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Hilfsaktion

Auf diese Trucker aus Coburg warten viele Menschen in armen Ländern

Thorsten Krauß aus Coburg macht sich bereits zum dritten Mal als Johanniter-Weihnachtstrucker auf den Weg nach Albanien.
Unterwegs für eine gute Sache: die Weihnachtstrucker Thorsten Krauß und Julia Weiß Foto: Thorsten Krauß
 
"Die Leute wissen schon, dass wir kommen. Sie warten auf uns und freuen sich wahnsinnig." Auch Thorsten Krauß selbst kann es kaum erwarten, sich wieder auf den Weg nach Albanien zu machen.

Bereits zum dritten Mal verbringt der Coburger Fahrlehrer die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester nicht unter dem heimischen Weihnachtsbaum, sondern hinter dem Lenkrad seines 40-Tonners. Als einer von rund 100 ehrenamtlichen Fahrern der Johanniter-Weihnachtstrucker bringt er Pakete zu notleidenden Menschen nach Albanien.

Die Päckchen aus Deutschland, die jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit von den Johannitern gesammelt werden, enthalten bestimmte Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Speiseöl, Hygieneartikel sowie ein kleines Spielzeug für die Kinder.

Im Dezember 2015 wurden rund 6000 solcher Päckchen in sechs Lkw und Sattelzügen nach Albanien gebracht. Drei weitere Konvois mit insgesamt bis zu 40 Lkw fahren auch dieses Jahr nach Bosnien, Nordrumänien sowie Zentralrumänien.


"Freude in den Augen"

"Es ist so schön zu sehen, welche Freude in den Augen der Menschen und vor allem der Kinder zu sehen ist, wenn wir die Weihnachtspäckchen verteilen. Wenn man das sieht, dann weiß man, warum man das macht. Wir müssen einfach jedes Jahr wiederkommen!" Das ist seine Motivation. Die Familie unterstützt Thorsten Krauß bei seinem freiwilligen Engagement: "Ein bisschen Angst haben sie aber schon und sie finden es natürlich schön, dass ich am Heiligen Abend noch da bin und wir erst am zweiten Feiertag von Landshut aus losfahren." Markus Schwämmlein, ebenfalls Fahrlehrer, wird Thorsten Krauß diesmal auf der Hin- und Rückfahrt am Lenkrad ablösen. Der 35-Jährige ist zum ersten Mal dabei, lange überredet werden musste er aber nicht: "Mich hat es schon vorher fasziniert, wie Thorsten den Menschen hilft. Das Wichtigste für mich ist, dass ich die Pakete vor Ort auch selber verteile und so ganz direkt erlebe, wie sehr sich die Menschen über die Pakete freuen."


Müll, Schlamm, Schotter

Bewegend sind aber nicht nur die Ankunft an den Zielorten, sondern auch die Eindrücke von den Landschaften und Orten auf der jeweils zweitägigen Hin- und Rückfahrt: "Albanien an sich wäre wunderschön, aber schon kurz nach der Grenze wird der Himmel trüb und grau. Es liegt viel Müll herum, der auch verbrannt wird. Abseits der Hauptstraßen überwiegen Schlamm und Schotter", erzählt Julia Weiß, die im vergangenen Jahr Beifahrerin im Coburger Weihnachtstrucker-Team war.

Die 31-Jährige legt dieses Jahr eine Pause ein, steht aber bereit, um einspringen zu können. Nächstes Jahr will sie dann wieder dabei sein: Sie freut sich nicht nur darauf, den Menschen mit den Paketen zumindest ein bisschen helfen zu können, sondern auch auf das Wiedersehen mit den Ordensschwestern im Kloster Shkoder. Schwester Maria Christina Färber vom Orden "Spirituelle Weggemeinschaft" setzt sich seit vielen Jahren für die notleidende Bevölkerung ein. In dieser Gegend, in der bis heute das Prinzip der Blutrache gelebt wird, ist das Kloster für viele ein Lichtblick und ein Rettungsanker. Außerdem kümmern sich die Schwestern um die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Umfeld des Klosters und setzen sich für eine gewisse Infrastruktur in den Armenvierteln der Region ein .

Thorsten Krauß und seine Kollegen sind schon lange vor der Abfahrt in Sachen Päckchen unterwegs: Sie werben für die Aktion und kümmern sich auch um die Abholung der Pakete von Coburger Schulen, Kindergärten und Firmen.
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