Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017: Testen Sie, welche Partei zu Ihnen passt

Auf dieser Seite finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017

Was ist der Wahl-O-Mat?

Der Wahl-O-Mat ist ein Tool, mit dem man testen kann, welche Parteien bei der Bundestagswahl 2017 zu den eigenen Positionen passen. Der Test wird von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) angeboten.

Wie funnktioniert der Wahl-O-Mat?

Der Wahl-O-Mat ist ein Frage-und-Antwort-Tool. Dem Nutzer werden 38 Thesen vorgelegt, denen er per Mausklick zustimmen kann oder sie ablehnen. Auch eine neutrale Einstellung ist möglich. Nach der Beantwortung kann man noch die Wichtigkeit der Fragen einstellen - manchen Thesen stimmt man zu, findet sie aber nicht ausschlagebend für die Wahlentscheidung. Das Tool misst dann Übereinstimmungen mit den Positionen der zur Bundestagswahl zugelassenen Parteien und zeigt diese dem Nutzer in Prozent an.

Seit wann gibt es den Wahl-O-Mat?

Der Wahl-O-Mat wurde zuerst bei der Bundestagswahl 2002 von der bpb angeboten. Die Idee stammt ursprünglich aus den Niederlanden.

Warum soll ich den Wahl-O-Mat benutzen?

Der Wahl-O-Mat will Wählern eine Entscheidungshilfe bieten, um sich eine Meinung für die kommende Wahl zu bilden. Der Wahl-O-Mat kann dabei helfen, zu entscheiden, wo man am 24. September die Kreuze bei Erst- und Zweitstimme macht. Der Wahl-O-Mat vergleicht Positionen, die sich in den Wahlprogrammen der Parteien finden, mit den Antworten des Nutzers und gibt danach eine Übereinstimmung in Prozent an. Laut bpb-Umfrageergebnissen erkennen bis zu 75 Prozent der Nutzer klarer die Unterschieden zwischen den Parteien. Vier bis sechs Prozent der Nutzer werden sogar durch die Nutzung des Wahl-O-Mat erst motiviert, überhaupt zur Wahl zu gehen.

Wahl-O-Mat: Gibt es Alternativen, um mich vor den Wahlen zu informieren?

Neben dem Wahl-O-Mat gibt es noch weitere Apps und Webseiten, die ebenfalls mehr oder weniger ernsthafte Wahlempfehlungen aussprechhen. So wie der Wahl-O-Mat beziehen sie sich meist auf die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl und gleichen Positionen der Parteien mit denen der Nutzer ab. Welcher Partei man bei den Wahlen wirklich seine Stimmen schenkt, entscheidet sich aber schon häufig vor der Nutzung solcher Programme, können aber dabei helfen, sich der eigenen Position zu versichern.

Wann findet die Bundestagswahl statt?

Die Bundestagswahl 2017 findet am 24. September statt. Der Termin wurde vom Bundeswahlleiter festgelegt und am 24. Januar 2017 vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck bestätigt.

Wer darf bei der Bundestagswahl wählen?

Jeder Deutsche, der am Tag der Wahl, dem 24. September 2017, mindestens 18 Jahre alt ist und seit mindestens drei Monaten seinen Wohnsitz in Deutschland besitzt, darf bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag teilnehmen.

Wie viele Stimmen habe ich bei der Bundestagswahl?

Jeder der etwa 60 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland hat bei der Wahl zwei Stimmen - eine Erst- und ein Zweitstimme. Mit einer wählt man einen Direktkandidaten oder -kandidatin, mit der anderen wählt man die Landesliste einer Partei.

Wann steht das Ergebnis der Bundestagswahl fest?

Wenn um 18 Uhr am Wahlsonntag die Wahllokale schließen, gibt es direkt die erste Prognose. Zu diesem Zweck werden bis zu 100.000 Wähler vor Wahllokalen befragt. Gegen 18.15 gibt es eine erste Hochrechnung. Sie basiert auf ersten Auszählungsergebnissen einiger Wahllokale. Um etwa 21.30 Uhr sind meist die Erststimmen ausgezählt - ein erster Meilenstein zum endgültigen Ergebnis. In der Nacht auf Montag gibt dann der Bundeswahlleiter das "vorläufige amtliche Endergebnis" bekannt, das "endgültige amtliche Endergebnis" steht dann einige Tage nach der Wahl fest, weicht aber kaum mehr vom vorläufigen Ergebnis ab.

Seit wann gibt es die Bundestagswahl?

Die erste Bundestagswahl fand 1949 statt. Damals gewann die CDU unter Konrad Adenauer die Wahl - er blieb 14 Jahre im Amt. Die Bundestagswahl 2017 ist die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag.

Wer gewinnt die Bundestagswahl?

Bei der Bundestagswahl gewinnt die Partei, die am meisten Stimmen auf sich vereinigt und im Bundestag am meisten Sitze stellt. Sie besitzt traditionell das Vorrecht, Koalitionsverhandlungen mit anderen Parteien zu beginnen, um eine absolute Mehrheit im Bundestag zu erlangen. Diese wird benötigt, um eine Bundeskanzlerin oder -kanzler zu wählen.

Wen oder was wählt man eigentlich genau bei der Bundestagswahl?

Die Wahlberechtigten wählen mit ihrer Erst- und ihrer Zweitstimme Direktkandidaten und Listenkandidaten in den Bundestag. Auch wenn der Wahlkampf oft auf Spitzenkandidaten und weniger auf Wahlprogramme fokussiert wird, wählen jedoch nicht die Bürger die Kanzlerin oder den Kanzler, sondern der Bundestag wählt den Regierungschef. Die Parteien, die sich zu einer Koalition zusammenschließen wollen, versuchen dann, einen Koalitionsvertrag auszuhandeln, um möglichst viele Punkte ihrer jeweiligen Wahlprgramme unterzubringen. Nach den Wahlen - zunächst duch die Bürger und dann durch das Parlament - bestimmt die Regierungschefin - die Kanzlerin - das Kabinett. Der Bundespräsident bestätigt schließlich Kanzlerin oder Kanzler im Amt sowie die Minister.

Wahl-O-Mat: Mache den Test: Wählst auch du die AfD bei der Bundestagswahl?

Wer wählt eigentlich bei der Bundestagswahl die AfD? Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung hat herausgefunden, dass jene Wähler wahrscheinlich ihr Kreuz bei der Partei machen, die Angst vor sozialem Abstieg, zum Beispiel durch Jobverlust haben. Potentielle AfD-Wähler fühlen sich außerdem von Politik und Institutionen unzureichend vertreten. Hauptsächliches Ziel der Kritik: Bundeskanzlerin Angela Merkel.