Kulmbach
Bundestagswahl

Bundestagswahl 2017: Stimmköniginnen und Stimmkönige aus Franken

Die bayernweiten Stimmenköniginnen und Stimmkönige der CSU, SPD und der Linken kommen aus Franken. Das sind die neuen Stars bei den Erststimmen:
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Emmi Zeulner ist die Stimmkönigin der CSU. Auch die Stimmenköniginnen und Stimmkönige der SPD und der Linken kommen aus Franken.Foto: Stephan Tiroch
Emmi Zeulner ist die Stimmkönigin der CSU. Auch die Stimmenköniginnen und Stimmkönige der SPD und der Linken kommen aus Franken.Foto: Stephan Tiroch
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Emmi Zeulner, die gelernte Krankenschwester aus Lichtenfels, zieht mit dem besten Erststimmenergebnis der CSU erneut in den Bundestag ein. Die Stimmenkönigin kam im Wahlkreis Kulmbach auf 55,4 Prozent der Erststimmen und sicherte sich damit wieder das Direktmandat. Sie erzielte 1,5 Prozent weniger als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. Als Stimmkönigin löste die 30-Jährige Stephan Mayer aus Altötting ab, der bei der Wahl 2013 auf 65,77 Prozent kam und am Sonntag 54,5 Prozent der Erststimmen erhielt. Bei den Zweitstimmen verlor die CSU in Zeulners Wahlkreis deutlich: Die Partei kam auf 43,4 Prozent, das sind 8,9 Prozent weniger als vor vier Jahren.
Die bayrischen Stimmkönige und -königinnen der SPD kommen ebenfalls aus Franken: Mit 26,5 Prozent der Erststimmen für Martin Burkert aus dem Wahlkreis Nürnberg-Süd/Schwabach zieht der 52-Jährige in den Bundestag ein. Die Stimmkönigin der Sozialdemokraten Doris Aschenbrenner konnte im Wahlkreis Coburg 26,43 Prozent erzielen. Das Direktmandat erhielt trotzdem jeweils der CSU Kandidat. Über die Listen haben Burkert und Aschenbrenner trotzdem den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft. Martin Burkert ist schon seit über 30 Jahren SPD-Mitglied und bekleidet seit 2013 das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Bayern-SPD. Doris Aschenbrenner trat 2005 während ihres Studiums der SPD bei. Seitdem engagiert sich die Informatikerin politisch. Außergewöhnlich ist, dass die SPD bei den Zweitstimmen nach einem Stimmenverlust von 8,2 Prozent nur noch auf einen Stimmenanteil von 19,5 Prozent kommen. Dies ist für die Nürnberger SPD das schlechteste Bundestagswahlergebnis seit 1961.
Das bayernweit beste Einzelergebnis der Linken konnte Titus Schüller aus Nürnberg erzielen. Der 31-Jährige kam im Wahlkreis Nürnberg-Nord auf 10 Prozent der Erststimmen. Das wichtigste Ziel des Betriebswirts und Orthopäden ist die Überwindung der Armut in Deutschland und die Einrichtung von Sozialwohnungen und einer Mietpreisbremse in Nürnberg.
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