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1. DKB Handball-Bundesliga

Begeisterung pur beim HSC trotz 23:29-Niederlage

Der HSC Coburg zeigte seine bisher beste Saisonleistung. 2837 Fans pfiffen die beiden Unparteiischen aus, die alles andere als "Heim-Schiedsrichter" waren.
Dank starker Abwehrarbeit - Kiwi (links) und Kelm war es gegen ie Berliner Füchse ein Spiel auf Augenhöhe. Fotos: Timo Geldner
 
von CHRISTOPH BÖGER
100 Euro hätte es bei zehn Euro Einsatz gegeben, wenn der HSC 2000 Coburg gestern Abend als Sieger von der Platte gegangen wäre. Doch alle Optimisten und HSC-Fans gingen leer aus und die Risiko-Tipper sind jetzt zehn Euro ärmer. Die Vestestädter unterlagen dem Club-Weltmeister aus der Hauptstadt nach großem Kampf. Die Füchse Berlin eroberten die mit 2837 Zuschauern gut besetzte HUK-Arena mit 23:29 (12:13). Auffallend: Die beiden schwäbischen Schiedsrichter zogen sich regelmäßig den Zorn der Coburger Zuschauer zu.
Die "Gelb-Schwarzen" verkauften sich trotz der erneuten Heimniederlage aber sehr teuer und begeisterten dabei ihre Fans. Zur Pause lagen sie gegen den haushohen Favoriten nach einer sehr starken Leistung nur mit einem Tor hinten, doch zur ganz großen Überraschung reichte es trotz einer zwischenzeitlichen Führung (16:15./37.) und einem mitreisenden zweiten Durchgang nicht.


HSC 2000 Coburg gegen
Füchse Berlin 23:29 (12:13)

Die Füchse mussten wie angekündigt ohne ihren Spielmacher Petar Nenadic, die HSCler ohne Girts Lilienfelds auskommen. Die Gäste begannen mit ihrer Nationalteam-Rückraumachse mit Wiede, Drux und Fäth, die auch gleich ihren Kreisläufer fanden. Der konnte nur auf Kosten eines Strafwurfes gebremst werden. Den brachte Lindberg unter, mit dem nächsten scheiterte er an dem diesmal von Beginn an im HSC-Tor stehenden Oliver Krechel.


Nicht nur Jan Gorr "kochte"

Nach gerade einmal drei Minuten, einer Zeitstrafe, zwei gelben Karten und drei Strafwürfen gab es die ersten "Schiri-Raus"-Rufe von den Rängen und in Unterzahl den ersten Treffer für die Coburger durch Stefan Lex, der sich an den Kreis abgesetzte.
Nach sechseinhalb Minuten war der Schiedsrichter-Beobachter gefordert und der äußerlich noch einigermaßen ruhige Jan Gorr kochte innerlich. Das war dem Coburger Coach deutlich anzusehen. Da stand es 1:3. Die Partie war bis dahin mit allem gespickt, was Handball interessant macht und die Halle stand wie ein Mann hinter ihrem Team. Das vergab aber gegen Heinevetter die ein oder andere gute Chance wie Coßbau und Billek von Außen oder Kelm vom Kreis. Das nutzten die Füchse zu schnellen Vorstößen und Fäth zu zwei einfachen Treffern zum 2:5 (11.).
Das konterte Coßbau zum 4:5, aber die Berliner kamen jetzt zu schnellen, einfachen Treffern, während Kirveliavicius in HSC-Angriff nicht ins Laufen kam. Das 5:8 nach 15 Minuten war aus Coburger Sicht fast schon etwas ärgerlich, denn es wäre mehr möglich gewesen.
Aber das Glück hatte man nicht auf seiner Seite und lief dem Drei-Tore-Rückstand hinterher (7:10/20.). Aber die Mannschaft machte das, was Geschäftsführer Steffen Ramer gefordert hatte - sie riss sich den Allerwertesten auf.
Und es wäre so viel mehr möglich gewesen, denn der hochmotivierte Krechel parierte in 24 Minuten mehr Bälle als beide Torleute im gesamten Spiel in Wetzlar, aber vorne haperte es. Beim Stand von 8:11 scheiterte Billek zwei Mal in Folge bei Kontern an Heinevetter.
"Die Dinge müssen einfach rein, auch gegen einen Nationaltorwart", meinte ein Zuschauer auf der Haupttribüne. Gorr holte Billek von der Platte, beorderte Wucherpfenning aufs Feld. Ein Glücksgriff, denn der machte es postwendend besser, schnappte sich einen Querpass und netzte mit dem Gegenstoß 9:12 ein. Als er nur wenig später mit dem 11:12 den direkten Anschlusstreffer markierte glich die Halle einem Tollhaus.
Nicht nur Heinevetter war nun sichtlich unzufrieden und endlich hatte Coburg bei einem Pfostentreffer der Füchse auch das nötige Glück und ging verdient mit nur einem Tor Rückstand in die Kabinen.
Zuvor bekam Coburgs Kreisläufer Sebastian Weber noch einen Finger seines Gegenspielers ins Auge, kehrte nach der Pause aber zurück auf die Platte.
Richtig unzufrieden schaute in der Pause auch Berlins Manager Bob Hanning drein, diskutierte mit Heinevetter und ließ Frust ab. Jan Gorr ließ sein Team sehr lange in der Kabine. Während die Füchse bereits nach knapp zehn Minuten in die Halle zurückkamen, reizte der Coburger Coach die Pausenzeit aus.


