Coburg
Artur 17

Bei den Künstlern vor Ort

Die Bildenden Künstler Oberfrankens öffnen am Wochenende wieder ihre Ateliers. Bereits zum 17. Mal lädt der Berufsverband Oberfranken ein zu dieser "Artur" überschriebenen Präsentation. 26 Mitglieder beteiligen sich in diesem Jahr. Im Coburger Raum sind Kerstin Amend-Pohlig, Bernd Noll und Gerd Kanz dabei.
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Kerstin Amend-Pohlig, Gerd Kanz und Bernd Noll öffnen ihr Ateliers.  Foto: Archiv
Kerstin Amend-Pohlig, Gerd Kanz und Bernd Noll öffnen ihr Ateliers. Foto: Archiv
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Am Samstag und Sonntag haben alle Kunstinteressierten die Möglichkeit, in den Werkstätten und Ausstellungsräumen der Künstler vorbei zu schauen, sich über die jüngste Entwicklung der hier wirkenden Künstler zu informieren, mit Künstlern und Gleichgesinnten zu plaudern und Kunst an ihrem Entstehungsort zu genießen: Wer macht was, wo und warum? Immer wieder fiel in den letzten Jahren unter Besuchern der Satz: "Es ist erstaunlich, wie viele Künstler in nächster Umgebung leben und arbeiten, ohne dass man davon weiß." Tatsächlich gibt es gerade in Oberfranken viel zu entdecken. Im Internet sind die Adressen aller Beteiligten abrufbar.
Die in der Goethestraße in Coburg, gegenüber dem Parkhaus Zinkenwehr, arbeitende und ausstellende Kommunika tionsdesignerin Kerstin Amend-Pohlig will Besuchern heuer Einblicke in das Arbeiten mit Gips geben. In ihrer Werkserie "Dockingstation" hat sie Plastiken auf Standobjekten aus vielerlei Materialien geschaffen, in Kombinationen aus Stein, Eisen, Draht, Papier, Gips, Acryl und LED-Licht.

Im Pavillon und im Brauhaus

Der Maler Benno Noll hat eben im Westpavillon im Coburger Hofgarten seine neue Ausstellung eröffnet (Tageblatt vom 5. September). Neben den monumentalen Plastiken von Ferdinand Lepke aus dem 19. Jahrhundert und Nolls speziellen Acryl-Eisen-Porträts sind dort jetzt Nolls eindrückliche Aquarell-Studien bedeutender Ruinen der Menschheitsgeschichte zu sehen.
Benno Noll hat den von der Stadt Coburg renovierten, stimmungsvollen Pavillon (direkt an der Festungsstraße) vor gut einem Jahr übernommen. Immer wenn er im Sommerhalbjahr vor Ort arbeitet, steht das Tor offen für Hofgarten-Spaziergänger. B Noll ist an diesem Wochenende da und freut sich auf Gespräche und neugierige Blicke.
Der aus Coburg stammende, überregional renommierte Künstler Gerd Kanz hat sich vor Jahren in der Alten Brauerei in Untermerzbach niedergelassen. Dort hat er nicht nur Platz gefunden für seine großen Tafelbilder, in die er Linien und Zeichen bildhauerisch einmeißelt. Er hat sich im angrenzenden früheren Stall auch einen schönen großen Ausstellungssaal eingerichtet.
Gerd Kanz hat in den letzten Jahren mit Formaten und unterschiedlicher Farbausrichtung experimentiert. Für Überraschung sorgte er dann mit seinen kathedralenartig aus übereinander geschichteten Bögen gefertigten neuen (Wand)Skulpturen.

Offene Ateliertage BBK Oberfranken, Samstag, 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 11 bis 18 Uhr

Kerstin Amend-Pohlig Malerei, Grafik, Objekt. Coburg, Goethestraße 7
www.atelieramendpohlig.de

Benno Noll Malerei. Westpavillon am Coburger Hofgarten/Festungsstrasse
www.benno-noll.de

Gerd Kanz Malerei, Grafik, Skulptur. Untermerzbach, Zum Brauhaus 1, Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 19 Uhr. www.GerdKanz.de

C.H.


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