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Jubiläum

700 Jahre Elsa: Ein Kommers kann auch komisch sein

Für Elsa, das seit 1978 zu Bad Rodach gehört, war das Wochenende ganz besonders. Drei Tage wurde der 700. Geburtstag von "Eylse" gefeiert.
Auf Wunsch von Bürgermeister Tobias Ehrlicher (r.) wird in Elsa eine "700-Jahr-Linde" gepflanzt. Über den Gutschein freuten sich Nele Gramß und Armin Knauf, der seinerseits den Schirmherren ausstattete. Foto: mr
 
von MARTIN REBHAN
Am Freitag stand ein Festkommers an, der sich von herkömmlichen Veranstaltungen total abhob: Spaß und Unterhaltung standen im Mittelpunkt. Für diesen Teil zeichneten Georg Koeniger, Florian Hofmann und Michael A. Tomis verantwortlich, besser bekannt als das Totale Bamberger Cabaret (TBC). Dass die Gäste keinen Eintritt zahlen mussten, war einem ungenannten Sponsor zu danken. Die zahlreichen Besucher wurden nur um eine Spende zu Gunsten der Kindertagesstätte in Elsa gebeten.

Bevor TBC die Bühne eroberte, nahm Gisela Pertsch das Auditorium mit auf eine unterhaltsame Zeitreise in die jüngere Vergangenheit von Elsa. Mit poetischen Worten stellte sie vor allem den Wandel, dem sich Elsa unterziehen musste, in den Mittelpunkt. Nicht umhin kam sie, auch auf das Jahr 2006 zu schauen, als es Elsa in Boulevardpresse und in das Fernsehen "geschafft" hatte. "Ein Güllesilo ist auseinandergebrochen, Elsa hat gerochen", rief sie in Erinnerung.

Wie Pertsch die Aussichten auf einen eigenen Geistlichen sieht, fasste sie in den Worten zusammen: "Auf ann eichener Pfarrer könn mer noch lang geward." Erfreulich ist für sie, dass der Bestand der Kindertagesstätte als gesichert angesehen werden kann. Bei allem Wandel habe der kleine Ort seine Ursprünglichkeit bis heute bewahrt und strotze richtig vor Zusammenhalt der Bürger.

Der ehemalige Ortssprecher Armin Knauf bezeichnete Elsa als die "Kornkammer des Coburger Lands" und erinnerte daran, dass es der Dorfgemeinschaft schon vor 25 Jahren gelungen sei, ein wunderbares Fest zu feiern. Knauf weiter: "Die Geschichte von Elsa ist das Ergebnis eines sehr langen Wegs."

Zur laufenden Dorferneuerung meinte er, dass die Elsaer mehr Kreativität zeigten als ihnen zugetraut wurde. Dankbar zeigte er sich, dass er einer Generation angehört, die in Frieden leben kann. "Vielen Generationen in der 700 jährigen Geschichte von Elsa war das nicht möglich."

Gedanken zur Nachhaltigkeit artikulierte die Ortssprecherin Nele Gramß, als sie meinte: "Wenn jemand in die Erziehung der Kinder investiert, zeigt er nicht nur soziales Engagement und Heimatverbundenheit, sondern lebt auch Nachhaltigkeit. " Mit "jemand" meinte sie den Sponsor des Festabends.

Den Wandel stellte auch Landrat Michael Busch in den Fokus. Er betonte: "Der Wandel den wir heute erleben, wird immer rasanter werden." Die Bewohner von Elsa forderte er auf, auch über das Jubiläumsjahr hinaus ihren Gemeinschaftssinn zu bewahren.

"Elsa ist ein besonderer Ort", hob Bürgermeister Tobias Ehrlicher hervor. "Es ist toll, dass ihr das Fest so begeht, wie ihr es macht." Als Geburtstagsgeschenk hatte Ehrlicher einen Gutschein für eine Linde im Gepäck. Dieser Baum soll im Herbst mit einem "richtigen Ritual" gepflanzt werden.

zum Thema "700-Jahr-Feiern Coburg"

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