Führung durch Wucherpfennig

Und was dem HSC in Halbzeit eins versagt blieb, gelang nach 32 Minuten - Wucherpfennig traf zum 14:14-Ausgleich. Als nach 37 Minuten die erste Führung gelang verstand man in der Halle sein eigenes Wort nicht mehr.
Aber mit ihrer ganzen Routine und viel Ruhe verschafften sich die Füchse wieder Luft. Trotzdem war ihr Schlussmann Heinevetter nicht mit seinen Vorderleuten zufrieden. Als Christoph Reißky nach einem Schlag ins Gesicht von Kirvelivicius nur eine Zeitstrafe bekam, waren die Fans überhaupt nicht einverstanden und pfiffen, denn für solche Aktionen hatten HSC-Spieler in dieser Saison schon Rot und sogar Blau gesehen.
Nach dem 19:20 zog Berlin, auch begünstigt von glücklich abprallenden Bällen auf 20:26 (50.) davon und in der Halle wurde es jetzt merklich ruhiger. Bis Coßbau mit einem sehenswerten Dreher Heinevetter, der eine überragende Paradenquote von fast 50 Prozent erreichte, überwand. Doch einmal mehr hatte Coburg insgesamt zu viele Schwachpunkte - "Scharfschütze" Kiwi traf zum Beispiel gar nicht - die ein Gegner wie Berlin für sich nutzte.


65 für zehn Euro...

Übrigens: Wer mindestens 23 Coburger Treffer vorgesagt hatte - völlig unabhängig von den Gegentoren - der bekommt jetzt 65 bei zehn Euro Einsatz.



HSC 2000 Coburg gegen
Füchse Berlin 23:29 (12:13)

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek / Oliver Krechel - Philipp Barsties, Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig (3), Dominic Kelm (1), Sebastian Weber, Stefan Lex (3), Steffen Coßbau (7/1), Florian Billek (1), Till Riehn, Nico Büdel (7), Adnan Harmandic (1), Romas Kirveliavicius. - Trainer: Jan Gorr.
Beste Spieler: Büdel, Coßbau.

Füchse Berlin: Silvio Heinevetter / Petr Stochl - Bjarki Elisson (2), Drago Vukovic (1), Kevin Struck (2), Jakov Gojun (1), Ignacio Plaza Jimenez (2), Hans Lindberg (3/1), Matthias Zachrisson (4), Fabian Wiede (5/4), Steffen Fäth (7), Kresimir Kozina (1), Paul Drux (1), Reißky. - Trainer: Erlingur Richardsson. - Beste Spieler: Fäth, Heinevetter.

Schiedsrichter: Sascha Wild / Fabian Baumgart.
Siebenmeter: 2/2 - 7/5.
Zeitstrafen: 4 (Hagelin, Weber, Lex, Kirveliavicius / 5.
Zuschauer: 2837.

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