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Umdenken

Die Schule in Neundorf wird doch nicht abgerissen

Ursprünglich hatte der Gemeinderat nichtöffentlich beschlossen, das Gebäude in Neundorf abzureißen. Doch dann regte sich großer Widerstand.
Die "Alte Schule" im Weitramsdorfer Ortsteil Neundorf, ein Gebäude, das derzeit viele Vereine beherbergt, die Diakoniestation inzwischen aber nicht mehr. Foto: Berthold Köhler (Archiv)
 
von LOTHAR WEIDNER
Die Schule im Gemeindeteil Neundorf wird vorläufig nicht abgerissen. Das beschloss der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen. Somit wurde dem Antrag der Dorfgemeinschaft Neundorf (DGN) und der SPD stattgegeben, in dem gefordert wurde, den Beschluss des Gemeinderates vom Juli dieses Jahres, der in nichtöffentlicher Sitzung gefasst worden war, aufzuheben.

Allerdings bezieht sich die Entscheidung im Gemeinderat nur auf den Abriss, nicht auf die unbekannten weiteren Beschlüsse in Zusammenhang mit der Diakoniestation, die nunmehr ihr Domizil in Dietersdorf gefunden hat und nicht in der Schule in Neundorf.


Ohne Konzept droht der Abriss zu einem späteren Zeitpunkt immer noch

Gleichzeitig wurde per Beschluss der Gemeindeverwaltung zusammen mit den Ortsvereinen auferlegt, ein Konzept zur weiteren Vorgehensweise der Nutzung der Räumlichkeiten zu erarbeiten. Das Konzept muss bis zum 31. Dezember 2017 vorliegen, ansonsten droht doch der Abriss des Schulgebäudes.

Die Diskussion im Gemeinderat vor einer großen Zuschauerkulisse, meistens Neundorfer Bürger, drehte sich ständig wie ein Karussell im Kreis, bis schließlich dem DGN-Antrag stattgegeben wurde. Begründet wurde der Antrag aus dem Weitramsdorfer Ortsteil damit, dass nicht nur die Räume für jährlich wiederkehrende Veranstaltungen benötigt würden, sondern insbesondere für das im nächsten Jahr anstehende 50. Jubiläum der Blaskapelle. Heiko Geuß, der geschäftsleitende Beamte, verwies darauf, dass jährliche Betriebskosten von 16.000 Euro anfielen und momentan erhebliche Wasserverluste aufträten. Gemeinderat Klaus Dorscht (FW) stellte fest, dass die Heizungsanlage marode sei. "Sie zittert so vor sich hin", meinte er.


Die Veröffentlichung der Veröffentlichung

Mit einem weiteren Antrag aus den Reihen der CSU beschäftigte sich das Gremium ausgiebig. Es ging nochmals um die Neundorfer Schule in Verbindung mit der Diakonie. Die antragstellende Fraktion war der Meinung, dass die bisher seitens der Verwaltung veröffentlichten Informationen zu diesem Thema unzureichend seien, und fordert, die Hintergründe und den Entscheidungsprozess (der allerdings durchweg nichtöffentlich gefasst wurde) bürgerfreundlich aufzubereiten und zu veröffentlichen. Bei zwei Gegenstimmen war der Gemeinderat bereit, mit dieser Aufgabe den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit zu beauftragen, dessen Ergebnis zunächst in der nichtöffentlichen Sitzung im November vorgestellt werden soll, um deren Veröffentlichung zu beschließen.

Die DGN hatte ein weiteres Anliegen. Sie beantragte schriftlich, im Bereich "Alte Poststraße/Schelmersgraben" zusätzliche Straßenbeleuchtungen anzubringen, da dort eine Gefahrenstelle für Fußgänger, insbesondere für Schulkinder, bestehe. Die SÜC werden zunächst eingeschaltet, um die Beleuchtungssituation zu prüfen und um die Kosten zu ermitteln.

Allerdings mussten die Antragsteller die Nase rümpfen, als sie von Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (BfB) erfuhren, dass 60 Prozent der Kosten aufgrund der Straßenausbaubeitragssatzung auf die Anlieger umzulegen seien. "Da führt kein Weg vorbei", meinte auch Geschäftsleiter Heiko Geuß.

Andreas Carl (DGN) drückte sein Befremden darüber aus und Gemeinderat Josef Janson verpasste dem Bürgermeister einen Seitenhieb, indem er sagte: "Eine Belastung der Bürger entspricht nicht dem Wahlversprechen."
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