Sonnefeld
Königshaus

Eine Königin regiert die Schützen

Mit Ilona Bauer hatte wieder eine Frau im Wettbewerb um die Königskette die Nase bei der Privilegierten Schützengesellschaft Sonnefeld vorn.
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Bei der Schützenkönigsproklamation von links: Philip Steiner, Bastian Angermüller, Daniela Häfner, Ilona Bauer, Michael Keilkich und Gerhard Barth
Bei der Schützenkönigsproklamation von links: Philip Steiner, Bastian Angermüller, Daniela Häfner, Ilona Bauer, Michael Keilkich und Gerhard Barth
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Glückwünsche und Blumengebinde aus der Hand des Gemeindechefs an die frisch gekürte Regentin Ilona Bauer beschlossen am Sonntagabend den offiziellen Festteil. Mit dem Anstich des ersten Fasses Festbier zum traditionellen Salzknochenessen hatte der Sonnefelder Bürgermeister Michael Keilich (CSU) das Schützenfest eröffnet.
Einer seiner drei Schüsse auf die Königsscheibe brachte Gerhard Barth mit 84,9-Teilern das beste Ergebnis und die Würde des 1. Ritters. Fristbeschränkungen in der Vereinssatzungen sind der Grund, dass dieses beste Schießergebnis ihm nicht die Königskette brachte.

Mit Ilona Bauer hatte wieder eine Frau im Wettbewerb um die Königskette die Nase vorn. Die neue Regentin brachte es auf 141,3-Teiler. Daniela Häfner komplettierte dann mit 173,1-Teilern das Führungstrio als 2. Ritterin.



Kein Jungschützenkönig

"Mangels Masse" konnte Schießleiter Bastian Angermüller - ebenfalls mit Blick auf die Satzung - keinen neuen Jungschützenkönig proklamieren. Sonnefelds Schützennachwuchs wird von lediglich zwei Jungschützen, den Steiner-Brüdern, repräsentiert. Der letztjährige Jungschützenkönig Philip setzte zwar mit einem 52,8-Teiler-Schuss das beste Blatt beim Königsschießen und stellte damit alle Anstrengungen "der Großen" in den Schatten. Trotzdem musste er sich - ein Novum in der Gesellschaftshistorie - mit dem Titel des 1. Jugendritters begnügen und Bruder Nico bei 249,5 Teilern als 2. Jugendritter gratulieren.

Den Wettbewerb um den Ferdinand-Ramster-Wanderpokal entschied Gerhard Barth bei 31,4 Ringen für sich. Damit verwies er die konkurrierenden Bastian Angermüller und Philip Steiner mit 28,7 bzw. 27,2 Teilern auf die Plätze.



Jedermannschießen

Am Jedermannschießen der Priv. Schützengesellschaft Sonnefeld beteiligten sich immerhin fanden 121 in 29 Teams organisierte Teilnehmer aus der Stammgemeinde und ihren Ortsteilen. Ebenso informativ wie humorvoll führte Schießleiter Bastian Angermüller am Samstagabend das auf zwei Tage reduzierte Schützen- und Volksfest mit Siegerehrung und Vergabe der ausgesetzten Sachpreise zum ersten Höhepunkt.

Respekt zollte er dem statistisch erfassten, mit 58 Frauen und 63 Männern "fast ausgeglichenen Teilnehmerfeld". Wobei sich speziell bei den männlichen Teilnehmern beachtliche Leistungssteigerungen dokumentierten. Ausdrücklich erwähnte Angermüller den Hobbyschützen Gerhard Hain, der schon im Probeschuss mit einem 17-Teiler für sein Team "Die Volltreffer" aufhorchen ließ.


Haarscharf

Mehrfach lagen die Wertungsergebnisse nur um Zehntel-Teiler/Ringe auseinander. Das führte dazu, dass im Wettkampf um den Titel Volkskönig der vierte (24,1 Teiler) sowie in der Mannschaftswertung der neunte (688,9 Ringe) Platz gleich zweimal vergeben waren.


Volkskönige

Den Titel Sonnefelder Volkskönigin 2017 sicherte sich Katharina Albert (AMC Hohe Aßlitz) mit 18,7-Teilern. Mit deutlichem Abstand folgen Alexandra Kemnitzer (40,7 Zirndaltons) und Celina Zwosta (43,6 Die Zwostas).
Michael Forkel (Die Hackstöck) schnitt mit sensationellen 10,7 Teilern unschlagbar ab. Er nahm Titel und Präsente als Sonnefelder Volkskönig 2017 entgegen. 14,0 Teiler brachten Marc Reinmüller (VB Hertha) den Titel 1. sowie 15,6 Teiler Wolfgang Hoydem (GUB) den Titel 2. Volksritter ein.

Die Meisterwertung Damen entschied Celina Zwosta (Die Zwostas) mit 188,8 Ringen für sich. Mit nur 0,1 Ringen Unterschied folgten auf den Plätzen Silvia Jung (FFW 3) und Luise Hopf (RuF Bieberbach).
In der Meisterwertung Herren zeigte sich Fredi Welsch (Querbläser) mit 193,3 Ringen unschlagbar. Uwe Dötschel (191,3 GUB) und Gerhard Hain (188,6 Die Volltreffer) belegten die Plätze.


Mannschaftssieger

Das Team Zirndalton wurde Sieger in der Mannschaftswertung. 734,8 Ringe brachten dem Team Sonnefelder Querbläser den zweiten sowie 731,7 Ringe dem Familienquartett Die Zwostas den dritten Platz ein.
"Sie können besser Fußball spielen als auf die Scheibe schießen", kommentierte Angermüller die Vergabe des Trostpreises für den 29. Platz der Mannschaftswertung an den TSV Sonnefeld.
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