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Diskussion

Der Wunsch bleibt: Schlossplatz-Tiefgarage in Coburg

Die Wählergruppe Pro Coburg verfolgt weiter ihr Kernthema. Gefordert wird, dass sich künftig auch der Landkreis an den Kosten des Theaters beteiligt.
Aktuell gibt's Sonne satt in Coburg. Aber bei Schmuddelwetter wäre eine Schlossplatz-Tiefgarage auch für Theaterbesucher sehr praktisch. Foto: CT-Archiv
 
Bei der Wählergruppe Pro Coburg dreht sich vieles ums Landestheater - und um den Platz davor und die mögliche Zukunft darunter. "Pro Coburg bekennt sich zum Coburger Landestheater", sagte der Vorsitzende Jürgen Heeb bei der Hauptversammlung im Hotel "Stadt Coburg". Allerdings könne die Stadt die Kosten für das Theater auf Dauer nicht alleine tragen. Konkret nahm Jürgen Heeb den Landkreis ins Visier: "Der Kreis lebt einseitig auf Kosten von Coburg", stellte er fest und forderte, dass sich künftig auch der Kreis am Defizit beteiligt.


Gegen Parkhaus-Erweiterung

Bestimmendes Thema von Pro Coburg ist weiterhin der Bau einer Tiefgarage unter dem Schlossplatz. Das zeigte sich beim Bericht von Stadtrat Peter Kammerscheid, der auch dem Bau- und Umweltsenat angehört. Er mahnte ein Parkraumkonzept und einen Verkehrsentwicklungsplan für das Sanierungsgebiet Steinwegvorstadt an. Pro Coburg sei gegen Quartierstiefgaragen unter dem Gemüsemarkt oder in der Schwarzen Allee und auch gegen eine kleine Erweiterung des Parkhauses Post. "Alle diese Vorschlage sind zu teuer oder nur mit einem unverhältnismäßig großem Aufwand zu verwirklichen und bringen nur wenige Stellplätze", so Kammerscheid.

Dass eine Schlossplatz-Tiefgarage von einem Gutachterbüro als schlechteste Lösung für weitere Innenstadt-Parkplätze eingestuft wurde, ist für Peter Kammerscheid "nicht nachvollziehbar". Denn eine Schlossplatz-Tiefgarage würde die meisten Parkplätze für Anwohner, Kunden und auch für Theaterbesucher bereitstellen. Auch Jürgen Heeb machte deutlich, dass der Traum nicht aufgegeben werde: "80 bis 100 Millionen Euro sind für die Sanierung des Coburger Landestheaters veranschlagt, aber kein Euro dafür ist für das Parken dort eingeplant." Der Bau einer Schlossplatz-Tiefgarage zeitgleich mit der Sanierung des Theaters sei "eine historische Chance". Auch wenn es knifflige Detailfragen bei Ein- und Ausfahrten zu lösen gelte, kündigte Heeb weitere Initiativen für eine Tiefgarage unter dem Schlossplatz an.


"Irgendwo muss das Auto hin"

Jürgen Heeb und Peter Kammerscheid waren sich einig, dass es nur gelinge, die Innenstadt attraktiv zu machen, wenn es ausreichend Stellplätze für Anwohner und Kunden gibt. "Auch wenn die Menschen viele Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen, irgendwo muss das Auto hin", betonte Jürgen Heeb. Baulücken müssten geschlossen oder Räume in der Innenstadt nachverdichtet werden. "Die Menschen zieht es wieder in die Stadt", gab Jürgen Heeb zu bedenken. Coburg trotze allerdings noch dem demografischen Wandel und halte aktuell seine Einwohnerzahl.

Nachdem während der Sanierung des Landestheaters die Interimsspielstätte (Kammerscheid: "Das heißt kurz ISS") auf dem Gelände der Angersporthalle entstehe, würden sich während dieser Zeit neue Chancen für das Restaurant "Rosengarten" ergeben, bei dem der Pächter den Vertrag nicht mehr verlängert hat, hoffte Heeb. Ausdrücklich bekennt sich die Wählergruppe für den Bau eines neuen Verkehrslandeplatzes. Noch sei eine Straßenausbau-Beitragssatzung in der Stadt Coburg nur eine Absicht, "aber Ziel muss es sein, hier eine gerechte und erträgliche Beteiligung der Bürger zu erreichen". Die Kommune sei an die Vorgaben der Regierung gebunden.

Grundsätzlich sieht sich Pro Coburg als "Stimme der Vernunft". Heeb reklamiert für die dreiköpfige Fraktion, "wichtig für den Stadtrat" zu sein. Die Mitglieder der Wählergruppe stünden für kritisches Hinterfragen, gleichzeitig aber auch für Offenheit und Toleranz.


Initiative für Wohnmobile

Die Fraktion von Pro Coburg sei in nahezu allen Ausschüssen vertreten. "Oft beanspruchen andere die Erfolge unserer Anträge für sich", sagte Jürgen Heeb in seinem Bericht. Er erinnerte an den Stellplatz für Wohnmobile, der inzwischen auf dem Gelände des Freibades errichtet werde und einer Initiative von Pro Coburg entsprungen sei. Aktuell habe die Wählergemeinschaft gefordert, die Leopoldstraße zumindest in Teilen als Einbahnstraße auszuweisen.
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