Ein Paar betrachtet ein Info-Banner zum Naturschutzgroßprojekt "Das Grüne" Band, dass während der Auftaktveranstaltung der Projektphase II aufgestellt worden war. Foto: Rainer Lutz
"Jetzt, wo es läuft, würde ich gern Vorsitzender bleiben." Mit diesen Worten bestätigte Coburgs Landrat Michael Busch (SPD), das er weiter für das Amt an der Spitze des Zweckverbandes Naturschutzgroßprojekt "Das Grüne Band" zur Verfügung steht. Die Verbandsversammlung bestätigte ihn am Freitag einstimmig im Amt.
Stellvertreter bleibt Hildburghausens Landrat Thomas Müller (CDU), der in Abwesenheit im Amt bestätigt wurde.
Dass es jetzt "läuft", wie Michael Busch sagte, bezog sich auf den Eintritt in die Projektphase II des Großprojektes, die im Frühjahr mit der Überreichung des Förderbescheids mit mehr als acht Millionen Euro offiziell eingeleitet wurde. Was schon "läuft" schilderte Projektleiter Stefan Beyer. Viele Beschlüsse der letzten Verbandsversammlung sind inzwischen ganz oder teilweise umgesetzt. So steht inzwischen der Dienstwagen, ein Suzuki mit dem Kennzeichen CO und GB wie "Grünes Band" zur Verfügung. Mit Hilfe von Drohnen wurden rund 500 Schrägluftbilder angefertigt, die an vielen Stellen des Projektgebiets den Ausgangszustand von Flächen dokumentieren. Zu den großen Ausgabeposten gehört der Flächenerwerb. Auf bayerischer Seite wurden 17 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 10,4 Hektar für rund 115 000 Euro angekauft. Auf thüringer Seite wurden über 202 000 Euro investiert, um 16 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von gerundet 21,3 Hektar anzukaufen.
Weil künftig ein Teil der Flächen im Bereich des Naturschutzgroßprojekts durch Weidehaltung gepflegt werden soll, wurde in Vakuumfasswagen bestellt, der noch Ende des Jahres geliefert werden soll.


Vergleich mit alten Aufnahmen

Im Vergleich zu älteren Luftaufnahmen, die Anfang der 90er Jahre entstanden sind, zeigt sich auf den neuen Bildern, wie die Verbuschung des einstigen Grenzstreifens seither vorangeschritten ist. Um die gewünschten Landschaftstypen zu erhalten oder wieder herzustellen, sind bereits an etlichen Stellen Entbuschungsarbeiten durchgeführt oder die Aufträge dafür vergeben worden. Dazu gehören Feuchtmulden bei Mitwitz, Flächen bei Herbartswind oder zwischen Weihersmühle und Emstadt. In der Bischofsau und Teichwiesen bei Stressenhausen ist der Auftrag für die Anlage von Kleingewässern erteilt. Teilweise wurden die Arbeiten durch schlechtes Wetter gebremst. Sie werden aber in den kommenden Monaten noch fertig gestellt. Teilweise wurden während der Planungsphase heftige Diskussionen um das Grüne Band geführt. Um so freut sich Michael Busch als Vorsitzender des Zweckverbandes jetzt beweisen zu können, dass Ängste vor Enteignung unbegründet waren "...und das Prinzip der Freiwilligkeit auch wirklich eingehalten wird." Das zeigt sich beim Flächenerwerb. Es sollte eigentlich rund eine halbe Million Euro dafür aufgewendet werden. Doch es gab Grundeigentümer, die das Angebot der Ankaufkommission ablehnten. Daher wurden bisher nur Grundstücke im Gesamtwert von rund 320 000 Euro erworben.
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