Kultur-Tipp

"Brahms pur" im Landestheater Coburg

Ausschießlich Werke von Johannes Brahms erklingen zum Auftakt der Konzert-Saison im Landestheater Coburg.
Coburgs GMD Roland Kluttig dirigiert die 3. und 4. Sinfonie von Johannes Brahms im Landestheater.Foto: Marco Borggreve
 
von JOCHEN BERGER
Das Motto ist Programm und durchaus wörtlich zu nehmen. Mit "Brahms pur" startet das Landestheater in die neue Konzertsaison. Ausschließlich Werke von Johannes Brahms stehen auf der Vortragsfolge bei 1. Sinfoniekonzert am Montag. Bereits zwei Tage zuvor ist dieses Programm als Eröffnungskonzert im freien Verkauf zu erleben (Beginn: 20 Uhr).


Uraufführung in Meiningen

Coburgs Generalmusikdirektor Roland Kluttig verzichtet dabei ganz bewusst auf einen Gast-Solisten, stellt vielmehr den Sinfoniker Brahms und damit das Philharmonische Orchester in den Mittelpunkt. Die 3. Sinfonie F-Dur bildet den ersten Teil, nach der Pause folgt die 4. Sinfonie e-Moll. "Die Coburger sind Brahms-Fans", sagt Kluttig zu dieser Werkauswahl. Immer wieder werde er in Coburg von Zuhörern auf Brahms angesprochen.
Nur knapp zwei Jahre trennen die beiden Brahms-Werke. Die Uraufführung der 3. Sinfonie fand am 2. Dezember 1883 durch die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Hans Richter statt. Für Coburgs GMD Roland Kluttig ist diese 3. Sinfonie für die Interpreten eine der schwierigsten Brahms-Sinfonie überhaupt.
Die 4. Sinfonie e-Moll wurde am 25. Oktober 1885 in Meiningen uraufgeführt - durch die Meininger Hofkapelle, die Hans von Bülow in wenigen Jahren an die Spitze der Orchester Europas in jener Zeit geführt hatte. Brahms komponierte sein sinfonisches Schlusswort in Mürzzuschlag in der Steiermark. Die beiden ersten Sätze entstanden im Sommer 1881, der dritte und vierte im Sommer 1885. jb

zum Thema "Theater-Tageblatt"

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