Jeder gegen Jeden (9)

Warum wollen Sie mehr Zuzug?

Vor der Bundestagswahl am 24. September haben wir die Kandidaten im Wahlkreis Kulmbach zum verbalen Schlagabtausch geladen.
 
Heute: Georg Hock (AfD) fordert Markus Tutsch (Bündnis 90/Die Grünen).

Die Regeln unserer Serie "Jeder gegen Jeden" zur Bundestagswahl sind denkbar einfach: Jeder Kandidat darf jedem anderen Kandidaten eine Frage stellen.

Nach der Antwort des Befragten hat der Fragesteller noch die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Heute möchte Georg Hock (AfD) von Markus Tutsch (Bündnis 90/Die Grünen) wissen, warum seine Partei mehr Zuzug fordert.

Georg Hock: Multi-Kulti ist krachend gescheitert. Warum fordern die Grünen immer noch mehr Zuzug, der überwiegend von meist moslemischen jungen Männern geprägt ist? Ist den Grünen die Sicherheit unserer deutschen Frauen, Schwestern, Töchter und Enkeltöchter denn egal?

Markus Tutsch: Gerade weil ich Vater und Ehemann bin, lehne ich Ihre Sicht der Dinge ab. Wir Grünen fordern auch nicht mehr Zuzug, sondern die Einhaltung unserer Gesetze. Das Recht auf Asyl ist ein Teil davon.

Wir reden über Menschen - und diese Menschen haben ein Recht auf eine anständige Behandlung. Die meisten Probleme, die sich aktuell zeigen, sind eher in einer verfehlten Asyl- und Entwicklungspolitik der Regierung zu finden, die eine wirkliche Integration verhindert.

Auch habe ich mit vielen der Asylsuchenden gesprochen, die meisten wollen - sobald es geht - wieder in ihre Heimatländer zurück. Gelingt es uns, diese Menschen mit Sprachkenntnissen, Bildung und einem Blick in unsere Lebensart zu versorgen, haben wir mit jedem Rückkehrer einen Botschafter der Demokratie und einen potenziellen Ansprechpartner für unsere Wirtschaft.

Genau das ist mit den Flüchtlingen in den 90er Jahren aus den Balkanländern geschehen, die heute unsere Anknüpfungspunkte bei Geschäftsbeziehungen in diese Regionen darstellen.

In der Geschichte haben Kulturen, die Mauern errichtet oder sich abgeschottet haben, immer, innerhalb kurzer Zeit, ihren Niedergang erlebt. Dies trifft auf das historische China ebenso zu wie auf die DDR.
Einen Menschen nach seiner Herkunft zu beurteilen und nicht nach seinen Taten, zeugt von sehr kurzsichtiger Denkweise.

Georg Hock: Tatsache ist, dass sich abgelehnte sogenannte "Asylbewerber" massenhaft der Ausreise bzw. angeordneten Abschiebung entziehen. Sie sprechen wohl mit den Falschen.

Ebenso ist es Fakt, dass speziell von der Gruppe der sogenannten "Zuwanderer" inzwischen eine hohe Gefahr für Leib, Leben und Besitztum für die angestammte deutsche Bevölkerung ausgeht. Dies sind längst keine Einzelfälle mehr, sondern ist eine massenhafte Erscheinung.

Im Teil 10 unserer Serie fragt Georg Hock (AfD) den Kandidaten der Linken, Oswald Greim, morgen zur Steuerpolitik seiner Partei.

Hinweis der Redaktion: Argumente und Thesen stammen vom jeweiligen Kandidaten und sind redaktionell weder gegenrecherchiert noch in irgendeiner Weise bearbeitet.
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