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Coburg ermöglicht Parken mit Blick zum ICE

Die ersten 56 Parkplätze stehen schon zur Verfügung. Doch eine direkte Verbindung vom Parkplatz zum Bahnsteig gibt es nicht.
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Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber machen sich schon mal schlau, wie der Parkscheinautomat funktioniert. Der Parkplatz soll in den nächsten Tagen noch ausgeschildert werden. Foto: Simone Bastian
Oberbürgermeister Norbert Tessmer und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber machen sich schon mal schlau, wie der Parkscheinautomat funktioniert. Der Parkplatz soll in den nächsten Tagen noch ausgeschildert werden. Foto: Simone Bastian
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Die Stadt Coburg macht sich bereit für den ICE: Die ersten Parkplätze in Bahnhofsnähe stehen bereits zur Verfügung, obwohl der ICE noch nicht mal in Coburg hält. Aber Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) will sichergehen, dass bis zur ersten Abfahrt eines ICE am 10. Dezember auch jeder mitbekommen hat, wo er parken kann: 56 Stellplätze stehen auf einer Parkanlage hinter dem Gebäude Lossaustraße 1 zur Verfügung. Für Ortskundige: zwischen der Judenbergunterführung und dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), die Einfahrt befindet sich gleich neben dem ZOB.

Das Grundstück gehört der Stadt, die Stellplätze waren bislang anderweitig vermietet. Nun betreibt die "DB Bahnpark" den Platz und hat ihre Parkscheinautomaten schon aufgestellt.

Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) verweist darauf, dass hier aus ein barrierefreier Zugang zum Bahnhof möglich sei. Allerdings führt der Fußweg erst wieder hinunter in die Lossaustraße, am ZOB entlang, ins Bahnhofsgebäude und von dort notfalls per Aufzug hoch zum ICE-Gleis. Einen direkten Weg zu den Bahnsteigen gibt es nicht. Erreichbar wäre dort auch nur der Bahnsteig 1, und dort hält kein ICE.

Näher am ICE-Gleis befinden sich die Parkplätze, die möglichst im Lauf des Jahres noch entstehen sollen. Tessmer vermied am Freitag jede Festlegung und sprach von "in Bälde", Weber gab das Ziel aus, dass diese Parkplätze bis zum ICE-Start im Dezember zur Verfügung stehen sollen. Allerdings könne die Stadt da nur bedingt mitreden, denn das fragliche Grundstück gehöre der Bahn. Die Stadt will aber den direkten Zugang zum Fußgängertunnel unter den Gleisen schaffen. Denn dort, wo der Parkplatz entstehen soll, befand sich einmal das Gleis 6. Der Treppenaufgang wurde verschüttet, soll aber nun wieder freigelegt und überdacht werden. Erwartete Kosten: rund 250 000 Euro. Die Planung werde in einer der nächsten Sitzungen des Bau- und Umweltsenats vorgestellt, kündigte Weber an.

Dann wären von der Adamistraße (B4) 80 bis 100 Parkplätze erreichbar. "Genügend", wie Tessmer sagte. Das Argument, Coburg habe für einen ICE-Halt zu wenige Parkplätze, werde man "kurz- bis mittelfristig entkräften können".

Die Parkplätze für Pendler (Tagesmiete vier Euro, Wochenmiete 20 Euro) sind aber nicht alles, was die Stadt in Bahnhofsnähe zu bieten hat. Birgit Weber wies auf die rund 30 Kurzzeitparkplätze nahe des Bahnhofsgebäudes in der Lossaustraße hin, die zum Bringen und Abholen von Fahrgästen genutzt werden können. Außerdem ist angedacht, im weiteren Verlauf der Lossaustraße zwischen Bahnhof und Callenberger Unterführung weitere Parkplätze anzulegen. Das sei aber erst möglich, wenn die Bahn ihre Bauarbeiten im Bahnhofsbereich abgeschlossen habe, erläuterte Karl Baier, Leiter des Stadtplanungsamts. Denn um die vorgesehenen Parkbuchten bauen zu können, braucht die Stadt einen Grundstücksstreifen von der Bahn. OB Tessmer verwies darauf, dass auch an der Adamistraße noch Reservefläche zur Verfügung stehe: "Für das, was wir heuer noch machen, fährt man von der Callenberger Abfahrt rein und rechts rum. Aber links ist auch noch Platz. Dort lagert die Bahn nur derzeit ihre Baustellen-Einrichtung."
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