Coburg
Renovierungen

Eigentümer schöner Coburger Häuser ausgezeichnet

Die Gemeinschaft Stadtbild Coburg und die Stadt Coburg prämierten erneut die besten und schönsten Renovierungen mit Medaillen und Urkunden.
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Die Jugendstilvilla im Gustav-Freytag-Weg 23 wurde 1904 vom damaligen Stadtbaumeister Max Böhme als Wohnhaus errichtet und von den heutigen Eigentümern Gabriele und Günther Steiger saniert.  Foto: Fenna Kreuz
Die Jugendstilvilla im Gustav-Freytag-Weg 23 wurde 1904 vom damaligen Stadtbaumeister Max Böhme als Wohnhaus errichtet und von den heutigen Eigentümern Gabriele und Günther Steiger saniert. Foto: Fenna Kreuz
"Viele nennen uns auch Fassadenglotzer", scherzt Dr. Hans-Heinrich Eidt, der Vorsitzende des Vereins Stadtbild Coburg. Der Grund: "Wir prämieren die schönsten Coburger Häuser nur von außen." Sein Verein habe wenig Gelegenheit auch einmal ins Haus zu schauen, fährt er fort, während die Stadt Coburg drei Gebäude mit Medaillen auszeichne, die sowohl außen, als auch innen voll saniert seien und weitere drei wertvoll sanierte Gebäude zudem mit Urkunden bedenke.
Für das vergangene Jahr und das laufende Jahr prämierten sowohl der Verein als auch die Stadt die besten Renovierungen Coburger Gebäude wie immer in einer gemeinsamen Aktion. Am Montagabend trafen sich deshalb die Eigentümer der neuen schönsten Coburger Häuser im Hexenturm am Ernstplatz, um ihre Auszeichnungen in Form von Urkunden und Medaillen aus der Hand von 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber und dem Stadtbild-Vorsitzenden Dr. Hans-Heinrich Eidt in Empfang zu nehmen.
Eidt dankte allen Hauseigentümern für ihren Einsatz zur Verschönerung des Stadtbildes. Zum Leitbild des Vereins sagte er: "Wir wollen nicht nur die Stadt verschönern, sondern zudem eine Umgebung schaffen, in der die Menschen sich gerne aufhalten und wohlfühlen." Der Vorsitzende dankte auch den Geschwistern Christine Volkmann und Michael Stoschek für ihre 3,4 Millionen-Euro-Spende. "Bis auf drei Häuser, deren Sanierung ohne die Hilfe des Vereins finanziert wurden", informierte er, seien alle Gebäude aus eben diesem Spendenfond unterstützt worden. Eidt erklärte das Geld für das Programm bereits fast für verbraucht: "Wenn ich alles ausgebe, was ich bereits zugesagt habe, bleibt nicht mehr viel übrig."


Gewollte Ungerechtigkeit

Dabei betonte er, dass es bei seinem Verein im Gegensatz zur Stadt, die eine feste Förderstruktur habe, gewollt auch ein wenig Ungerechtigkeit gäbe. "Ich betrachte das Haus und ob es einer Förderung wert ist", erklärte er zur Entscheidung über die Höhe der "Finanzspritze" durch den Verein. "Wenn der Eigentümer Geld hat, bekommt er wenig, hat der Eigentümer wenig Geld, bekommt er mehr."
Baubürgermeisterin Birgit Weber erinnerte an ein Jubiläum: "Es ist jetzt 25 Jahre her, dass diese Auszeichnung durch die Stadt beschlossen wurde", sagte sie. Sie betonte, dass die Stadt bei der Förderung im Gegensatz zum Verein Stadtbild an gewisse Zwänge und ihr Kontingent gebunden sei. Sie sei fasziniert von alten Häusern, sagte Weber. "Gottseidank" habe die Stadt für diese freiwilligen Leistungen im Moment noch die Mittel, erklärte sie und fand, die Stadt sei "toll geworden". Auch sie freute sich, genau wie Eidt, über die Auszeichnung "Top-City 2016".


Krone polieren

Auch die Entscheidung für die Veste als "Unesco-Weltkulturerbe" falle im kommenden Jahr, sagte sie. Coburg und seine Veste seien die Krone Frankens. "Wir müssen sie eifrig polieren, um sie zum Glänzen zu bringen."





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