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Gemeinderatssitzung

Ahorn geht ungewöhnliche Wege, um die Schrebergärten zu erhalten

Der Obst- und Gartenbauverein Ahorn steht vor einem Umbruch der Generationen.
In der Gemeinderatssitzung wurden langjährige Blutspender geehrt (von links): Martin Finzel, Dieter Rose (100-Mal Blutspende), Nicole Schaffer (25 mal) und Winfried Becker (75 mal). Foto: G. Bertram
 
von GABI BERTRAM
Um dessen Weiterbestehen in neuer Konstellation zu sichern und zugleich einem funktionierenden Integrationsprojekt auf die Beine zu verhelfen, geht die Gemeinde unkonventionelle Wege.

Um der bestehenden Schrebergartenanlage eine Zukunftschance zu geben, tritt die Gemeinde Ahorn in das bestehende Pachtverhältnis ein und gibt dieses an den sich neu gründenden "Verein der Gartenfreunde Ahorn" zur Unterpacht weiter. Kosten sollen der Gemeinde damit nicht entstehen, die Pacht wird lediglich weitergereicht werden. Allerdings hat die Gemeinde den Verwaltungsaufwand zu übernehmen - zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren bei ein- bis zweimaliger Zusammenkunft mit dem Vereinsvorstand zur Klärung von Fragen oder eventueller Probleme. "Damit", so Bürgermeister Martin Finzel (parteilos), "sichert die Gemeinde nicht nur die Zukunft des Obst- und Gartenbauvereins, sondern unterstützt auch die über Jahre gewachsene Gemeinschaft in der Schrebergartenanlage, die ein Beispiel für gelebte Integration deutscher und türkischer Gartenpächter ist."


Noch ein Verein

Die Notwendigkeit, dass die Gemeinde hier einspringt, erklärte Frank Haug (FW). Seit einem Jahr, berichtete er, sei man auf Grund der Altersstruktur im Vorstand auf der Suche nach einer neuen Führungsmannschaft. Allerdings ohne Erfolg. Eine Lösung aber wurde gefunden: Der bisherige Obst- und Gartenbauverein soll weiter als Ortsverschönerungsverein agieren. Daneben soll ein neuer Verein der "Gartenfreunde Ahorn" aus der Taufe gehoben werden, der den Betrieb der Schrebergartenanlage übernimmt. Nur leider hatte sich die Übergabe des Pachtverhältnisses an diesen neuen Verein schwierig gestaltet. Der Eigentümer hatte um Einstieg der Gemeinde ins Pachtverhältnis gebeten. "Wenn wir das ablehnen", appellierte Haug an seine Gemeinderatskollegen, "dann besteht die Gefahr, dass die Schrebergartenanlage geräumt wird."

Die Lösung, dass die Gemeinde Zwischenpächter wird, stieß im Gemeinderat aber auch auf Skepsis. Udo Bohl (CSU) warnte vor einer neuen Belastung einer ohnehin schon sehr belasteten Verwaltung, und zudem davor, dass auch andere Vereine dann Forderungen stellen könnten. Andreas von Imhoff (CSU) bezeichnete das ganze Konstrukt als "zu diffus". Auch anderen Vereinen habe die Gemeinde schon in Form von Erbpachtverträgen oder Sportstättenförderung unter die Arme gegriffen, sagte Finzel. Mit drei Gegenstimmen aus der Fraktion CSU/Bürgerverein wird nun die Gemeinde die vorgeschlagene Lösung umsetzen.


Nur zwei Wochen Vollsperrung

Der Einbau der Fertigelemente für die Unterführung für Radfahrer und Fußgänger im Kreuzungsbereich der B 303 von Ahorn zur Alten Schäferei wird nicht mehr als acht bis zehn Werktage dauern. Das jedenfalls erklärte Günther Engelhardt vom Staatlichen Straßenbauamt Bamberg in der Gemeinderatssitzung Ahorn am Dienstagabend. Engelhardt informierte zum aktuellen Sachstand der Kreuzungsänderung durch die Verlegung der Gemeindeverbindungsstraße und die Herstellung eben dieser Unterführung. Die Gemeinde Ahorn wird in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Koenig & Kühnel als Bauträger fungieren, das Staatliche Bauamt als Geldgeber. Die Gesamtkosten werden auf rund 810.000 Euro veranschlagt. Geplant ist, diese Baumaßnahme im kommenden Jahr durchzuführen, bei einer Vollsperrung von nur knapp zwei Wochen, die zudem koordiniert werden soll mit der Sperrung der B 303 durch Straßenbaumaßnahmen in Oberelldorf. Mit der Gemeindeverbindungsstraße, die parallel zur B 303 verlaufen wird, und der Unterführung werde ein bestehendes Verkehrssicherheitsrisiko aus der Welt geschafft, erklärte Bürgermeister Martin Finzel (parteilos). Der Gemeinde Ahorn war es im Vorfeld gelungen, die notwendigen Grundstücksflächen in diesem Bereich zu erwerben.

Dadurch kann nun die Gemeindeverbindungsstraße zur Alten Schäferei auf der Südseite der B 303 verlegt und an die bestehende, westlich liegende verkehrssichere Kreuzung der B 303 mit der Ortsstraße nach Ahorn und einem öffentlichen Feldweg angebunden werden. Der Geh- und Radweg wird auf drei Meter Breite am oberen Dammweg verlaufen und in die dann vier Meter breite Unterführung führen.

Ein Bodengutachten, so Engelhardt, habe ergeben, dass hier keinerlei Probleme mit Grundwasser zu erwarten seien. Im Zusammenhang mit dem Bau der Unterführung soll auch die Befestigung des Dammweges mit ausgeschrieben werden. Angepasst und ergänzt wird zudem die Straßenbeleuchtung.
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