Regierung

Bundestagswahl 2017: Das sind die möglichen Minister in einer Jamaika-Koalition

Joachim Herrmann als Innenminister, Cem Özdemir als Außenminister? So könnte die Regierung in einer Jamaika-Koalition aussehen.
Foto: Michael Kappeler/dpa
 
Noch ist der Weg weit nach Jamaika - es wird aber bereits heftig diskutiert, wer bei Union, Grünen und Liberalen denn was werden könnte. Und wie die Parteien spekulieren auch wir. So oder so ähnlich könnte, ohne jede Gewähr, ein Kabinett aussehen:

Kanzleramt: Weil die Lage kompliziert ist, braucht Angela Merkel einen Mann ihres Vertrauens an ihrer Seite. Peter Altmaier bleibt daher Kanzleramtschef. Staatsministerin für Kultur könnte die Grüne Claudia Roth werden.
Auswärtiges Amt: Lange hat Cem Özdemir darauf gewartet, die Grünen in eine Bundesregierung zu führen. Nun ist er dort, wo er immer sein wollte: Der anatolische Schwabe wird Außenminister.

Finanzen: Die FDP verzichtet aufs Auswärtige Amt und macht Werner Hoyer zum Finanzminister. Als Präsident der Europäischen Investitionsbank ist er ein Mann vom Fach.

Inneres: Zwar bliebe Joachim Herrmann lieber in München, in Berlin aber wird er als konservatives Korrektiv in einer Koalition gebraucht, die insgesamt deutlich links von der CSU steht.

Arbeit und Soziales: Die Grüne Katrin Göring-Eckardt hat schon lange einen Blick auf das Ministerium Etat geworfen. Sie will der Parteilinken zeigen, dass soziale Gerechtigkeit nicht nur ihr Thema ist, sondern ein urgrünes.
Gesundheit: Der 37-jährige Jens Spahn ist das größte Talent der CDU. Ehe er Staatssekretär im Finanzministerium wurde, hat er sich intensiv mit der Gesundheitspolitik beschäftigt.

Verteidigung: In ihrem Ministerium hat Ursula von der Leyen nicht wirklich reüssiert, aber sie ist stellvertretende Parteivorsitzende, eine loyale Merkel-Unterstützerin und eine potenzielle Ersatzkanzlerin. Deshalb bleibt sie in ihrem Amt.

Verkehr: Damit der linke Flügel der Grünen Jamaika mitträgt, muss er im Kabinett vertreten sein. Anton Hofreiter war früher Vorsitzender des Verkehrsausschusses und beerbt jetzt Alexander Dobrindt.

Umwelt: Weil die Grünen sich für den Verkehr entschieden haben, kommt hier für die CDU Julia Klöckner aus Rheinland-Pfalz zu Zug.

Justiz: Hermann Gröhe ist ein loyaler Merkel-Mann. Er wechselt vom Gesundheitsministerium ins Justizressort.
Wirtschaft: Der frühere Umweltminister Norbert Röttgen ist bei Hofe nach einigen Dissonanzen wieder gut gelitten. Deshalb macht Angela Merkel ihn zum Wirtschaftsminister.

Landwirtschaft: Die CSU ist die einzige Partei, die noch auf einem eigenen Bauernministerium besteht. Entwicklungsminister Gerd Müller wechselt ins Agrarressort.

Familie: Die FDP-Frau Katja Suding, stellvertretende Parteivorsitzende und Mutter zweier Söhne, hat die Nase vorn.

Bildung: Die 55-jährige Annegret Kramp-Karrenbauer war schon mal Bildungsministerin in Saarland und gilt als Frau für die Nach-Merkel-Zeit.

Entwicklung: Der bisherige FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer übernimmt nach einem Zwölf-Prozent-Ergebnis in Baden-Württemberg das Entwicklungsressort. Rudi Wais
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