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Brückenbau auf dem Coburger Marktplatz

Große Augen machten zahlreiche Passanten, die am Freitag über den Coburger Marktplatz gingen: Erwachsene und Kinder bauten aus großen, bunten Kartons eine riesige Brücke. Eine Zeitbrücke, die - wie könnte es anders sein - an einem Brückentag entstand.
Da müssen kräftige Männer  zulangen: Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer und ein kleiner Helfer reparieren die Brückenteile.
 

Vier Kindergärten haben im Rahmen der Aktionswoche zum internationalen Tag der Familie die Kartons bemalt und beklebt. Gestiftet wurden die Kartons von Coburger Firmen zum symbolischen Preis von 50 Euro das Stück. Symbolisch deshalb, weil der Erlös in Höhe von 2650 Euro komplett als Spende an die Oma-Opa-Vermittlung geht.
Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD) nahm das erfreut zur Kenntnis: "Die Oma-Opa-Vermittlung bildet die Betreuungsbrücke zu den Zeiten, in denen die Kindereinrichtungen geschlossen sind", sagte er. "Um Familie und Beruf gut unter einen Hut zu bringen, braucht man Zeit zum Arbeiten und für die Familie, die man sich nehmen muss." Hauptsächlich aber seien flexible und clevere Arbeitszeitmodelle der Arbeitgeber gefragt. Dann packte der Bürgermeister mit an, denn ein kräftiger Windstoß hatte einen Teil der Zeitbrücke wieder eingerissen.
Die Nachfrage nach Leihomas und -opas sei riesengroß, sagte Rosemarie Kaiser, Vorsitzende der Oma-Opa-Vermittlung- "Uns gibt es seit elf Jahren in Coburg und wir haben im Moment 265 Mitglieder." Hauptsächlich über Mundpropaganda kommen die Leihomas und-opas zum Verein. Ihr Motiv: "Das Schöne ist, dass wir wieder Zeit mit jungen Leuten, mit Kindern und Familien verbringen, weil unsere eigenen Kinder ganz weit weg wohnen", sagt Isolde Artus (67) und strahlt. Seit drei Jahren ist sie eine von rund 40 Leihomas bei der Oma-Opa-Vermittlung. Um insgesamt vier Kinder kümmert sie sich mit ihrem Mann Manfred: Ylva (3), Emilia (7), Erin (6) und Merell (4) sind ihre Leihenkel,

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