Podiumsdiskussion

Bundestagskandidaten stellten sich in Kulmbach den Fragen

In Kulmbach stellten sich die Direktkandidaten für den Bundestag am Donnerstag den Fragen von Bayerischer Rundschau und Radio Plassenburg.
Vor vielen interessierten Zuhörern diskutierten die acht Direktkandidaten in der Kommunbräu. Matthias Hoch
 
Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) und die sieben Kandidaten von SPD (Thomas Bauske), Die Linke (Oswald Greim), B90/Die Grünen (Markus Tutsch), FDP (Stefan Wolf), AfD (Georg Hock), Freien Wähler (Klaus- Georg Purucker) und der ÖDP (Thomas Müller) stellten sich am Donnerstag Abend den Fragen von Alexander Müller (Redaktionsleiter Bayerische Rundschau) und Radio-Plassenburg-Moderator Markus Weber. Der Saal der Kommunbräu war sehr gut gefüllt - mehr als 150 Zuhörer verfolgten das Gespräch.

Im Zentrum standen die Themen Finanzen, Verkehr/Infrastruktur, Familien- und Gesundheitspolitik und Sicherheits- und Flüchtlingspolitik. Auch Zuhörer stellten Fragen.

Unterschiedliche Entwürfe präsentierten die Kandidaten zur Frage, welche Entlastungen die Bürger erhalten sollten. Weitgehend Einigkeit gab es darüber, den Soli abzuschaffen. Stefan Wolf forderte, die Grunderwerbssteuer zu streichen, um Familien Anreize zum Hausbau zu geben. Für Klaus-Georg Purucker seien die Einkommen im mittleren Segment zu niedrig.. "Wir brauchen nicht nur Häuptlinge, auch Indianer."

Oswald Greim machte Hartz IV für die Armut vieler Menschen verantwortlich."Bürger mit Einkommen unter 7 000 Euro müssen entlastet werden." Thomas Bauske sagte, dass es Deutschland grundsätzlich gut gehe. "Deshalb geht die Rente mit 70 gar nicht." Emmi Zeulner gab an, dass die CSU vor allem Kinder entlasten wolle. Sie betonte aber: "Wir versprechen nichts, was wir nicht halten." Kontrovers diskutiert wurde über Infrastruktur, wobei Zeulner Glückwünsche für die Untersteinacher Umgehung erhielt. Georg Hock kritisierte: "Wenn wir Steuern nicht für sogenannte Flüchtlinge ausgeben würden, wäre viel Geld für Straßen übrig." Markus Tutsch sprach der Maut den Sinn ab. "Das muss die Pkw-Steuer regeln." Thomas Müller forderte, den Autoverkehr zu verringern. "Sonst gehen wir daran kaputt.

Eine ausführlichere Berichterstattung mit vielen Bildern folgt.
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