Hans-Herbert Hartan (CSU), Max Forkel (Junge Coburger) und Oberbürgermeister Tessmer folgten der Beschlussvorlage, das Projekt, das bereits seit 2016 aus personellen Gründen ausgesetzt war, erst wieder im Haushaltsjahr 2021 fortzuführen und auch erst ab 20121 wieder 5000 Euro pro Jahr dafür zur Verfügung zu stellen.
Das Finanzreferat hatte im Zuge der Hauskonsolidierung empfohlen, das Projekt nach Ablauf des Projekts "Aufarbeitung der Coburger Geschichte" weiter zu verfolgen.
Für Franziska Bartl (SPD) war diese Argumentation nicht nachvollziehbar, zumal bereits Anfragen für die Übernahme von Patenschaften vorliegen. Genau wie Martina Benzel-Weyh (Die Grünen) betonte sie, doch auch die Erinnerungskultur zu pflegen und derartige bürgernahe Projekte zu unterstützen.
Ganz anders sieht das Hans-Herbert Hartan, der dem Projekt Stolpersteine von Anfang kritisch gegenübersteht. "Ich habe grundsätzlich ein Problem damit - genauso wie der Zentralrat der Juden auch", sagte er. Stolpersteine seien höchstens eine schlechte Erinnerungskultur, da andere einfach drüber weg laufen. Max Forkel stimmte für die Aufschiebung bis 2021, da es sich dabei um eine freiwillige Leistung der Stadt handle.
Martin Lücke (SPD) abschließend: "Wenn man so lange aufschiebt, kann selbst eine Erinnerungskultur in vergessen werden."