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Stargast

Alice Cooper locht auf Coburger Golfplatz ein

Vor seinem Auftritt in Lichtenfels spielte die Rock-Legende eine Runde Golf auf der Anlage in Tambach.
Fühlte sich sichtlich wohl auf dem Tambacher Green: Vincent Damon Furnier, besser bekannt als Alice Cooper. "Wir haben arrangiert, dass er in Ruhe spielen kann", sagt Doris Henkel, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit beim Golfclub Coburg. Fotos: Hagen Lehmann
 
Sein bürgerlicher Name: Vincent Damon Furnier. Seine Markenzeichen: Blutverschmierter Mund, markanter schwarzer Kajal-Strich, bombastische Lautstärke und spektakuläre Bühnenshows. "Sounds like my show", kommentiert Alice Cooper ein heranziehendes Gewitter am Sonntagmittag mit einem Augenzwinkern auf der Clubterrasse des Golfclubs Coburg. Bevor der 65-Jährige Schock-Rocker am Sonntagabend in der Stadthalle Lichtenfels mit seiner "Raise The Dead"-Tour 2013 Halt machte, spielte er am Vormittag in Tambach eine Runde Golf.

Mr. Cooper, in Ihrer Bühnenshow sind Guillotinen, elektrische Stühle, künstliches Blut und Babypuppen zu sehen. Ihre Fans nennen Sie den "Godfather of Shock-Rock". Auf der anderen Seite besitzen Sie eine eigene Indoor-Golfanlage, spielen diesen oftmals als elitär und langweilig verschrienen Sport sechs Tage die Woche und haben ein Handicap von - 2. Rock und Golf: Wie passt das zusammen?
Furnier: Es passt nicht. Alice, der Charakter, den ich in meinen Shows spiele, hasst Golf. Aber der Charakter, den Sie heute Abend in meiner Show zu sehen bekommen, ist nicht die Person, die Sie hier gerade vor sich sehen. Ich spiele zwei unterschiedliche Rollen: Tagsüber bin ich ich und ich spiele nahezu jeden Tag Golf - was ganz im Gegenteil absolut nichts mit Langweile zu tun hat. Alice dagegen, meine Bühnenpersönlichkeit, würde sich nie auf einem Golfplatz blicken lassen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Welten, zwei vollständig getrennte Persönlichkeiten.

Bei mehreren Gelegenheiten haben Sie dem Golfsport eine wichtige Rolle zugeschrieben, um von Ihrer Alkoholsucht los zu kommen. Wie kann Golf dazu beitragen, eine andere Person zu werden?
Wenn man eine Person mit hohem Suchtpotenzial ist, so wie ich es bin, macht man also, was man tut, extrem. Das heißt, man muss ganz stark aufpassen, von was man abhängig wird. Nun ist Golf nun mal der Sport mit dem größten Suchtfaktor auf diesem Planeten. Ich würde sagen, er hat sogar mehr Suchtpotenzial als Alkohol - ist nur wesentlich gesünder.

Sie haben also einfach eine Sucht durch eine andere ersetzt?
Ja, wenn man so will, habe ich einfach eine schlechte Sucht gegen eine gute eingetauscht.

Wie haben Sie denn vom Golfplatz in Tambach erfahren?
Nun ja, in jeder Stadt, in der wir spielen, haben wir Freunde. In diesem Teil der Welt sucht mein Freund Alex die Golfplätze für uns aus. Wenn wir einen Tag zwischen zwei Auftritten frei haben, sammelt er uns ein und wir spielen eine Runde. Am liebsten würden wir jeden Tag eine Runde Golf spielen, aber manchmal ist es wegen der Reisen einfach nicht machbar. Von Tambach habe ich zuvor noch nie etwas gehört. Wir spielen einfach da, wohin Alex uns bringt.

Nachdem Sie den Kurs in Tambach nun einmal gespielt haben: Wie gefällt es Ihnen denn hier?
Es ist sehr schön. Wir beide, Alex und ich, haben heute eine 75er Runde gespielt - mit einem kleinen Tief im Mittelteil. Ich denke, wir hatten beide drei Birdies. Alex und ich haben fast die gleiche Runde hingelegt. Ich bin nicht jeden Tag "Mister Fairway", aber heute war gut. Ich schlage die Bälle sehr gerade - nicht unbedingt lang, aber sehr gerade. Das ist der richtige Weg für diesen Sport.

In einem Interview mit BBC haben Sie die Beziehung von sich als Privatmann und Alice Cooper als Ihrer Bühnenpersönlichkeit mit Dr. Jekyll und Mr. Hyde verglichen. Würden Sie gerne mal eine Runde Golf mit Alice Cooper spielen?
Da bin ich mir nicht sicher. Alice wäre sehr anstrengend, weil er sehr, sehr konkurrenzbetont ist. Er ist aggressiver als ich es bin. Ich gehe sehr methodisch ans Golfspiel und lasse mich nicht von Dingen ärgern. Alice dagegen ist viel schneller in Rage. Ich bin gemäßigter in allen Dingen, lache gerne und viel. Bei ihm würden sicher einige Schläger zu Bruch gehen.

Das Gespräch führte Pia Bayer.

zum Thema "Alice Cooper"



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