Coburg
Baumaßnahme

44 Tonnen am Haken

Die Ernst-Faber-Brücke soll im August freigegeben werden. Am Donnerstag wurden die Träger für die Unterkonstruktion eingebaut.
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Hier hängen 44 Tonnen am Haken. Die Träger schweben heran und werden exakt eingepasst.  Foto: Ulrike Nauer
Hier hängen 44 Tonnen am Haken. Die Träger schweben heran und werden exakt eingepasst. Foto: Ulrike Nauer
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Gut 70 Brücken werden in Coburg von der Stadt unterhalten, demnächst kommt eine weitere hinzu: Die neue Ernst-Faber-Brücke wird die gleichnamige Straße über die Itz hinweg mit dem ehemaligen Güterbahnhof verbinden und damit auch den südlichen Teil des Geländes, auf dem sich die Firma Ros niedergelassen hat, erschließen. Im August soll die Stahlbetonbrücke für den Verkehr freigegeben werden. Ein großer Schritt in diese Richtung erfolgte am Donnerstag mit der Anlieferung und dem Einbau von neun Trägern, auf denen die Brücke später aufliegen wird.
"Klein, dick und breit", fast liebevoll klingt die Beschreibung der Brücke von Zweiter Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU), beim Pressetermin am Donnerstagvormittag. In Zahlen ausgedrückt: Die Brücke misst 15,5 Meter in der Breite und hat eine Fläche von gut 500 Quadratmetern. Die neun Träger, die am Donnerstag verbaut wurden, sind jeweils 26 Meter lang und wiegen pro Stück 44 Tonnen.
Per Schwertransporter wurden die Teile aus Vilshofen in Süddeutschland nach Coburg geliefert. In der Ernst-Faber-Straße nahm ein riesiger Kran am Donnerstag jedes Teil an den Haken. Langsam und vorsichtig wurden die Träger dann an ihre jeweilige Position dirigiert, wo sie von den Arbeitern in Empfang genommen und eingepasst wurden.
Die Träger, die die Unterkonstruktion bilden, werden vorgespannt und dienen als "verlorene Schalung" für die Herstellung der Brückentafel, wie Gerhard Knoch, Chef des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs, erläuterte. Auf die neun Träger soll in der ersten Mai-Woche eine Betonplatte aufgetragen werden. "Dann müssen wir vier Wochen warten, ehe die zweite Platte aufgebracht wird."


2,7 Millionen Euro Kosten

Als Unterbau für die Betonträger waren 17 Bohrpfähle zwölf Meter tief in den Uferböschungen versenkt worden. Auf ihnen liegen die beiden Widerlager der Brücke auf. Diese sind - wie eine Art Balken - quer über die Köpfe der Bohrpfähle betoniert. Das Widerlager zur Uferstraße hin ist trichterförmig angelegt, damit Lastwagen später ausreichend Platz haben, wenn sie von der Brücke in die Uferstraße einbiegen wollen.
Die Baukosten für die Brücke und die Straße liegen bei insgesamt 2,7 Millionen Euro.
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