Bundestagswahl 2017

Bundestagswahl 2017: Wie funktioniert Briefwahl?

Am 24. September wird in ganz Deutschland wieder gewählt. Was aber, wenn man während der Bundestagswahl verreist ist oder krank zu Hause im Bett liegt?
Foto: Caroline Seidel/dpa
 
Wer an der Bundestagswahlper Briefwahl teilnehmen möchte, muss diese zunächst beantragen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Jeder Wahlberechtigte erhält mindestens drei Wochen vor dem Wahltermin eine Wahlbenachrichtigung per Post. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich ein Antrag zur Briefwahl, den man ausgefüllt an die Gemeinde zurücksenden kann. Offiziell startet die Briefwahl am 14. August - ab diesem Tag kann man die Briefwahl frühestens in diesem Jahr beantragen.

Man kann die Briefwahl aber auch persönlich in der Gemeinde des Hauptwohnsitzes oder in schriftlicher Form per Brief, Fax oder Mail an die Gemeinde beantragen. In dieser schriftlichen Form sollten unbedingt folgende Angaben enthalten sein: Familienname, Vornamen, Geburtsdatum und die Anschrift, an die die Unterlagen gesendet werden sollen. Viele Gemeinden bieten mittlerweile außerdem ein entsprechendes Online-Formular auf ihrer Homepage an.

Wurde die Briefwahl erfolgreich beantragt, sendet die Gemeinde die Unterlagen - frühestens sechs Wochen im Voraus - an die im Antrag geforderte Anschrift. Darin enthalten sind: ein Wahlschein, ein amtlicher Stimmzettel, ein blauer Stimmzettelumschlag, ein roter Wahlbriefumschlag sowie eine Anleitung zur Briefwahl.


Wie funktioniert die Briefwahl?

Wie bei der normalen Wahl kreuzt man zunächst seine Erst- und Zweitstimme auf dem Stimmzettel an. Den Zettel legt man daraufhin in den blauen Stimmzettelumschlag und verschließt diesen. Danach füllt man die "Versicherung an Eides statt zur Briefwahl", die sich auf dem Wahlschein befindet mit Ort, Datum und Unterschrift aus. Den ausgefüllten Wahlschein legt man dann zusammen mit dem verschlossenen, blauen Umschlag in den roten Wahlbriefumschlag und verschließt diesen.


Wohin muss ich den Brief senden und wie muss ich den Brief frankieren?

Der rote Wahlbriefumschlag ist bereits mit der vollständigen Adresse bedruckt. Diesen wirft man nun einfach in den Postbriefkasten oder gibt ihn direkt bei der Stelle ab, die auf dem Umschlag angegeben ist. Innerhalb Deutschlands ist die Briefwahl portofrei - eine Briefmarke ist also nicht nötig. Wählt man hingegen von außerhalb Deutschlands, muss der Brief ausreichend frankiert werden.


Bis wann sollte ich den Brief absenden?

Jeder Bürger ist selbst dafür verantwortlich, dass der Wahlumschlag rechtzeitig zum Wahltag in der zuständigen Stelle eintrifft. Deshalb empfiehlt es sich, den Brief so früh wie möglich - spätestens aber drei Werktage vor der Wahl - abzusenden.


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