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Coburger Flugzeug legt Bruchlandung hin

Sachschaden von rund 700.000 Euro ist am Dienstag bei einem Flugunfall auf dem Flughafen Friedrichshafen entstanden. Die verunglückte Maschine stammt aus Coburg.
Mindestens 700.000 Euro Sachschaden entstand an diesem aus Coburg kommenden Flugzeug. Foto: Polizei Friedrichshafen
 

Der 51-jährige Pilot einer aus Coburg kommenden zweimotorigen Turbopropmaschine war bereits gelandet, als während der Rollphase in plötzlich das Bugrad einknickte.

Dienstagmorgen, 8.30 Uhr, der idyllisch gelegene Flughafen Friedrichshafen am Bodensee: Im Landeanflug befindet sich eine zweimotorige Turbopropmaschine aus Coburg. Zunächst läuft alles glatt - das Flugzeug setzt sanft auf der Rollbahn auf und nimmt sogar schon die Parkposition ins Visier. Doch dann knickt plötzlich das Vorderrad ein, und der Flieger kippt um. Dabei werden sowohl die Schnauze der Maschine als auch die beiden Propeller "erheblich in Mitleidenschaft" gezogen, wie es später im Bericht der Polizei Friedrichshafen heißen wird. Erste vorsichtige Schätzungen gehen von einem Sachschaden in Höhe von rund 700.000 Euro aus. Mindestens.

Doch was natürlich sehr viel wichtiger ist: Der 51 Jahre alte Pilot und alle vier weiteren Insassen blieben bei der Bruchlandung unverletzt.

Maschine der Firma Kapp


Offiziell wollte am Dienstag niemand Auskünfte dazu geben, in welchem Auftrag das Flugzeug unterwegs war. Nach Tageblatt-Informationen handelt es sich aber um ein Flugzeug der Coburger Firma Kapp.

Derweil hat die Polizei in Friedrichshafen bereits die Ursache des Unfalls ermittelt. Demnach war vor dem Start der Maschine auf der Brandensteinsebene die Abschleppvorrichtung nicht entfernt worden. Nach der Landung verkeilte sich diese Abschleppvorrichtung in einer Lampe, die auf der Rollbahn der sogenannten Rollwegbefeuerung dient. Daraufhin knickte dann das Bugfahrwerk nach hinten weg.

Der Flughafen Friedrichshafen, gerne auch als "Bodensee-Airport" bezeichnet, liegt zwar strategisch günstig. Dennoch hatte man zuletzt mit sinkenden Fluggastzahlen zu kämpfen: So wurden im vergangenen Jahr rund 570.000 Passagiere abgefertigt. Wenige Jahre zuvor lag diese Zahl noch bei fast 660.000. Dem Flughafen Friedrichshafen machte zuletzt vor allem der Weggang der Billigfluggesellschaft Ryanair zu schaffen, die noch bis zum Frühjahr 2010 Direktflüge von Friedrichshafen nach London Stansted und Alicante anbot, sich dann aber vom Bodensee zurückzog und ihre Operationen in der Region seither auf den Flughafen Memmingen konzentriert.

Millionen investiert


Ärgerlich für Friedrichshafen: Weil das Abfertigungsterminal nur für 500.000 Passagiere ausgelegt war, wurde der Flughafen für mehr als 30 Millionen Euro auf eine Kapazität von 1,5 Millionen Passagieren ausgebaut - Einweihung war im Herbst 2010, wenige Monate nach dem Ryanair-Abzug.

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